07
August
2026
|
13:47
Europe/Amsterdam

IU Karlsruhe veranstaltet zweiten Diversity Day

Studierende setzen sich mit Ungleichheit und Menschenrechten auseinander

Zusammenfassung

Am 6. August 2026 brachte der IU-Campus in Karlsruhe Lehrende, Dualstudierende sowie Praxisanleiter:innen aus Partnerorganisationen in der Region zu einem lebhaften Austausch zusammen.

Karlsruhe, 7. August 2026. Diversität und soziale Ungleichheit sind für Studierende der Sozialen Arbeit selten abstrakte Themen – vielmehr sind es gesellschaftliche Bedingungen, mit denen sie bereits an ihrem ersten Tag in der beruflichen Praxis konfrontiert werden. Am 6. August machte der Campus der IU Internationalen Hochschule in Karlsruhe diese Erkenntnis zum Mittelpunkt des zweiten Diversity Days. Unter dem Titel „Diversity International“ fand die Veranstaltung von 10 bis 12 Uhr am Campus in der Blücherstraße 20 statt. Die Teilnahme war kostenlos. Zusammengebracht wurden Lehrende und Studierende der IU aus dem dualen Studiengang Soziale Arbeit sowie Praxisanleiter:innen aus Partnerorganisationen der Region. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Sabine Bährer-Kohler von der IU.

Den Auftakt machte Prof. Dr. Jens Rieger von der IU. Er beschäftigte sich mit der Frage, wie Narrative, die gesellschaftliche Vielfalt infrage stellen, die Versprechen von Gleichheit und Teilhabe schwächen können, auf denen demokratische Gesellschaften beruhen. Besonders deutlich zeigen sich diese Entwicklungen bei Gruppen, die bereits von Marginalisierung bedroht sind. Seine Schlussfolgerung richtete sich unmittelbar an die anwesenden Fachkräfte: Soziale Arbeit muss sich ausdrücklich an Menschenrechten, sozialer Gerechtigkeit, Diversität und Teilhabe orientieren und ausgrenzenden Tendenzen mit professioneller Klarheit begegnen.

Anschließend widmete sich Prof. Dr. Marit Cremer dem Thema „Menschenrechte und Diversität“ und erläuterte, welche Bedeutung Menschenrechte für die alltägliche Praxis Sozialer Arbeit haben. Anhand von Beispielen aus der internationalen Sozialen Arbeit zeigte sie, wie gelebte Vielfalt in unterschiedlichen nationalen und insti-tutionellen Kontexten unter Druck geraten kann. Gleichzeitig stellte sie die Frage, welche professionelle und ethische Haltung die Soziale Arbeit einnehmen sollte, wenn sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändern.

Danach übernahmen die Studierenden das Wort. Lara Katine und Lennert Müller präsentierten ihren Beitrag „Soziale Ungleichheit – Soziale Arbeit – Eine Theorie“. Sie führten zunächst in die Grundlagen sozialer Ungleichheit ein und vertieften diese anschließend anhand der soziokulturellen Theorie Pierre Bourdieus zu Habitus, Kapital und sozialem Feld. Dabei zeigten sie auf, wie gesellschaftliche Strukturen den Zugang zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe beeinflussen. Begleitet wurde der Vortrag von einem selbst gestalteten Poster.

Den Abschluss des Vormittags bildete eine Diskussionsrunde mit Josef Held, Musiker und Sonderpädagoge. Er hat die Entwicklung der Sonderpädagogik in Deutschland und Europa seit Ende der 1970er-Jahre miterlebt und mitgeprägt und war damit die erfahrenste Stimme in der Runde. Weitere Poster der Studierenden wurden vorgestellt und durch einen Informationstisch ergänzt. Auch nach dem offiziellen Ende des Programms wurde bei einem Empfang, der vom Team des IU-Campus Karlsruhe organisiert wurde, intensiv weiterdiskutiert.

Das Veranstaltungsformat spiegelt zugleich wider, wie das Thema an der IU vermittelt wird: Studierende des dualen Studiengangs Soziale Arbeit setzen sich ein ganzes Semester lang mit Diversität und sozialer Ungleichheit auseinander. Der Diversity Day gibt diesen Studieninhalten eine öffentliche Bühne – und bringt die Studierenden zugleich mit den Praktiker:innen zusammen, die sie später in ihrem beruflichen Alltag begleiten und anleiten.

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ÜBER DIE IU INTERNATIONALE HOCHSCHULE

Mit rund 130.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) Deutschlands größte Hochschule. Die private, staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Sitz in Erfurt nahm im Jahr 2000 ihren Lehrbetrieb auf und ist heute an 37 Standorten vertreten. Die IU steht für maximale Flexibilität im Studium: ob dual, im Fernstudium oder am Campus – Studierende aus über 160 Nationen gestalten ihren Bildungsweg individuell je nach persönlicher Lebenssituation. Mit mehr als 200 Studienprogrammen im Bachelor-, Master- und MBA-Bereich vermittelt die IU praxisnahe Kompetenzen. Innovative Lernkonzepte fördern gezielte Zukunftsfähigkeiten für eine zunehmend KI-geprägte Arbeitswelt. Eine moderne, digital gestützte Lernumgebung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichen effektives, personalisiertes Lernen. Als Vorreiterin in diesem Bereich hat die IU mit „Syntea“ einen eigenen digitalen Lernbegleiter entwickelt, der seit 2023 im Einsatz ist. Ein Netzwerk von über 15.000 Unternehmen – darunter Motel One, Vodafone, die AWO und die Deutsche Bahn – macht die IU zu einem starken Partner in der Ausbildung von Fachkräften und verbindet akademische Lehre konsequent mit der Praxis. Weitere Informationen unter: iu.de.

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