Orange Day 2025: IU Internationale Hochschule setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen
Wissenschaftliche Deep Dives an sechs IU-Standorten und Spendenaktion
Die IU Internationale Hochschule beteiligt sich an diesem Aktionstag und lädt zu Veranstaltungen an sechs ihrer Standorte ein: Berlin, Düsseldorf, Hannover, Hamburg, Leipzig, München.
12. November 2025. Fast jeden Tag wird in Deutschland eine Frau durch ihren (Ex-)Partner getötet (belegen Zahlen des BKA). Diese erschütternde Realität zeigt: Gewalt gegen Frauen ist kein Randthema – sie ist ein gesellschaftliches Problem, das uns alle betrifft. Der Orange Day am 25. November ist der internationale Aktionstag gegen Gewalt an Frauen. Weltweit leuchten an diesem Tag Gebäude, Denkmäler und Institutionen in Orange – der Farbe der Hoffnung und des Aufbruchs in eine gewaltfreie Zukunft.
Auch die IU Internationale Hochschule als größte Hochschule Deutschlands beteiligt sich an diesem Aktionstag und lädt zu Veranstaltungen an sechs ihrer Standorte ein: Berlin, Düsseldorf, Hannover, Hamburg, Leipzig, München.
Aufklärung und Sensibilisierung durch Bildung
Um 15 Uhr beginnt das Programm mit einem Deep Dive: Professor:innen und Expert:innen der IU beleuchten aktuelle Forschungsergebnisse, gesellschaftliche Entwicklungen und Präventionsansätze im Kampf gegen Gewalt an Frauen.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und Impulse für persönliches oder institutionelles Engagement mitzunehmen.
Die Veranstaltung dauert rund 90 Minuten und richtet sich an alle, die sich zu diesem Thema informieren, darüber austauschen und Solidarität ausdrücken möchten.
„Als Hochschule sehen wir es als unsere Verantwortung, gesellschaftlich relevante Themen wie die Gewalt an Frauen sichtbar zu machen und mithilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse Lösungswege zu fördern und Veränderungen anzustoßen. Bildung schafft Bewusstsein – und Bewusstsein ist die Voraussetzung für Veränderung“, betont Prof. Dr. Holger Sommerfeldt, Rektor der IU Internationalen Hochschule. „Gewalt darf keinen Platz haben – nicht bei uns an der Hochschule und nicht anderswo.“
Spendenaktion mit orangenem IU-Hoodie
Wer selbst ein sichtbares Zeichen setzen und gleichzeitig etwas für den guten Zweck tun möchte, kann bereits jetzt einen orangenen IU-Pullover oder eine IU-Sweatjacke mit orangenen Akzenten erwerben. Der Gewinn geht an den UN Trust Fund to End Violence against Women, der Projekte unterstützt, die Frauen und Mädchen weltweit schützen und stärken. Die orangenen Oberteile können am Orange Day als passendes Outfit getragen werden und dienen an allen anderen Tagen als wärmende Begleiter.
Hier geht’s zum Hoodie für den guten Zweck:
https://www.iu-shop.com/Hoodie+Orange+unisex.htm
Vielfalt, Toleranz und Gleichberechtigung – Werte, die es zu schützen gilt
Bereits seit Jahren engagiert sich die IU für Themen wie Gleichstellung, Chancengerechtigkeit und soziale Verantwortung. Der Orange Day ist dabei ein Bestandteil ihres Engagements, Forschung, Bildung und Haltung miteinander zu verbinden und einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten . Die IU ist seit 2019 Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt, erhielt 2022 das TOTAL E-QUALITY-Prädikat für ihre an Chancengleichheit und Vielfalt orientierte Personal- und Organisationspolitik, initiierte 2024 mit „Culture of everyone“ eine Social Media-Kampagne für Vielfalt und Toleranz, fördert mit dem „Women in Tech“-Programm Frauen in IT- und Technik-Berufen und eröffnet mit speziellen Stipendien und Kooperationen Menschen mit unterschiedlichstem Background den Zugang zu Hochschulbildung.
