Zweites IU-Symposium Gesundheit: Digitales Empowerment im Gesundheitswesen
Die Fachtagung der IU Internationalen Hochschule widmete sich dem digitalen Empowerment im Gesundheitswesen und gab Impulse für innovative Ansätze und Strategien für Wissenschaft und Praxis
Die Fachtagung der IU widmete sich dem digitalen Empowerment im Gesundheitswesen und gab Impulse für innovative Ansätze und Strategien für Wissenschaft und Praxis.
Erfurt, 8. Mai 2024: Das Fachgebiet Gesundheit und Soziales der IU Internationalen Hochschule (IU) veranstaltete zum zweiten Mal das IU-Symposium Gesundheit. Unter dem Leitmotiv des digitalen Empowerments im Gesundheitswesen begrüßte das Programmkomitee rund 150 Teilnehmende zu einem interaktiven Online-Format. Die Fachtagung, die am 24. April 2024 stattfand, bot eine Plattform für einen konstruktiven Austausch zwischen interessierten Personen aus Praxis und Wissenschaft und widmete sich in drei Sessions den Möglichkeiten neuer Technologien im Gesundheitswesen. Diskutiert wurde unter anderem darüber, wie digitale Innovationen die Motivation der Nutzenden steigern, welche Chancen in der Digitalisierung gesehen werden und wie durch den Einsatz von Digitalisierung und Technologien dem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen entgegengewirkt werden kann.
Effizienzsteigerung und Workflow-Verbesserung
Im Rahmen der ersten Session ging es um effiziente Arbeitsabläufe im Gesundheitswesen. Prof.ⁱⁿ Dr.ⁱⁿ Cordula Kreuzenbeck, Professorin für Gesundheitsökonomie an der IU, moderierte die Diskussion. Es wurde die Digitalisierung in der ambulanten ärztlichen Versorgung diskutiert, zukünftige digitale Entwicklungen aufgezeigt und verschiedene Cloud- und Technologie-Services vorgestellt. Es konnte aufgezeigt werden, wie innovative KI-gestützte Technologien dazu beitragen, den Wissensaustausch im Gesundheitswesen zu verbessern und Arbeitsabläufe in Gesundheitseinrichtungen zu optimieren.
Fortbildung und Wissensaufbau
Ein weiterer zentraler Programmpunkt war die Session „Fortbildung und Wissensaufbau“, geleitet und moderiert von Prof.ⁱⁿ Dr.ⁱⁿ Stephanie Rupp, Professorin für Logopädie an der IU. Die Session beleuchtete die Rolle neuer Technologien in der Bildung innerhalb des Gesundheitswesens. Diskutiert wurden das digitale Empowerment, zum Beispiel anhand eines spezialisierten Hubs bei der Betreuung von Studierenden mit Lese-Rechtschreibschwäche. Auch der Einfluss von Social Media auf das Gesundheitsverhalten wurde untersucht. Eine Patient:innenperspektive wurde beim Thema des unerfüllten Kinderwunsches und der Digitalisierung eingebunden. Zudem wurde die Optimierung digitaler Lehrformate durch Hochschullehrende besprochen, zum Beispiel durch interprofessionelles Lernen und den Einsatz eines KI-gestützten Patientenmodells. Zusätzlich wurde die Erklärbarkeit von KI kritisch reflektiert. Die Abschlussdiskussion bildete einen gelungenen Höhepunkt der Session vor der Mittagspause, indem Stephanie Rupp die diskutierten Themen zusammenfasste und wertvolle Perspektiven für zukünftige Entwicklungen und Forschungen im Bereich der Gesundheitstechnologien eröffnete.
