24
März
2026
|
16:37
Europe/Amsterdam

Bildung zu demokratisieren, heißt Verantwortung zu übernehmen

Statement von Dr. Sven Schütt, CEO der IU Internationalen Hochschule

Summary

Sven Schütt beschreibt in seinem Statement, wie die IU ihr Studienmodell neu ausrichtet. Der Fokus liegt dabei auf Qualität, Verlässlichkeit und individuelle Studienerfolge.

Dr. Sven Schütt

24. März 2026

"Uns als IU treibt ein sehr einfacher Gedanke: Bildung verändert Lebensläufe. Wir sind angetreten, um Bildung zu demokratisieren – mit flexiblen, praxisnahen und personalisierten Studienangeboten für Menschen, die im klassischen Hochschulsystem oft keine passende Option finden.

Dass sich heute rund 130.000 Studierende bewusst für die IU entscheiden, obwohl es in Deutschland häufig gebührenfreie staatliche Alternativen gibt, ist für uns deshalb vor allem ein Vertrauens- und Verantwortungssignal. Diese Menschen investieren eigenes Geld, Zeit und Hoffnung in ihre Zukunft. Genau das verpflichtet uns.

Aus diesem Grund schauen wir nicht zuerst auf Behauptungen, sondern auf Ergebnisse. In der aktuellen University Experience Study 2026, durchgeführt von Kantar Profiles, bewerten 91 Prozent Lehrveranstaltungen, Lehrende und Lernmaterialien an der IU positiv. IU-Alumni finden im Schnitt nach 2,63 Monaten einen Job und damit schneller als der Benchmark. Und im Employability Benchmark 2025 bewerten Arbeitgeber die Leistungen unserer Absolventinnen und Absolventen mit 3,52 von 5 – über dem Vergleichswert von 3,34. 64 Prozent halten IU-Absolvent:innen für attraktiv im Recruiting.

Aber eine Hochschule ist nicht schon dann gut, wenn der Durchschnitt gut aussieht. Sie ist dann gut, wenn jeder einzelne Studierende gute Lehre erlebt, verlässliche Prozesse vorfindet und echte Entwicklungsperspektiven bekommt. Genau deshalb haben wir vor rund 18 Monaten unsere Strategie neu ausgerichtet.

Ja, wir sind in einer Phase sehr hoher Nachfrage sehr schnell gewachsen. Aber nicht, weil Wachstum für uns Selbstzweck war oder weil wir Bildung als kurzfristiges Renditeprojekt verstehen. Sondern weil wir überzeugt waren, dass viele Studierende ein besseres, flexibleres und arbeitsmarktnäheres Angebot brauchen. Im Rückblick sehen wir klar: An einigen Stellen haben wir die operative Komplexität und in einzelnen Konstellationen auch regulatorische Anforderungen unterschätzt. Das war ein Fehler. Und aus diesem Fehler haben wir gelernt und Konsequenzen gezogen.

Unsere strategische Antwort heißt deshalb nicht Rückzug, sondern Reife: weniger Komplexität, mehr Verlässlichkeit; weniger Breite, mehr Fokus auf Qualität im Einzelfall. Seit der Neuausrichtung haben wir mehr als 30 Mio. EUR in Lehrqualität, Service, Daten, Systeme und Qualitätssteuerung investiert, zusätzliche Lehr- und Servicekapazitäten aufgebaut, klare End-to-End-Verantwortlichkeiten eingeführt, Qualitäts- und Risiko-Gates vor neuen Studienangeboten verschärft, Incident- und Eskalationsmanagement professionalisiert und unser Portfolio gezielt vereinfacht. Dazu gehört auch, dass wir bewusst profitable Elemente zurückgenommen haben, wenn sie zu viel operative Komplexität erzeugt haben.

Die Wirkung wird greifbar: Die pünktliche Notenvergabe im OnCampus-Bereich lag Ende 2025 bei 98 Prozent, größere operative Incidents sind deutlich zurückgegangen, und wir sehen Verbesserungen bei Service, Onboarding und Studierendenzufriedenheit. Gleichzeitig arbeiten wir weiter an schnelleren Antworten, besserer Aktualität unserer Inhalte und noch höherer Prozessstabilität.

Wichtig ist uns: Unternehmerische Eigentümerschaft und akademische Integrität sind kein Widerspruch. Eine moderne Hochschule braucht akademische Unabhängigkeit in Lehre, Prüfung und Forschung – und zugleich professionelles Management, das Qualität, Innovation und Verlässlichkeit systematisch sichert. Entscheidend ist nicht die Eigentümerform, sondern die Governance.

Unsere neue Leitlinie ist klar: Wachstum folgt Qualität, nicht umgekehrt. Wir wachsen dort, wo wir Lehre, Betreuung, Prozesse und Arbeitsmarktrelevanz verlässlich beherrschen. Und wir reduzieren Komplexität dort, wo wir das noch nicht in der Qualität garantieren können, die unserem Anspruch entspricht.

Deshalb ist unser Anspruch heute höher als früher: nicht nur im Durchschnitt stark zu sein, sondern jedem einzelnen Studierenden das zu bieten, wofür die IU steht – Zugang zu Bildung, persönliche Entwicklung und bessere Chancen im Leben."

ÜBER DIE IU INTERNATIONALE HOCHSCHULE

Mit rund 130.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) Deutschlands größte Hochschule. Die private, staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Sitz in Erfurt nahm im Jahr 2000 ihren Lehrbetrieb auf und ist heute an 37 Standorten vertreten. Die IU steht für maximale Flexibilität im Studium: ob dual, im Fernstudium oder am Campus – Studierende aus über 160 Nationen gestalten ihren Bildungsweg individuell je nach persönlicher Lebenssituation. Mit mehr als 200 Studienprogrammen im Bachelor-, Master- und MBA-Bereich vermittelt die IU praxisnahe Kompetenzen. Innovative Lernkonzepte fördern gezielte Zukunftsfähigkeiten für eine zunehmend KI-geprägte Arbeitswelt. Eine moderne, digital gestützte Lernumgebung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichen effektives, personalisiertes Lernen. Als Vorreiterin in diesem Bereich hat die IU mit „Syntea“ einen eigenen digitalen Lernbegleiter entwickelt, der seit 2023 im Einsatz ist. Ein Netzwerk von über 15.000 Unternehmen – darunter Motel One, Vodafone, die AWO und die Deutsche Bahn – macht die IU zu einem starken Partner in der Ausbildung von Fachkräften und verbindet akademische Lehre konsequent mit der Praxis. Weitere Informationen unter: iu.de

 

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