Kostenloser Diversity-Selbsttest der IU und der Charta der Vielfalt für Unternehmen ab heute verfügbar
DEI-Tool unterstützt bei Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion in Unternehmen
Selbsttest für Unternehmen von der IU Internationalen Hochschule und Charta der Vielfalt unterstützt bei Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion.
- Selbsttest für alle Unternehmensgrößen ab heute frei verfügbar und niedrigschwellig einsetzbar.
- IU-Professorin Sonja Würtemberger: „Für uns ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um eine klare Haltung zu Diversität, Gleichberechtigung, Teilhabe und Inklusion zu zeigen!“
- Gemeinsames Projekt IU Internationale Hochschule und der Charta der Vielfalt, unterstützt durch die D² - Denkfabrik Diversität.
Berlin/Erfurt, 19. Mai 2025. Mit dem „Diversity-Reifegradmodell“ stellen die IU Internationale Hochschule (IU), Deutschlands größte Hochschule, und die Charta der Vielfalt, Deutschlands größte Arbeitgebendeninitiative zur Förderung von Diversität in der Arbeitswelt, ein gemeinsames Instrument vor, das Unternehmen durch eine Selbsteinschätzung dabei unterstützt, ihre Diversity-Maßnahmen systematisch einzuordnen. Entwickelt wurde das Modell von den IU-Professorinnen Sonja Würtemberger und Katharina-Maria Rehfeld zusammen mit Heiko Holz (wissenschaftlicher Mitarbeiter) sowie Corina Christen und Şeyma Erdi von der Charta der Vielfalt.
Das mit dem heutigen Tag erhältliche Diversity-Reifegradmodell ist bundesweit das erste frei verfügbare Modell dieser Art. Zwei Eigenschaften zeichnen das Modell aus: Es ist trotz des beträchtlichen Entwicklungsaufwands kostenlos und trotz der großen Komplexität des Themas sehr niedrigschwellig einsetzbar. Das Modell soll Unternehmen in Deutschland helfen, im Selbsttest ihren aktuellen Stand in Bezug auf DEI (Diversity, Equity & Inclusion, zu Deutsch „Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Teilhabe“) zu bewerten und praktische Schritte hin zu mehr Diversität und Teilhabe zu definieren. Es eignet sich für alle Organisationsformen und -größen: Kleinst- und Kleinunternehmen, Mittelstand, Konzerne.
Diversity und Teilhabe: „Jetzt erst recht!“
„Für uns ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um eine klare Haltung zu Diversität, Gleichberechtigung und Teilhabe zu zeigen“, sagt IU-Professorin Sonja Würtemberger angesichts der Order des US-Präsidenten, DEI-Programme zu streichen – eine Entwicklung, die auch deutsche Unternehmen betrifft.
Katharina-Maria Rehfeld, ebenfalls Professorin an der IU und Mitentwicklerin des Reifegradmodells, betont: „Aber Haltung allein reicht uns nicht: Mit dem Radar geben wir Unternehmen in Deutschland das Werkzeug zum Handeln mit auf den Weg, damit sie ihre eigenen DEI-Bemühungen verstärken statt einstellen.“
„Das Diversity-Reifegradmodell bietet internationalen Unternehmen wie unserem wissenschaftlich fundierte und objektive Empfehlungen zur Förderung eines inklusiven Arbeitsumfelds“, sagt Stephan Schütz, DEI-Manager bei der Daimler Truck AG, der Teil des Projektteams zur Entwicklung des Modells war. „Besonders die Anbindung an den Employee Lifecycle bietet einen klaren Praxisbezug. Das Assessment zeigt, wo Unternehmen gut aufgestellt sind und wo Verbesserungspotenzial besteht.“
„Das Diversity-Reifegradmodell ist ein bisher einzigartiger Wegweiser für Unternehmen in Deutschland – praxisnah, vielschichtig und wissenschaftlich fundiert“, ergänzt Dr. Eva Voß, Vorstandsvorsitzende von Charta der Vielfalt e. V. „Es ermöglicht eine präzise Selbsteinschätzung und wird es vielen erleichtern, ihre DEI-Arbeit strategisch zu strukturieren und wirksam weiterzuentwickeln. Ich freue mich sehr darauf, das Modell künftig in meinem Berufsalltag anzuwenden."
