25
Juni
2026
|
13:59
Europe/Amsterdam

Zwischen Atelier und Algorithmus: Wie Digitalität die Kulturelle Bildung verändert

IU-Forschung zeigt: Pädagogische Fachkräfte begegnen digitalen Medien mit Zurückhaltung - Chancen bleiben teilweise ungenutzt

Zusammenfassung

IU-Forschung zeigt: Viele Fachkräfte der Kulturellen Bildung begegnen digitalen Medien zurückhaltend. Warum neue Konzepte und Weiterbildungen nötig sind.

  • Fachkräfte stehen vor neuen Anforderungen: Die zunehmende Nutzung digitaler Medien erfordern ein Umdenken in Bildung und Kulturvermittlung.
  • IU-Forschende fordern: Digitale Medien nicht der Ökonomie überlassen, sondern neue pädagogische und kulturelle Ansätze entwickeln.

Erfurt/Köln, 25. Juni 2026. Wie verändert die zunehmende Verschmelzung digitaler und analoger Lebenswelten die Kulturelle Bildung? Funktionieren die bisherigen Konzepte und Leitmotive noch oder müssen diese neu gedacht werden? Welcher Fortbildungsbedarf für Fachkräfte ergibt sich daraus? Diese und andere Fragen standen im Mittelpunkt des Fachtags „Fachkräfte zwischen Atelier und Algorithmus", zu dem das IU Research Center Kulturelle Bildung und Digitalität am 24. Juni an den IU-Campus Köln eingeladen hatte.

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Kulturpädagogische Leitbegriffe in der postdigitalen Transformation?" diskutierten Teilnehmer:innen aus Wissenschaft, Praxis und Politik über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung im digitalen Wandel. In Vorträgen, Workshops und Diskussionsformaten wurden veränderte Anforderungen an Fachkräfte sowie zeitgemäße und zukunftsorientierte Fortbildungsansätze erörtert.

Im Zentrum standen erste Erkenntnisse aus der laufenden IU-Forschung mit Fachkräften der Kulturellen Bildung. Die Ergebnisse zeigen:

  • Das Feld kultureller Bildung versteht sich in Gegenwart und Zukunft als weitgehend analog.
  • Es fehlt bislang eine geteilte fachliche Position, welche Rolle digitale Medien im diversen Feld der kulturellen Bildung spielen sollen.

„Die digitale Transformation verändert nicht nur Technologien, sondern auch pädagogische Anforderungen. Fachkräfte brauchen Unterstützung, Weiterbildung und Raum, um neue digitale Formen kultureller Bildung praktisch auszuprobieren und sich dem anzunähern", erklären die Projektleiter:innen Prof. Dr. Jule Korte und Prof. Dr. Tom Braun vom IU Research Center Kulturelle Bildung.

Über das Projekt

Das Forschungsprojekt „Kulturpädagogische Leitbegriffe in der postdigitalen Transformation?" läuft von 2024 bis 2026 und wird vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Kooperationspartnerinnen sind die Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste/Jugendkunstschulen NRW (LKD) sowie der Bundesverband der Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen (bjke).

Das Projekt untersucht, wie Fachkräfte der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung auf digitale Medienphänomene blicken und welche Leitbilder ihre Arbeit prägen. Ziel ist es, praxisnahe Impulse für die Qualifizierung von Fachkräften sowie für die Gestaltung kultur- und medienpädagogischer Angebote im digitalen Wandel zu entwickeln.

Über den Studiengang Kultur- und Medienpädagogik

Der Bachelorstudiengang Kultur- und Medienpädagogik, den die IU Internationale Hochschule (IU) im Fernstudium anbietet, vermittelt Kompetenzen im Rahmen von Kultureller Bildung, Medienwissen und pädagogischer Praxiserfahrung. Er befähigt die Studierenden als zukünftige Pädagog:innen, mediale und kulturelle Inhalte gesellschaftlich einzuordnen, kulturelle Ausdrucksformen zu verstehen und verschiedene Perspektiven einzunehmen.

 

Weitere Informationen zum IU Research Center Kulturelle Bildung und Digitalität: https://www.iu.de/forschung/projekte/research-center-kulturelle-bildung/

IU-Pressemitteilung vom 4.6.2025 zum Research Center sowie zum Studiengang Kultur- und Medienpädagogik: https://www.iu.de/news/zwischen-tiktok-und-theater/

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ÜBER DIE IU INTERNATIONALE HOCHSCHULE

Mit rund 130.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) Deutschlands größte Hochschule. Die private, staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Sitz in Erfurt nahm im Jahr 2000 ihren Lehrbetrieb auf und ist heute an 37 Standorten vertreten. Die IU steht für maximale Flexibilität im Studium: ob dual, im Fernstudium oder am Campus – Studierende aus über 160 Nationen gestalten ihren Bildungsweg individuell je nach persönlicher Lebenssituation. Mit mehr als 200 Studienprogrammen im Bachelor-, Master- und MBA-Bereich vermittelt die IU praxisnahe Kompetenzen. Innovative Lernkonzepte fördern gezielte Zukunftsfähigkeiten für eine zunehmend KI-geprägte Arbeitswelt. Eine moderne, digital gestützte Lernumgebung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichen effektives, personalisiertes Lernen. Als Vorreiterin in diesem Bereich hat die IU mit „Syntea“ einen eigenen digitalen Lernbegleiter entwickelt, der seit 2023 im Einsatz ist. Ein Netzwerk von über 15.000 Unternehmen – darunter Motel One, Vodafone, die AWO und die Deutsche Bahn – macht die IU zu einem starken Partner in der Ausbildung von Fachkräften und verbindet akademische Lehre konsequent mit der Praxis. Weitere Informationen unter: iu.de

 

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