Telemedizin und digitale Beratung
In der dritten Session, moderiert von Prof.ⁱⁿ Dr.ⁱⁿ Hanna E. Schwendemann, Professorin für Gesundheits- und Pflegepädagogik an der IU, ging es um Telemedizin und digitale Beratung. Die Diskussion umfasste die Vor- und Nachteile von virtueller Realität und Apps im Gesundheits- und Sozialwesen. Hier wurde sehr praxisnah aus Projekten berichtet, die beispielsweise Senior:innen mit eingeschränkter Mobilität auf eine virtuelle Reise in vergangene Urlaubsorte führt, um unter anderem Erinnerungen hervorzurufen. Ein appgestütztes Physiotherapie-Training in der Rehabilitation eröffnete neue Möglichkeiten therapiefreie Zeiten zu gestalten. Außerdem wurden Möglichkeiten der digitalen psychologischen Beratung diskutiert, zum Beispiel über die Therapieapp „My7Steps“ sowie digitale Unterstützungsangebote für geflüchtete Frauen in der Schwangerschaft, im Wochenbett und bei der Geburt. Ethische Fragen der Digitalisierung wurden angesprochen und Ansätze zum Umgang mit ethischen Fragen vorgestellt. Zum Abschluss der Tagung diskutierten alle Referent:innen der Session über die Bedeutung und Notwendigkeit des digitalen Empowerments im Gesundheitswesen.
Organisiert wurde das IU-Symposium Gesundheit von Hanna Schwendemann und Cordula Kreuzenbeck. Die Tagung brachte führende Experten aus der Gesundheitstechnologie und akademischen Kreisen zusammen, um die neuesten Entwicklungen und zukünftigen Trends in dieser Branche zu diskutieren. Die IU plant, die Ergebnisse und Empfehlungen dieser Tagung in einem Sammelband zu veröffentlichen und eine Weiterführung wichtiger und aktueller Diskussionen in einem nächsten IU-Symposium zu ermöglichen.
„Ich blicke auf eine gelungene Veranstaltung zurück. Das Symposium hat faszinierende Einblicke in das digitale Empowerment im Gesundheitswesen aufgezeigt und lieferte zukunftsweisende Ansätze und Strategien für die Wissenschaft und Praxis. Als Institution der angewandten Wissenschaften streben wir danach, eine Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu schlagen, um fundierte Diskussionen über die Rolle der Digitalisierung, Telematikinfrastruktur und künstlichen Intelligenz im Gesundheitswesen zu führen. Das IU-Symposium Gesundheit bietet eine ideale Plattform, um die vielfältigen Aspekte und Potenziale des digitalen Empowerments in Theorie und Praxis zu beleuchten,“ so Schwendemann.
Mehr Informationen unter iu.de/forschung/fachtagungen/2-iu-symposium-gesundheit/
Über den Fachbereich Gesundheit und Soziales an der IU
Die IU Internationale Hochschule bildet derzeit rund 30.000 Menschen im Bereich Gesundheit und Soziales aus. Im Fernstudium (Bachelor, Master, MBA), im dualen Studium sowie in Weiterbildungskursen an der IU Akademie können Studierende fundierte Kenntnisse erwerben und sich für eine Vielzahl von Berufen im Gesundheitswesen qualifizieren. Als Hochschule für angewandte Wissenschaften verbindet der Fachbereich Gesundheit die Praxis und Wissenschaft auf hohem Niveau.
Mit über 120.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) Deutschlands größte Hochschule. Die private, staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Sitz in Erfurt nahm im Jahr 2000 ihren Lehrbetrieb auf und ist heute an 24 Standorten sowie an einem virtuellen Campus vertreten. Die IU steht für maximale Flexibilität im Studium: ob dual, im Fernstudium oder am Campus – Studierende aus über 160 Nationen gestalten ihren Bildungsweg individuell je nach persönlicher Lebenssituation. Mit mehr als 200 Studienprogrammen im Bachelor-, Master- und MBA-Bereich vermittelt die IU praxisnahe Kompetenzen. Innovative Lernkonzepte fördern gezielte Zukunftsfähigkeiten für eine zunehmend KI-geprägte Arbeitswelt. Eine moderne, digital gestützte Lernumgebung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichen effektives, personalisiertes Lernen. Als Vorreiterin in diesem Bereich hat die IU mit „Syntea“ einen eigenen digitalen Lernbegleiter entwickelt, der seit 2023 im Einsatz ist. Ein Netzwerk von über 15.000 Unternehmen – darunter Motel One, Vodafone, die AWO und die Deutsche Bahn – macht die IU zu einem starken Partner in der Ausbildung von Fachkräften und verbindet akademische Lehre konsequent mit der Praxis. Weitere Informationen unter: iu.de.