Dass ein solches Engagement von Unternehmen auch bei Arbeitnehmenden ein entscheidender Faktor bei der Berufswahl ist, zeigt eine Studie der IU über die Bedeutung von Diversität und Inklusion am Arbeitsplatz: 75,1 Prozent der Fachkräfte von morgen erwarten von potenziellen Arbeitgebenden, dass sie Maßnahmen zu Vielfalt und Inklusion am Arbeitsplatz ergreifen. Für 38,2 Prozent ist Chancengleichheit unter den Top-3-Gründen für ein Unternehmen bei der Job-Wahl.
Diversity-Reifegradmodell: Projektstart im Sommer 24, Go live im Mai 25
Das Diversity-Reifegradmodell beruht auf insgesamt 24 qualitativen Interviews, die die beiden IU-Wissenschaftlerinnen nach dem Start des Projekts im Sommer vergangenen Jahres mit DEI-Expert:innen aus Unternehmen führten. Ergänzt wurde das Projekt durch eine umfassende Literaturrecherche zur wissenschaftlichen Fundierung der Interviews und durch eine mehrstufige Validierung der Ergebnisse durch Fachleute aus der Praxis. Das methodische Vorgehen wird im jüngst veröffentlichten Paper detailliert beschrieben. Den Reifegrad ihrer DEI-Bemühungen können Unternehmen in einer Art Assessment ab heute kostenlos und frei zugänglich selbst überprüfen.
Programmiert wurde das Modell von der D2 - Denkfabrik Diversität, einem Startup aus Würzburg, das neben Beratungsangeboten auch digitale Tools für das Diversity Management im öffentlichen und privaten Sektor entwickelt. Das Ergebnis in der Zusammenarbeit ist ein praxisnahes Reifegradmodell für Diversity Management in Unternehmen.
Wenn Vielfalt gewinnt, gewinnt Deutschland
Beim Deutschen Diversity-Tag am 27. Mai wird das Diversity-Reifegradmodell ein Programmpunkt der Live-Veranstaltung der Charta der Vielfalt in Berlin sein. Unter dem Motto Wenn Vielfalt gewinnt, gewinnt Deutschland schafft die Charta der Vielfalt zum 13. Mal einen Aktionstag für Unternehmen und Institutionen, um deutschlandweit ihr Engagement für Diversity und eine wertschätzende, vorurteilsfreie Arbeitswelt zu zeigen. Bei der diesjährigen Live-Veranstaltung in Berlin werden Projektleiterin Şeyma Erdi von der Charta der Vielfalt sowie IU-Professorin Würtemberger zusammen mit Heiko Holz vor Ort sein und Einblicke in den Entwicklungsprozess des Modells geben.
Für Interviews und Hintergrundgespräche erreichen Sie uns unter: presse@iu.org und presse@charta-der-vielfalt.de
Diversity-Reifegradmodell jetzt selbst testen
ÜBER DIE CHARTA DER VIELFALT
Der Charta der Vielfalt e.V. ist die größte Arbeitgebendeninitiative zur Förderung von Diversity in Unternehmen und Institutionen Deutschlands. Sie setzt sich für ein wertschätzendes und vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ein, in dem alle Mitarbeitenden – unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft – ihre Potenziale entfalten können. Mehr unter: https://www.charta-der-vielfalt.de/
Mit rund 130.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) Deutschlands größte Hochschule. Die private, staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Sitz in Erfurt nahm im Jahr 2000 ihren Lehrbetrieb auf und ist heute an 37 Standorten vertreten. Die IU steht für maximale Flexibilität im Studium: ob dual, im Fernstudium oder am Campus – Studierende aus über 160 Nationen gestalten ihren Bildungsweg individuell je nach persönlicher Lebenssituation. Mit mehr als 200 Studienprogrammen im Bachelor-, Master- und MBA-Bereich vermittelt die IU praxisnahe Kompetenzen. Innovative Lernkonzepte fördern gezielte Zukunftsfähigkeiten für eine zunehmend KI-geprägte Arbeitswelt. Eine moderne, digital gestützte Lernumgebung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichen effektives, personalisiertes Lernen. Als Vorreiterin in diesem Bereich hat die IU mit „Syntea“ einen eigenen digitalen Lernbegleiter entwickelt, der seit 2023 im Einsatz ist. Ein Netzwerk von über 15.000 Unternehmen – darunter Motel One, Vodafone, die AWO und die Deutsche Bahn – macht die IU zu einem starken Partner in der Ausbildung von Fachkräften und verbindet akademische Lehre konsequent mit der Praxis. Weitere Informationen unter: iu.de.
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