10
Februar
2026
|
09:55
Europe/Amsterdam

Grok-Debatte: IU-Studie zeigt Deepfake-Risiken auf

Repräsentative Untersuchung liefert Daten zu Deepfakes – 15 Prozent sind bereits darauf hereingefallen

Zusammenfassung

Eine repräsentative Studie der IU Internationalen Hochschule liefert Daten zu Deepfakes – 15 Prozent sind bereits darauf hereingefallen.

  • Debatte um Grok und sexualisierte Deepfakes zeigt, wie schnell Manipulationen Reichweite bekommen
  • Repräsentative IU-Studie liefert Daten zu Vertrauen, Nutzung und Risiken von Desinformation
  • Begleitendes Video mit Prof. Dr. Nele Hansen ordnet Ergebnisse ein und gibt Checkliste, wie Nutzer:innen Deepfakes und Fake News erkennen

Erfurt, 10. Februar 2026. Ob in Social Feeds, Messengern oder KI-gestützten Chatdiensten: Manipulierte Inhalte lassen sich heute in Minuten erzeugen und in Sekunden verbreiten. 96,3 Prozent der Menschen in Deutschland kennen Fake News1 – also bewusst falsche oder irreführende Informationen. Doch nur 34,3 Prozent wissen, was Deepfakes2 sind: mit Künstlicher Intelligenz erzeugte, täuschend echte Bild-, Audio- oder Videoinhalte. Das zeigt die repräsentative Studie „Fakt oder Fake? Medienkompetenz in Deutschland" der IU Internationalen Hochschule, die im September 2025 veröffentlicht wurde.

Diese Wissenslücke ist brisant, wie zum Beispiel die aktuelle Debatte um den KI-Chatbot Grok zeigt: Gegen dessen Plattform X hat die EU-Kommission im Januar 2026 ein Verfahren nach dem Digital Services Act eingeleitet3. Grok ermöglicht es, in Sekunden fotorealistische Bilder zu generieren – auch sexualisierte Deepfakes ohne Einwilligung der abgebildeten Personen.

Wie anfällig die Menschen in Deutschland für Deepfakes sind, belegen weitere Zahlen der IU-Studie: Sie zeigen unter anderem, dass 33,1 Prozent der Befragten bereits Fake News geglaubt haben, die sich für sie nachträglich als falsch herausgestellt haben. Bei Deepfakes sind es 15,0 Prozent.

Zentrale Befunde und konkrete Prüfschritte gegen Fake News und Deepfakes erläutert Prof. Dr. Nele Hansen, Professorin für Medienmanagement an der IU Internationalen Hochschule, nun im begleitenden Video „Online sicher? Neue Medienkompetenz-Studie 2026“.

Weitere Ergebnisse der IU-Studie:

  • Jüngere kennen Deepfakes besser: Je jünger die Generation, desto häufiger ist das Wissen über Deepfakes vorhanden. Diese Wissenslücke ist problematisch, denn die Folgen können gravierend sein: Von den 15,0 Prozent der Befragten, die bereits Deepfakes geglaubt haben, berichten 46,0 Prozent von dadurch ausgelöstem Stress oder Angst, 17,7 Prozent haben sich deswegen mit anderen gestritten.
  • KI verstärkt das Problem: 84,8 Prozent stimmen zudem der Aussage zu, dass durch die Nutzung von KI-basierten Suchmaschinen die Verbreitung von Fake News zukünftig weiter zunehmen wird.
  • Verantwortung bei Plattformen und Politik: Gleichzeitig verorten 65,1 Prozent der Befragten die Hauptverantwortung für die Bekämpfung von Fake News und Deepfakes bei den Betreiber:innen sozialer Plattformen, 63,1 Prozent bei der Politik.

„Ob Menschen Informationen lediglich konsumieren oder sie selbstbewusst einordnen, hängt maßgeblich von Medienkompetenz und kritischem Hinterfragen ab“, resümiert Prof. Dr. Nele Hansen, Professorin für Medienmanagement an der IU Internationalen Hochschule.

 

Über die Studie
Für die Studie „Fakt oder Fake? Medienkompetenz in Deutschland“ wurden 1.999 Menschen in Deutschland im Alter von 16 bis 65 Jahren befragt, repräsentativ nach Alter und Geschlecht. Der Befragungszeitraum lag zwischen 14. und 25. April 2025. Als Panel diente horizoom.

Link zur Original-Pressemitteilung Studie: https://www.iu.de/news/iu-studie-90-prozent-sehen-fake-news-als-ernsthafte-bedrohung-fuer-demokratie-und-freiheit/

 

Hinweis für Redaktionen:
Prof. Dr. Nele Hansen, Professorin für Medienmanagement an der IU Internationalen Hochschule, steht für Interviews und Hintergrundgespräche zur Studie sowie zur aktuellen Deepfake-Debatte zur Verfügung. Anfragen bitte per E-Mail an presse@iu.org.

 

 

Im Video „Online sicher? Neue Medienkompetenz-Studie 2026“ stellt die IU Internationale Hochschule zentrale Befunde zur Medienkompetenz vor. Prof. Dr. Nele Hansen zeigt, wie Desinformation wirkt, warum Deepfakes die Täuschung erleichtern und welche Routinen von Quellenprüfung bis Faktencheck-Angeboten im Alltag Sicherheit geben.

 

1 Definition Fake News: Fake News sind absichtlich erfundene oder manipulierte Nachrichten, die als echte Berichterstattung erscheinen, um Menschen zu täuschen. Sie können genutzt werden, um öffentliche Meinungen zu beeinflussen, Aufmerksamkeit zu erlangen oder wirtschaftliche und politische Interessen zu verfolgen.

2 Definition Deepakes: Ein Deepfake ist ein mit Künstlicher Intelligenz bearbeitetes Video, Bild oder Audio, das täuschend echt aussieht bzw. sich täuschend echt anhört und Personen, Szenen oder Stimmen verfälscht.

3 Beispiel-Quellen zur Thematik: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien-und-film/medienpolitik/grok-erzeugt-weiter-sexualisierte-bilder-200502477.html und https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/eu-ermittelt-gegen-x-wegen-sexualisierter-ki-bilder-accg-200475429.html

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ÜBER DIE IU INTERNATIONALE HOCHSCHULE

Mit rund 130.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) Deutschlands größte Hochschule. Die private, staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Sitz in Erfurt nahm im Jahr 2000 ihren Lehrbetrieb auf und ist heute an 37 Standorten vertreten. Die IU steht für maximale Flexibilität im Studium: ob dual, im Fernstudium oder am Campus – Studierende aus über 160 Nationen gestalten ihren Bildungsweg individuell je nach persönlicher Lebenssituation. Mit mehr als 200 Studienprogrammen im Bachelor-, Master- und MBA-Bereich vermittelt die IU praxisnahe Kompetenzen. Innovative Lernkonzepte fördern gezielte Zukunftsfähigkeiten für eine zunehmend KI-geprägte Arbeitswelt. Eine moderne, digital gestützte Lernumgebung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichen effektives, personalisiertes Lernen. Als Vorreiterin in diesem Bereich hat die IU mit „Syntea“ einen eigenen digitalen Lernbegleiter entwickelt, der seit 2023 im Einsatz ist. Ein Netzwerk von über 15.000 Unternehmen – darunter Motel One, Vodafone, die AWO und die Deutsche Bahn – macht die IU zu einem starken Partner in der Ausbildung von Fachkräften und verbindet akademische Lehre konsequent mit der Praxis. Weitere Informationen unter: iu.de. 

 

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