Architektur braucht Vielfalt – IU München beteiligt sich am bundesweiten WIA Festival 2025
Eventreihe „LET’S TALK TRANSFORMATION“ setzt Zeichen für Chancengleichheit im Bauwesen
Die IU Internationale Hochschule am Standort München engagierte sich mit einem eigenen Beitrag am deutschlandweiten Festival WOMEN IN ARCHITECTURE (WIA) 2025, das bundesweit Diversität und Gleichstellung in der Baukultur sichtbar macht.
München, 1. Juli 2025. Mit einer klaren Haltung für mehr Chancengleichheit in Architektur und Bauwesen hat sich die IU Internationale Hochschule (IU) am Standort München aktiv am bundesweiten Festival WOMEN IN ARCHITECTURE (WIA) 2025 beteiligt. Unter dem programmatischen Titel „LET’S TALK TRANSFORMATION“ fanden am 26. und 27. Juni drei öffentlich zugängliche Veranstaltungen im Herzen Münchens statt – konzipiert von IU-Professorinnen und Dualstudierenden des Studiengangs Architektur in Zusammenarbeit mit dem Ruffinihaus Creative Hub München und dem Architekturbüro bmquadrat | Architektur + Design.
Diversität ist ein Motor für Innovation, Qualität und Effizienz
Ziel der IU war es, den Diskurs über Gleichstellung im Bauwesen nicht nur zu führen, sondern im öffentlichen Raum sichtbar zu machen – durch Vorträge, Dialogformate und einen temporären Dialog-Kiosk auf dem Rindermarkt. Bereits der erste Tag zeigte das große Interesse an der Thematik: Zahlreiche Gäste aus Praxis, Lehre und Öffentlichkeit diskutierten engagiert über strukturelle Hürden, persönliche Erfahrungen und zukunftsfähige Strategien für ein chancengerechteres Planungsumfeld.
Der zweite Veranstaltungstag widmete sich vertiefend der Frage: „Was braucht es eigentlich für Chancengleichheit im Bauwesen?“. In interdisziplinären Teams wurden Workshop-Formate durchgeführt, in denen Themen wie Gender Pay Gap, Führungspositionen, beruflicher Zugang und Förderstrukturen bearbeitet wurden. Zentrale Leitfragen lauteten: Wie profitieren Bauprojekte von diversen Teams? Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse liegen dazu vor? Wie lässt sich Gleichstellung konkret fördern – an Hochschulen wie in der Berufspraxis?
Was ist die gemeinsame Vision von einem chancengerechten Bauwesen?
Der Hintergrund ist deutlich: Über 60 Prozent der Architekturstudierenden sind weiblich. Dennoch liegt der Anteil praktizierender Architektinnen laut Statista 2024 nur bei 34,1 Prozent. In der akademischen Lehre waren 2023 lediglich 27 Prozent der Professuren mit Frauen besetzt, Führungspositionen in Architektur- und Bauunternehmen sind zu zwei Dritteln männlich dominiert – und das Lohngefälle zwischen Architekten und Architektinnen besteht weiterhin. Und es fehlt das Bewusstsein, dass Baukultur für alle funktionieren muss, egal welches Geschlecht, welche Generation und welche Berufsgruppe.
Diversität ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für Projekte und Unternehmen
„Die Zahlen sprechen für sich. Aber noch entscheidender sind für uns die Potenziale: Divers zusammengesetzte Planungsteams bringen nachweislich bessere Ergebnisse – sie arbeiten effizienter, innovativer und sozial sensibler. Multiperspektivisch angelegte Forschung wird öfter publiziert und ist dadurch relevanter. Bauprozesse, die gemischtgeschlechtlich und vor allem generationsübergreifend entwickelt werden, gestalten eine Baukultur für ALLE“, so die Projektleiterin Prof. Dr. Bettina-Maria Müller, Professorin für Architektur an der IU Internationalen Hochschule in München. „Deshalb sehen wir es als unseren Bildungsauftrag, diese Diskussion weiterhin zu fördern und Studierende aktiv in die notwendigen Transformationsprozesse einzubinden.“
Mit ihrer Beteiligung am WIA Festival 2025 setzte die IU München ein starkes Zeichen – für mehr Sichtbarkeit, für kritische Reflexion und für einen strukturellen Wandel in Architektur und Stadtplanung – sowohl in der Praxis als auch in der Lehre.
Die Auswertung der Workshop-Ergebnisse befindet sich derzeit in Bearbeitung. Das daraus entstehende Ergebnis-Manifest wird im Anschluss veröffentlicht und interessierten Personen auf Anfrage gerne zur Verfügung gestellt.
Wir danken unseren teilnehmenden Studierenden, unseren Gästen und weiteren Unterstützenden:
- Annette Hilpert, Referatsleiterin Stadt- und Regionalentwicklung, IHK für München und Oberbayern
- Prof. Dr. Kathrin Grewolls, Geschäftsführerin BSKT GmbH
- Anne Tischer, Gründerin und Vorsitzende von FRAUEN !N FÜHRUNG (F!F) Initiative der deutschen Immobilienwirtschaft für mehr Frauen in Führungspositionen e.V.
