16
Januar
2026
|
07:56
Europe/Amsterdam

Projekt ZuKo4Saxony fördert Zukunftskompetenzen von sächsischen Unternehmen und Dualstudierenden

Die IU Internationale Hochschule ist Forschungspartner im Verbundprojekt zur Entwicklung einer digitalen Lernumgebung

Zusammenfassung

Die IU Internationale Hochschule ist Forschungspartner im Verbundprojekt zur Entwicklung einer digitalen Lernumgebung.

  • Das vom Europäischen Sozialfonds und dem Freistaat Sachsen geförderte Projekt will sächsische Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) fit für die Zukunft machen und das duale Ausbildungsmodell stärken.
  • Eine neue digitale Lernplattform verbessert Personal- und Organisationsentwicklung zur Förderung und Bindung von Dualstudierenden.
  • Laut KMU-Befragung sind vor allem Kompetenzen wie Problemlösefähigkeit, kooperative Arbeitsweise und Kommunikationsskills entscheidende Hebel, um zukunftsfähig zu bleiben.


Dresden, 16. Januar 2026. Im Rahmen des Forschungsprojekts ZuKo4Saxony entwickelt die IU Internationale Hochschule gemeinsam mit den Projektpartnern Lerninhalte für eine digitale Plattform, die insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Sachsen befähigt, Dualstudierenden gezielt jene Zukunftskompetenzen zu vermitteln, die in einer zunehmend digitalen, dynamischen Arbeitswelt unverzichtbar werden.

Duale Studienmodelle, wie sie beispielsweise die IU in Dresden und Leipzig anbietet, schaffen Praxiserfahrung vom ersten Tag an – doch gerade Klein- und Kleinstunternehmen stehen häufig vor der Herausforderung, dass ihnen die notwendigen Kapazitäten und Strukturen fehlen, um die Studierenden während ihrer Praxisphasen zukunftsorientiert zu begleiten.

Während große Unternehmen hierfür eigene Abteilungen unterhalten und interne Programme etablieren, fehlen kleineren Betrieben oftmals Zeit, systemische Weiterbildungsinstrumente sowie das Bewusstsein für nachhaltigen und strategischen Ressourceneinsatz. Genau hier setzt ZuKo4Saxony an. Das vom Europäischen Sozialfonds und dem Freistaat Sachsen geförderte Projekt wird gemeinsam unter der Federführung der Technischen Universität Dresden (TUD) zusammen mit der IU Internationalen Hochschule, der Hochschule Mittweida (MIKOMI) sowie der TU Dresden Institute of Further and Continuous Education GmbH (TUDFaCE) umgesetzt. Die IU übernimmt innerhalb des Projekts unter der Leitung von Prof. Dr. Helge Fischer, Ulrike Schroer sowie Sophie Hollmann die Erarbeitung der Fachinhalte und Konzepte für Zukunftskompetenzen sowie den direkten Einbezug der Praxispartner.

„Ziel des Projekts ist es, eine innovative und modulare digitale Lernplattform zu entwickeln, die den Praxisbetrieben einen schnellen, flexiblen und praxisnahen Zugang zu relevanten Zukunftskompetenzen bietet“, so Prof. Dr. Helge Fischer. „Reines Fachwissen und klassische Qualifikationen reichen perspektivisch allein nicht mehr aus. Wir möchten KMU in die Lage versetzen, Qualität, Betreuung und Weiterentwicklung ihrer Studierenden nachhaltig zu steigern. Das stärkt sowohl ihre Wettbewerbsfähigkeit als auch ihre Attraktivität als Arbeitgebende.“

Future Skills – Anforderungen einer neuen Arbeitswelt

Digitalisierung, Globalisierung und demografischer Wandel erfordern zukünftig neue Kompetenzen, um in komplexen Arbeitsstrukturen handlungsfähig zu bleiben. Während der Begriff „Future Skills“ in Hochschulkreisen etabliert ist, fehlt vielen KMU bislang ein konkreter Praxisbezug. ZuKo4Saxony überträgt das Konzept erstmals systematisch in den sächsischen Mittelstand.

Im Rahmen der ersten Phase des Projekts wurde eine umfassende empirische Erhebung unter 113 sächsischen KMU durchgeführt, die wesentliche Erkenntnisse über ihre Herausforderungen und Bedürfnisse liefert.

Die höchste Relevanz sehen kleine und mittlere Unternehmen in Sachsen in den Kompetenzen wie Selbststeuerung/Reflexion, Ambiguitäts- und Problemlösefähigkeit in Kombination mit starken Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten.

