30
Oktober
2025
|
10:48
Europe/Amsterdam

IU und Healthyfy erforschen KI-Gesundheitsbegleiter für Kinder

Forschungsprojekt „AI-Buddy Luna“ untersucht, wie digitale Empathie zur Gesundheitsprävention beiträgt

Zusammenfassung

Das Forschungsprojekt „AI-Buddy Luna“ der IU und Healthyfy untersucht, wie digitale Empathie zur Gesundheitsprävention beiträgt.

  • IU Internationale Hochschule und Münchner Startup Healthyfy entwickeln KI-Chatbot für kindgerechte Gesundheitsberatung.
  • Qualitative Interviews erforschen Bedürfnisse und Kommunikationsgewohnheiten von 9- bis 14-Jährigen.
  • Aktuell werden Teilnehmer:innen aus Mittel- und Realschulen für die Studienteilnahme gesucht.


Erfurt, 30. Oktober 2025. An der IU Internationalen Hochschule (IU) ist in Kooperation mit dem Münchner Startup Healthyfy ein innovatives Forschungsprojekt zur Entwicklung eines KI-gestützten Gesundheitsbegleiters für Kinder und Jugendliche gestartet. Im Mittelpunkt steht „AI-Buddy Luna“ – ein Chatbot, der junge Menschen in gesundheitlichen Fragen rund um Bewegung, Ernährung und mentales Wohlbefinden unterstützen soll. Das Besondere am KI-Bot: Er soll nicht nur informieren, sondern auch empathisch kommunizieren, Vertrauen aufbauen, altersgerecht auf individuelle Bedürfnisse eingehen und sogar Gamification-Elemente enthalten. Und auch Eltern, Lehrkräfte und Coaches werden eingebunden, um ein umfassendes Umfeld für Gesundheitsprävention zu schaffen.

„Digitale Gesundheitsangebote für Kinder und Jugendliche müssen mehr leisten als bloße Informationsvermittlung. Sie müssen die Lebenswelt junger Menschen verstehen und ihre Sprache sprechen“, sagt Prof. Dr. Laura-Maria Altendorfer, Professorin für Journalismus mit Schwerpunkt digitale Kommunikation an der IU und Leiterin des Forschungsprojekts. „Mit AI-Buddy Luna untersuchen wir derzeit, wie ein KI-Chatbot gestaltet sein muss, um für diese sensible Zielgruppe wirklich hilfreich und vertrauenswürdig zu sein. Denn hier geht es um Minderjährige, ihre mentale und physische Gesundheit sowie ihr Selbstbild.“

Wissenschaftlich fundierte Entwicklung durch Co-Creation

Das Projekt wurde von der Ethik-Kommission der IU geprüft und verfolgt einen partizipativen Forschungsansatz: In qualitativen Interviews werden Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis vierzehn Jahren zu ihren Erwartungen, Bedürfnissen und Kommunikationsgewohnheiten befragt. Dabei stehen zentrale Gestaltungsfragen im Fokus: Welche Sprache und Interaktionsformen sprechen verschiedene Altersgruppen an? Welche Gesundheitsthemen sind relevant? Wie sollte der familiäre Kontext berücksichtigt werden? Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickelt Healthyfy Chatbot-Prototypen von Buddy Luna, die anschließend getestet und weiterentwickelt werden. Dieser schrittweise Prozess stellt sicher, dass die Lösung wissenschaftlich fundiert und auf die Bedürfnisse der Anwender: innen abgestimmt ist.

Digitale Gesundheitsprävention für alle zugänglich machen 

Der KI-Buddy soll in die Familienplattform von Healthyfy integriert werden, die durch einen mobile-first-Ansatz niedrigschwelligen Zugang für nahezu alle sozialen Schichten ermöglicht, und sich an die Gesundheit junger Menschen richtet. Studien belegen, dass sich nur ein kleiner Teil der Jugendlichen bis 17 Jahre ausreichend bewegt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erfüllt lediglich etwa jeder fünfte Jugendliche im Alter zwischen 11 und 17 Jahren die Empfehlung, sich täglich mindestens 60 Minuten moderat bis intensiv körperlich zu betätigen. Gleichzeitig nehmen Ernährungsprobleme und psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen zu – Herausforderungen, die durch personalisierte, digitale Präventionsangebote adressiert werden können.

„Wir möchten mit diesem Projekt eine Brücke zwischen Wissenschaft, Technologie und der Alltagswelt junger Menschen schlagen", so Prof. Dr. Altendorfer. „Gesundheitsförderung im digitalen Zeitalter funktioniert nicht nur über Algorithmen, sondern vor allem über Verständnis und echte Bedürfnisorientierung.“

Teilnehmer:innen für Forschungsprojekt gesucht

Die meisten bisherigen Interviews wurden mit Grundschüler:innen und Gymnasiast:innen geführt. Aktuell werden Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis vierzehn Jahren aus Mittel- und Realschulen gesucht, die Interesse haben, an Interviews teilzunehmen. Ihr Feedback fließt direkt in die Entwicklung der ersten Prototypen ein und trägt dazu bei, „AI-Buddy Luna“ zu einem hilfreichen und vertrauenswürdigen Alltagsbegleiter zu machen. Aber auch wer aus der Grundschule oder vom Gymnasium kommt und gerne mitmachen möchte, ist herzlich willkommen. 

Rückfragen zum Forschungsprojekt sowie Anfragen für eine Teilnahme an den Interviews können an Prof. Dr. Laura-Maria Altendorfer von der IU Internationalen Hochschule gerichtet werden: laura-maria.altendorfer@iu.org

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt unter: https://www.iu.de/forschung/projekte/ai-buddy-luna/

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ÜBER DIE IU INTERNATIONALE HOCHSCHULE

Mit rund 130.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) Deutschlands größte Hochschule. Die private, staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Sitz in Erfurt nahm im Jahr 2000 ihren Lehrbetrieb auf und ist heute an 37 Standorten vertreten. Die IU steht für maximale Flexibilität im Studium: ob dual, im Fernstudium oder am Campus – Studierende aus über 160 Nationen gestalten ihren Bildungsweg individuell je nach persönlicher Lebenssituation. Mit mehr als 200 Studienprogrammen im Bachelor-, Master- und MBA-Bereich vermittelt die IU praxisnahe Kompetenzen. Innovative Lernkonzepte fördern gezielte Zukunftsfähigkeiten für eine zunehmend KI-geprägte Arbeitswelt. Eine moderne, digital gestützte Lernumgebung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichen effektives, personalisiertes Lernen. Als Vorreiterin in diesem Bereich hat die IU mit „Syntea“ einen eigenen digitalen Lernbegleiter entwickelt, der seit 2023 im Einsatz ist. Ein Netzwerk von über 15.000 Unternehmen – darunter Motel One, Vodafone, die AWO und die Deutsche Bahn – macht die IU zu einem starken Partner in der Ausbildung von Fachkräften und verbindet akademische Lehre konsequent mit der Praxis. Weitere Informationen unter: iu.de. 

 

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