Umfassende Studie zeigt: Mehr als die Hälfte erzielt bessere Lern- und Prüfungsergebnisse durch KI
Repräsentative Studie „IU Lernreport 2024“ untersucht das Lernverhalten der Menschen in Deutschland
Laut einer repräsentativen Umfrage der IU haben sich bei 57,9 Prozent der Befragten die Lern- und Prüfungsergebnisse durch KI verbessert.
- Über ein Drittel der Befragten hat schon einmal bewusst KI im Lernkontext genutzt.
- Knapp ein Viertel der Befragten mit KI-Erfahrung beim Lernen setzt KI-Technologien zur Prüfungsvorbereitung ein.
- Über die Hälfte der Menschen in Deutschland finden den Einsatz von KI-Tools in der Bildung sehr oder eher positiv.
- Flexibilität und individuelles Lernen werden als häufigste Vorteile von KI beim Lernen genannt.
Erfurt, 21. Januar 2025. Am 24. Januar ist Internationaler Tag der Bildung. Generative Künstliche Intelligenz ist seit der Veröffentlichung von ChatGPT vor mehr als zwei Jahren zu einem zentralen Thema im Bildungsbereich geworden. Laut dem „IU Lernreport 2024“, den die IU Internationale Hochschule Anfang Dezember veröffentlichte, haben 35,8 Prozent der Befragten schon einmal bewusst Erfahrung mit KI-Technologie im Lernkontext gesammelt. Fast ein Vierteil dieser Befragten (23,4 Prozent) nutzt KI zur Prüfungsvorbereitung.
Besonders interessant ist, dass 57,9 Prozent derjenigen mit KI-Erfahrung beim Lernen angeben, dass sich ihre Lern- oder Prüfungsergebnisse durch den Einsatz von KI-Technologien wie ChatGPT deutlich oder etwas verbessert haben.
Laut der repräsentativen IU Studie bewerten über die Hälfte der Menschen in Deutschland mit KI-Erfahrung beim Lernen (54,5 Prozent) den Einsatz von KI-Tools in der Bildung – ob in Schulen, im Studium oder in Weiterbildungen – als sehr positiv oder eher positiv. Zudem sehen fast die Hälfte der Befragten mit KI-Erfahrung beim Lernen (48,0 Prozent) Lern-Apps und KI-Programme als hilfreiche Unterstützung, wobei 13,6 Prozent diese sogar als sehr hilfreich einstufen.
Meistgenannte Vorteile beim KI-Lernen: Flexibilität und individuelleres Lernen
Flexibilität und Personalisierung zählen zu den größten Vorteilen, die die Menschen in Deutschland in der Nutzung von KI-Technologien wie ChatGPT oder DeepL beim Lernen sehen. Am häufigsten wurden „ortsunabhängiges Lernen“ (41,8 Prozent), „zeitunabhängiges Lernen“ (39,7 Prozent) und „Lernen in eigener Geschwindigkeit“ (36,1 Prozent) genannt.
Weitere Vorteile sind die Unvoreingenommenheit beim Stellen vermeintlich „dummer Fragen“ (34,8 Prozent) und „personalisiertes Lernen, z.B. durch Fragen stellen oder Austausch über das Thema“ (33,8 Prozent). Nur 8,0 Prozent der Befragten sehen keine Vorteile beim Einsatz von Lern-Apps und KI.
„KI-Technologien und Lern-Apps sind aus dem Lernalltag nicht mehr wegzudenken. Viele Lern-Apps integrieren inzwischen KI-basierte Ansätze, die es den Lernenden ermöglichen, den Lernprozess in hohem Maße zu flexibilisieren und zu individualisieren. Es ist daher wichtig, diese Technologien kontinuierlich weiterzuentwickeln, damit sie dazu beitragen können, personalisiertes Lernen zu fördern und Lernressourcen zugänglicher und effektiver zu gestalten“, sagt Prof. Dr. Kristina Schaaff, Professorin für Digitale Transformation mit Schwerpunkt KI an der IU Internationalen Hochschule.
Interne Analyse der IU bestätigt schnelleren Lernerfolg durch KI
Die Ergebnisse des Lernreports zeigen auch, dass 21,6 Prozent der Befragten „schnelleres Lernen“ als einen der zentralen Vorteile von KI-Technologien im Lernkontext betrachten. Dies deckt sich mit internen Analysen der IU Internationalen Hochschule, die ebenfalls auf eine gesteigerte Lerneffizienz hinweisen: An der IU haben Studierende Zugang zum KI-gestützten Lernassistenten Syntea, der sie etwa durch personalisierte Vorabwissenstests gezielt bei der Prüfungsvorbereitung unterstützt. Eine erste Untersuchung ergab, dass IU-Studierende, die diese Tests nutzen, ihre Kurse um bis zu 27 Prozent schneller abschließen können.
Über die Studie
Der „IU Lernreport 2024: So lernt Deutschland“ der IU Internationalen Hochschule untersucht Fragestellungen rund um Bildung und Lernen. Für die Studie befragte die IU 2.512 Menschen in Deutschland zwischen 16 und 65 Jahren, repräsentativ nach Alter und Geschlecht. Die Befragung wurde im Zeitraum 27.03.2024 – 09.04.2024 durchgeführt.
Die vollständige Studie finden Sie unter: https://www.iu.de/forschung/studien/lernreport-2024/
Über die Expertin
Prof. Dr. Kristina Schaaff ist Professorin für Digitale Transformation mit Schwerpunkt KI an der IU Internationalen Hochschule. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Digitale Transformation, Künstliche Intelligenz und Affective Computing.
Mit rund 130.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) Deutschlands größte Hochschule. Die private, staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Sitz in Erfurt nahm im Jahr 2000 ihren Lehrbetrieb auf und ist heute an 37 Standorten vertreten. Die IU steht für maximale Flexibilität im Studium: ob dual, im Fernstudium oder am Campus – Studierende aus über 160 Nationen gestalten ihren Bildungsweg individuell je nach persönlicher Lebenssituation. Mit mehr als 200 Studienprogrammen im Bachelor-, Master- und MBA-Bereich vermittelt die IU praxisnahe Kompetenzen. Innovative Lernkonzepte fördern gezielte Zukunftsfähigkeiten für eine zunehmend KI-geprägte Arbeitswelt. Eine moderne, digital gestützte Lernumgebung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichen effektives, personalisiertes Lernen. Als Vorreiterin in diesem Bereich hat die IU mit „Syntea“ einen eigenen digitalen Lernbegleiter entwickelt, der seit 2023 im Einsatz ist. Ein Netzwerk von über 15.000 Unternehmen – darunter Motel One, Vodafone, die AWO und die Deutsche Bahn – macht die IU zu einem starken Partner in der Ausbildung von Fachkräften und verbindet akademische Lehre konsequent mit der Praxis. Weitere Informationen unter: iu.de.
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