In einer tieferen Betrachtung bewerten die sächsischen KMU folgende Fähigkeiten als äußerst relevant, um zukunftsfähig zu bleiben:

  • Dimension 1: Subjekt-entwicklungsbezogene Kompetenzen 
    Hier sind Selbstreflexion (96 Prozent), Eigenmotivation (96 Prozent) Anpassungsfähigkeit (96 Prozent), selbstgesteuertes Lernen (95 Prozent) und Verantwortungsbereitschaft (93 Prozent) die tragenden Säulen für Zukunftsfähigkeit.
  • Dimension 2: Individuell-objektbezogene Kompetenzen 
    Hier stechen Problemlösen (96 Prozent), Informationskompetenz (93 Prozent), Flexibilität (91 Prozent), Kreativität & innovatives Denken (86 Prozent) heraus.
  • Dimension 3: Organisationsbezogene Kompetenzen 
    Hier sind Teamfähigkeit (96 Prozent), Dialog-/Konsens- & Kritikfähigkeit (je 93 Prozent), Sprachkompetenz (92 Prozent) und soziale Intelligenz (91 Prozent) zentrale Hebel für KMU in Sachsen.

Deutlich wird auch: KMU benötigen praxisnahe, digitale und arbeitsintegrierte Weiterbildungsformate. In der Bewertung der Unternehmen stehen projektorientiertes Arbeiten und digitale Lernangebote mit über 80 Prozent besonders hoch im Kurs. Interaktive und fachlich fokussierte Online-Formate, Videos und Vorträge sind die bevorzugten Lernformen. Für die Hälfte der Befragten ist auch die Zusammenarbeit mit Hochschulen relevant. Weitere Ergebnisse finden Sie hier im Whitepaper zur Studie (erhoben von TUDFaCE).

Die Ergebnisse der ersten Projektphase fließen direkt in die Entwicklung der digitalen Lerninhalte ein.

Praxisnutzen für KMU

ZuKo4Saxony richtet sich gezielt an sächsische klein- und mittelständische Unternehmen, die ohne großen finanziellen oder organisatorischen Aufwand moderne Kompetenzentwicklung ermöglichen möchten. Die digitale Lernplattform soll sie zukünftig dabei unterstützen, Dualstudierende bedarfsgerecht zu fördern, Transformation aktiv zu gestalten und Fachkräfte langfristig zu binden.

Das Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag, um Sachsens Mittelstand für zukünftige Herausforderungen zu stärken und die Attraktivität dualer Studienmodelle weiter auszubauen.

KMU für Pilotphase gesucht

Sächsische Unternehmen sind eingeladen, die Lernplattform vorab zu testen und ihre Weiterentwicklung bis zum offiziellen Start aktiv mitzugestalten. Alle Mitarbeitenden – unabhängig von Ebene oder Funktion – erhalten vollen Zugang zu den Schulungsinhalten. Über eine kurze Evaluation zu Beginn und am Ende des Zeitraums sammelt das Projektteam Feedback zur Plattform. Im Februar startet der erste Testlauf. Der offizielle Start der Lernumgebung ist für 2027 anvisiert.  

Interessierte finden weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung unter: https://www.zuko4saxony.de/


Die Projektverantwortlichen stehen Ihnen gern für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung. Anfragen richten Sie bitte an zuko4saxony@iu.org.

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ÜBER DIE IU INTERNATIONALE HOCHSCHULE

Mit rund 130.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) Deutschlands größte Hochschule. Die private, staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Sitz in Erfurt nahm im Jahr 2000 ihren Lehrbetrieb auf und ist heute an 37 Standorten vertreten. Die IU steht für maximale Flexibilität im Studium: ob dual, im Fernstudium oder am Campus – Studierende aus über 160 Nationen gestalten ihren Bildungsweg individuell je nach persönlicher Lebenssituation. Mit mehr als 200 Studienprogrammen im Bachelor-, Master- und MBA-Bereich vermittelt die IU praxisnahe Kompetenzen. Innovative Lernkonzepte fördern gezielte Zukunftsfähigkeiten für eine zunehmend KI-geprägte Arbeitswelt. Eine moderne, digital gestützte Lernumgebung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichen effektives, personalisiertes Lernen. Als Vorreiterin in diesem Bereich hat die IU mit „Syntea“ einen eigenen digitalen Lernbegleiter entwickelt, der seit 2023 im Einsatz ist. Ein Netzwerk von über 15.000 Unternehmen – darunter Motel One, Vodafone, die AWO und die Deutsche Bahn – macht die IU zu einem starken Partner in der Ausbildung von Fachkräften und verbindet akademische Lehre konsequent mit der Praxis. Weitere Informationen unter: iu.de

 

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