Hintergrund des Orange Day
Der internationale Orange Day beruht auf der weltweiten UN-Kampagne „Orange the World“, die seit 1991 auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam macht. Ziel ist es, den Diskurs über Gewaltprävention, Gleichstellung und gesellschaftliche Verantwortung weiter in die Öffentlichkeit zu tragen. Weitere Informationen unter: www.gewalt-stoppen.org
Überblick
📅 Termin: Dienstag, 25. November 2025
📍 Ort: IU Internationale Hochschule – an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Hannover, Hamburg, Leipzig, München
🕒 Beginn: 15 Uhr | Dauer: ca. 90 Minuten
👕 Spendenaktion: Erlöse der IU-Hoodies zugunsten des UN Trust Fund to End Violence against Women
Veranstaltungsorte
IU Campus Berlin
Frankfurter Allee 73a
10247 Berlin
zur Anmeldung
IU Campus Düsseldorf
Hildebrandtstraße 24c
40215 Düsseldorf
zur Anmeldung
IU Campus Hannover
Raum 1.03 Steintor, 1. OG
Schiffgraben 49-51
30175 Hannover
zur Anmeldung
IU Campus Hamburg
Waterloohain 9
22769 Hamburg
zur Anmeldung
IU Campus Leipzig
Raum kleine Aula, 2. OG
Rosa-Luxemburg-Straße 27-29
04103 Leipzig
zur Anmeldung
IU Campus München
Raum Maximilianeum, 4. OG
Berg-am-Laim-Straße 47
81673 München
zur Anmeldung
Anmeldungen können auch per E-Mail erfolgen an:
Weitere Informationen unter:
https://www.iu.de/duales-studium/b2b-newsletter/events-2025/orange-day/
Deep Dive-Themen an den Standorten
Berlin
Prof. Dr. phil. Stephan Otto (Professur Kindheitspädagogik)
Podiumsgespräch
kritischer Blick auf den aktuellen Stand der Anti-Gewalt-Arbeit
Chancen, Herausforderungen und politische Realitäten
Düsseldorf
Prof. Katharina Drasdo (Professur Mediendesign)
Prof. Dr. phil. Ayla Güler Saied (Professur Soziale Arbeit)
Prof. Babett Ammari (Professur Mediendesign)
„Repräsentative Macht – Die Macht der Bilder und strukturelle Gewalt“
Ein interdisziplinärer Blick auf Macht, Repräsentation und Geschlechterverhältnisse in Gesellschaft und visueller Kultur
Bilder, Sprache und gesellschaftliche Strukturen formen, wer gesehen und gehört wird – und wer nicht. Repräsentationen in Medien, Politik und Alltag sind Ausdruck sozialer Machtverhältnisse und können Ungleichheit ebenso festigen wie in Frage stellen.
Im interdisziplinären Vortrag diskutieren Ayla Güler Saied (Soziale Arbeit), Katharina Drasdo und Babett Ammari (Mediendesign), wie strukturelle Gewalt in visuellen und sozialen Ordnungen wirksam wird und welche Rolle Gestaltung, Wahrnehmung und soziale Praxis bei ihrer Veränderung spielen können.
Im Anschluss lädt ein kurzer Workshop dazu ein, eigene Perspektiven auf Macht und Repräsentation zu reflektieren und gemeinsam Handlungsspielräume zu erkunden.
Ayla Güler Saied ist Professorin für Soziale Arbeit and der IU. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind: Soziale Ungleichheit, Cultural und Gender Studies, Stadt- und Migrationsforschung.
Babett Ammari ist Professorin für Mediendesign an der IU. In Forschung und Lehre versteht sie Barrierefreiheit und Gendersensibilität als zentrale Erfolgsfaktoren im User-Centered Design.
Katharina Drasdo ist Professorin für Mediendesign an der IU. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind: Soziokulturelle Kommunikation und Uncorporate Identity, Virtuelle Ästhetik und experimentelle Gestaltungsprozesse.
Hamburg
Prof. Dr. phil. Carla Schriever (Professur Soziale Arbeit)
„Mut statt Schweigen: Frauen wehren sich gegen Machtmissbrauch in der Wissenschaft“
Machtmissbrauch in der Wissenschaft bleibt oft im Verborgenen – besonders für Frauen, Studentinnen und Promovierende, die zwischen Abhängigkeiten und Hierarchien gefangen sind. Aktuelle Studien zeigen: hinter glänzenden Forschungserfolgen stehen zu oft Einschüchterung, Benachteiligung und psychischer Druck. Wer sich wehrt, riskiert Karriere und Ruf – wer schweigt, hält das System am Laufen. Doch eine neue Generation fordert Wandel: transparente Strukturen, sichere Räume und echte Gleichberechtigung in der Wissenschaft.
Carla Schriever ist Professorin für Soziale Arbeit an der IU Internationalen Hochschule in Lübeck. Sie ist außerdem Gründerin des Mentoringprojekts Fem4scholar das Frauen seit 2018 auf ihrem Weg zur Promotion unterstützt.
