IU-Studie: Sommerferien beginnen – doch Erholung bleibt aus
Repräsentative Studie der IU Internationalen Hochschule zeigt, wie Erreichbarkeit und Arbeitsdruck die Erholung beeinträchtigen
Die repräsentative Studie “Leisure Sickness: Erschöpft statt erholt” der IU Internationalen Hochschule zeigt, wie Erreichbarkeit und Arbeitsdruck die Erholung beeinträchtigen.
Erfurt, 23. Juni 2026 – In den ersten Bundesländern beginnen bald die Sommerferien – für viele Beschäftigte die wichtigste Erholungsphase des Jahres. Doch vielen gelingt es selbst im Urlaub nicht, wirklich abzuschalten. Arbeitsstress, ständige Erreichbarkeit und das Gefühl, verfügbar sein zu müssen, wirken oft bis in die Freizeit hinein.
Die Studie „Leisure Sickness: Erschöpft statt erholt“ der IU Internationalen Hochschule zeigt, warum Erholung vielen Menschen schwerfällt:
- Mehr als die Hälfte der befragten Arbeitnehmenden (54,4 Prozent) gibt an, dass Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeiten ihre Erholung beeinträchtigt.
- Rund ein Drittel (33,5 Prozent) fühlt sich verpflichtet, auch in der Freizeit erreichbar zu sein – bei den unter 25-Jährigen sind es sogar 42,6 Prozent.
Entsprechend verschwimmen die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben:
- Knapp die Hälfte der Befragten (47,4 Prozent) ruft auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten berufliche E-Mails oder Nachrichten ab.
- Mehr als ein Drittel (36,7 Prozent) tut dies sogar während des Urlaubs.
„Die Zahlen zeigen: Viele Beschäftigte in Deutschland finden auch im Urlaub keine echte Erholung – sie bleiben erreichbar, können deshalb nicht abschalten, werden krank und kommen erschöpft zurück. Das Phänomen der Leisure Sickness macht deutlich: Wer dauerhaft unter Druck steht, kann selbst die Ferienzeit nicht mehr als Ausgleich nutzen“, sagt Prof. Dr. Stefanie André, Professorin für Gesundheitsmanagement an der IU Internationalen Hochschule.
Freizeit wird geschätzt – Erholung gelingt dennoch oft nicht
Dabei ist den meisten Beschäftigten die Bedeutung von Erholung durchaus bewusst: So sehen 94,1 Prozent der Befragten ihre Freizeit als wertvolle Möglichkeit, Energie zu tanken und sich zu regenerieren. Gleichzeitig zeigt die IU-Studie, wie schwer vielen dies im Alltag fällt:
- 40,1 Prozent geben an, dass ihr Privatleben nicht genügend Erholung bietet, um den Anforderungen im Beruf gerecht zu werden.
- 38,4 Prozent sagen, dass sie nach der Arbeit nicht gut abschalten und sich auf ihre Freizeit konzentrieren können.
"Erholung ist kein Luxus, sondern eine Voraussetzung für langfristige Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Wenn Beschäftigte selbst in ihrer Freizeit Schwierigkeiten haben, mental Abstand von der Arbeit zu gewinnen, fehlt oft die notwendige Regeneration, um dauerhaft leistungsfähig zu bleiben. Urlaub kann seine gesundheitsförderliche Wirkung insbesondere dann entfalten, wenn Erholung nicht auf wenige freie Tage beschränkt bleibt, sondern bereits im Alltag durch regelmäßige Entlastungsphasen, psychologisches Abschalten und eine ausgeprägte Erholungskompetenz unterstützt wird“, so André.
Über die Studie
Die Studie „Leisure Sickness: Erschöpft statt erholt“ der IU Internationalen Hochschule beleuchtet Symptome und Ursachen der Freizeitkrankheit, die Rolle von Erholung als Ausgleich zur Arbeit sowie mögliche Maßnahmen zur Prävention. Für die IU-Studie befragte die IU 2.004 Menschen in Deutschland zwischen 16 und 65 Jahren, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, repräsentativ nach Alter und Geschlecht. Die Befragung wurde im Zeitraum 24.01.2025 bis 06.02.2025 durchgeführt. Die vollständige Studie ist abrufbar unter: https://www.iu.de/forschung/studien/leisure-sickness/
Weiterführende Links und Bildmaterial:
- Link zur Studie Leisure Sickness: Erschöpft statt erholt: https://www.iu.de/forschung/studien/leisure-sickness/
- Auf der Landingpage zur Studie ist auch ein Interview mit Stefanie André zu finden, in dem sie erklärt, wie Leisure Sickness entsteht und woran man die Freizeitkrankheit erkennt. Zudem gibt die Expertin konkrete Tipps, wie man ihr vorbeugen kann.
- Erklärvideo mit Stefanie André: https://www.youtube.com/watch?v=qWiK5vOcQ8c
Mit rund 130.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) Deutschlands größte Hochschule. Die private, staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Sitz in Erfurt nahm im Jahr 2000 ihren Lehrbetrieb auf und ist heute an 37 Standorten vertreten. Die IU steht für maximale Flexibilität im Studium: ob dual, im Fernstudium oder am Campus – Studierende aus über 160 Nationen gestalten ihren Bildungsweg individuell je nach persönlicher Lebenssituation. Mit mehr als 200 Studienprogrammen im Bachelor-, Master- und MBA-Bereich vermittelt die IU praxisnahe Kompetenzen. Innovative Lernkonzepte fördern gezielte Zukunftsfähigkeiten für eine zunehmend KI-geprägte Arbeitswelt. Eine moderne, digital gestützte Lernumgebung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichen effektives, personalisiertes Lernen. Als Vorreiterin in diesem Bereich hat die IU mit „Syntea“ einen eigenen digitalen Lernbegleiter entwickelt, der seit 2023 im Einsatz ist. Ein Netzwerk von über 15.000 Unternehmen – darunter Motel One, Vodafone, die AWO und die Deutsche Bahn – macht die IU zu einem starken Partner in der Ausbildung von Fachkräften und verbindet akademische Lehre konsequent mit der Praxis. Weitere Informationen unter: iu.de.
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