- Helena Heilig, Helena Heilig Photography
Veranstalter
IU Internationale Hochschule
dualer Studiengang Architektur am Standort München
https://www.iu-dualesstudium.de/standorte/muenchen/
Projektteam
- Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Bettina-Maria Müller
- IU-Studiengang Bauingenieurwesen, Prof. Dr.-Ing. Susanne Hüttner
- IU-Studierende des 8. Semesters im B.A. Architektur
- bmquadrat | Architektur + Design
- Ruffinihaus Creative Hub, Kreativ München
Weitere Informationen zum Projekt: bettina-maria.mueller@iu.org
LET’S TALK TRANSFORMATION – Das Programm
Donnerstag, 26. Juni 2025 | LET’S TALK BEGEGNUNG I
Auf dem Rindermarkt, 80331 München
08 – 10 Uhr | Aufbau des „Equality in Architecture“-Dialog-Kiosks am Rindermarkt – als öffentlich zugängliche Design-Build-Aktion von IU-Studierenden
10 – 14 Uhr | Offener Dialog mit geladenen Gästen und Passant:innen zu Chancengleichheit und Vielfalt im Bauwesen
Freitag, 27. Juni 2025 | LET’S TALK BEGEGNUNG II
Ruffinihaus Creative Hub, 1.OG, Sendlinger Str. 1, 80331 München
14 – 18 Uhr | Interdisziplinäres Mentoring- und Netzwerkforum – mit persönlichen Gesprächen, Mini-Coachings und Diskussionen mit führenden Frauen aus Architektur, Stadtentwicklung und Immobilienwirtschaft
Freitag, 27. Juni 2025 | LET’S TALK MOVIE
Ruffinihaus Creative Hub, 1.OG, Sendlinger Str. 1, 80331 München
ab 18 Uhr | Filmvorführung mit gesammelten Statements und Eindrücken – anschließend moderierte Diskussion zum Thema: „Effizienzsteigerung durch Diversität – Warum vielfältige Teams besser bauen“ unter Einbeziehung wissenschaftlicher Studien zum Mehrwert gemischter Teams
ÜBER WOMEN IN ARCHITECTURE: WIA FESTIVAL 2025
Vom 19. bis zum 29. Juni 2025 beleuchten zahlreiche Veranstaltungen in ganz Deutschland die Leistungen von Planerinnen sowie das Thema Diversität in der Baukultur. WIA 2025 stärkt bundesweit die Sichtbarkeit von Frauen in der Baukultur und platziert sie als Impulsgeberinnen im öffentlichen Diskurs, um sich untereinander sowie mit Politik, Medien und Gesellschaft zu Vernetzen und Synergien zu nutzen. Neben den regionalen Architektenkammern engagieren sich unter anderem Verbände, Stiftungen, Architekturbüros, Hochschulen, Städte und Initiativen im Rahmen des WIA-Festivals. Insgesamt 265 Projekte von über 200 Akteur:innen bieten vielseitige Perspektiven und setzen ein starkes Zeichen für Gleichstellung und Vielfalt in der Baukultur, die alle betrifft; nicht nur Planende. Die IU ist Teil dieses bundesweiten Netzwerkes. Mehr Informationen unter: https://wia-festival.de/
Weiterführende Informationen und Quellen
https://yesweplan.eu/
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37278/umfrage/geschlechterverteilung-bei-architekten/ https://de.statista.com/statistik/daten/studie/160365/umfrage/professoren-und-professorinnen-an-deutschen-hochschulen/
https://link.springer.com/article/10.1007/s12144-022-03534-9
https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/10591478241260723
https://www.forschung-und-lehre.de/forschung/gemischte-teams-forschen-besser-4971
https://link.springer.com/article/10.1007/s12144-022-03534-9
Mit rund 130.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) Deutschlands größte Hochschule. Die private, staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Sitz in Erfurt nahm im Jahr 2000 ihren Lehrbetrieb auf und ist heute an 37 Standorten vertreten. Die IU steht für maximale Flexibilität im Studium: ob dual, im Fernstudium oder am Campus – Studierende aus über 160 Nationen gestalten ihren Bildungsweg individuell je nach persönlicher Lebenssituation. Mit mehr als 200 Studienprogrammen im Bachelor-, Master- und MBA-Bereich vermittelt die IU praxisnahe Kompetenzen. Innovative Lernkonzepte fördern gezielte Zukunftsfähigkeiten für eine zunehmend KI-geprägte Arbeitswelt. Eine moderne, digital gestützte Lernumgebung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichen effektives, personalisiertes Lernen. Als Vorreiterin in diesem Bereich hat die IU mit „Syntea“ einen eigenen digitalen Lernbegleiter entwickelt, der seit 2023 im Einsatz ist. Ein Netzwerk von über 15.000 Unternehmen – darunter Motel One, Vodafone, die AWO und die Deutsche Bahn – macht die IU zu einem starken Partner in der Ausbildung von Fachkräften und verbindet akademische Lehre konsequent mit der Praxis. Weitere Informationen unter: iu.de.
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