Hannover
Prof. Dr. phil. Jens Rieger (Professur Soziale Arbeit)
„Wie autoritäre Narrative und Politiken die gesellschaftliche Vielfalt und die Demokratie gefährden. Handlungsempfehlungen für eine proaktive und sozial gerechte Soziale Arbeit“
Der Vortag analysiert, wie autoritäre Narrative und Politiken im 21. Jahrhundert die Vielfalt der Gesellschaft und demokratische Strukturen bedrohen, insbesondere durch die Marginalisierung von Frauen und LGBTQIA*-Personen. Er betont die Notwendigkeit einer proaktiven, diversitätssensiblen Sozialen Arbeit, die sich für Teilhabe, Repräsentation und soziale Gerechtigkeit einsetzt.
Prof. Dr. Jens Rieger ist Diplom-Sozialwissenschaftler und promovierter Politologe. Seit 2020 ist er Professor für Soziale Arbeit an der IU Internationalen Hochschule Hannover. Seine Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Soziale Ungleichheit, Inklusion und Exklusion, Diversity, kritische Soziale Arbeit sowie Politische Bildung.
Leipzig
Prof. Dr. phil. Gwendolin Bartz (Professur Heil- & Inklusionspädagogik)
Prof. Dr. Marketa Bacakova (Professur Kindheitspädagogik)
„Gewalt gegen Frauen mit Behinderung – Befunde und Perspektiven“
Gewalt gegen Frauen ist ein globales Problem – Frauen mit Behinderung sind dabei besonders gefährdet und zugleich oft unsichtbar in der öffentlichen Wahrnehmung. Die UN-Kampagne „Orange the World“ macht seit 1991 auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam.
Gewalt gegen Frauen mit Behinderung wird dabei bislang selten systematisch betrachtet oder erfasst. Zwar existieren umfassende Gewaltstudien, doch nur wenige – etwa Schröttle & Hornberg (2014), Schröttle et al. (2021) und Mayrhofer (2019) – befassen sich gezielt mit dieser Thematik.
Vorliegende Studien zeigen: Gewalt gegen Frauen mit Behinderung umfasst alle Formen von Gewalt – psychische, physische und sexualisierte – und tritt sowohl auf individueller als auch auf institutioneller, struktureller und rechtlicher Ebene auf. Diskriminierende Gesetze und Rechtsprechung verstärken die Problematik.
Frauen und Menschen mit Behinderung sind insgesamt besonders gewaltgefährdet; behinderte Frauen erleben zudem eine doppelte Diskriminierung aufgrund von Geschlecht und Behinderung. Eine zentrale Rolle spielt hierbei das Leben in Einrichtungen.
Der Vortrag gibt einen Überblick über das Thema Gewalt gegen Frauen mit Behinderung. Er präsentiert zentrale Zahlen und Fakten, ordnet Gewalt im Schnittfeld von Geschlecht und Behinderung ein und stellt aktuelle Forschung, Schutzkonzepte sowie rechtliche Rahmenbedingungen vor – insbesondere im Kontext der UN-Behindertenrechtskonvention, der Istanbul-Konvention und relevanter deutscher Rechtsgrundlagen.
München
Prof. Dr. phil. Kerstin Oldemeier (Professur Soziale Arbeit)
„Anti Feminismus und Social Media - Eine kritische Auseinandersetzung zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik“
Video-Material
YouTube: https://youtube.com/shorts/_JU0XJkw4x0?si=wIg44hGLYIxQHaWu
Instagram: https://www.instagram.com/iu.internationale.hochschule/reel/DP3Ge0DAc3s/
Mit rund 130.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) Deutschlands größte Hochschule. Die private, staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Sitz in Erfurt nahm im Jahr 2000 ihren Lehrbetrieb auf und ist heute an 37 Standorten vertreten. Die IU steht für maximale Flexibilität im Studium: ob dual, im Fernstudium oder am Campus – Studierende aus über 160 Nationen gestalten ihren Bildungsweg individuell je nach persönlicher Lebenssituation. Mit mehr als 200 Studienprogrammen im Bachelor-, Master- und MBA-Bereich vermittelt die IU praxisnahe Kompetenzen. Innovative Lernkonzepte fördern gezielte Zukunftsfähigkeiten für eine zunehmend KI-geprägte Arbeitswelt. Eine moderne, digital gestützte Lernumgebung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichen effektives, personalisiertes Lernen. Als Vorreiterin in diesem Bereich hat die IU mit „Syntea“ einen eigenen digitalen Lernbegleiter entwickelt, der seit 2023 im Einsatz ist. Ein Netzwerk von über 15.000 Unternehmen – darunter Motel One, Vodafone, die AWO und die Deutsche Bahn – macht die IU zu einem starken Partner in der Ausbildung von Fachkräften und verbindet akademische Lehre konsequent mit der Praxis. Weitere Informationen unter: iu.de.
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