IU gründet Forschungsinstitut für gesellschaftsrelevante Bildung
Neues REGE-Institut erforscht, wie Bildung Demokratie, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken kann
Im Rahmen einer Kick-off-Veranstaltung hat die IU Internationale Hochschule am 17. Juni das Research Institute für gesellschaftsrelevante Bildung (REGE) gegründet.
- Kick-off am IU-Campus Hannover brachte Wissenschaft, Praxispartner und gesellschaftliche Akteure zusammen
- Forschungsschwerpunkte reichen von Demokratieförderung bis zu sozialer Ungleichheit
- Mit neuem Institut stärkt die IU ihr Forschungsprofil im Bereich gesellschaftlicher Verantwortung
Hannover, 18. Juni 2026. Im Rahmen einer Kick-off-Veranstaltung hat die IU Internationale Hochschule am 17. Juni das Research Institute für gesellschaftsrelevante Bildung (REGE) gegründet. Mit dem neuen Forschungsinstitut bündelt die IU wissenschaftliche Expertise zu gesellschaftlichen Herausforderungen im Bildungsbereich – von sozialer Ungleichheit über demokratische Teilhabe bis hin zu Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Zur Auftaktveranstaltung am IU-Campus Hannover kamen Forschende, Fachkräfte sowie Vertreter:innen aus Bildungspraxis und Gesellschaft zusammen. Im Mittelpunkt standen die aktuellen Herausforderungen für Bildungsinstitutionen und die Frage, wie Forschung künftig noch stärker in die gesellschaftliche und bildungspolitische Praxis wirken kann.
„Bildung entscheidet maßgeblich darüber, ob Menschen gesellschaftliche Teilhabe erleben und demokratische Prozesse mitgestalten können“, erklärt Prof. Dr. Okka Zimmermann, Professorin der Sozialen Arbeit, die das Institut gemeinsam mit Prof. Dr. Stefanie Kessler leitet.
Zimmermann ergänzt: „Mit REGE möchten wir Forschung sichtbar machen und stärken, die konkrete Impulse für gerechtere, demokratischere und nachhaltigere Bildungsräume in die Gesellschaft einbringt und Forschung so direkt nutzbar macht.“
Forschung mit gesellschaftlicher Wirkung
Gesellschaftliche Polarisierung, Bildungsungleichheit und wachsende Unsicherheiten stellen Schulen, Hochschulen und soziale Einrichtungen vor immer größere Herausforderungen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Forschung, die wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten gesellschaftlichen Fragestellungen verknüpft.
Das REGE versteht sich deshalb als interdisziplinäres und praxisorientiertes Forschungsinstitut. Ziel ist es, Bildungsprozesse wissenschaftlich zu untersuchen und Forschungsergebnisse so aufzubereiten, dass sie unmittelbar in Bildungseinrichtungen, Organisationen und gesellschaftliche Debatten einfließen können.
Interdisziplinärer Forschungsansatz
Hierfür bündelt das REGE-Institut Expertise aus den Bereichen Soziale Arbeit, Psychologie, Hochschul- und Bildungsforschung sowie weiteren gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen.
Zum Forschungsteam gehören Prof. Dr. Stefanie Kessler mit den Schwerpunkten Demokratiebildung und organisationale Lernkulturen, Prof. Dr. Okka Zimmermann mit Forschung zu sozialer Ungleichheit und transformativer Bildung und Geschlechtergerechtigkeit, Prof. Dr. Caroline Trautwein im Bereich hochschulisches Lehren und Lernen, Prof. Dr. Karsten König mit Fokus auf Theorie-Praxis-Transfer und Professionalisierung sozialer Berufe sowie Prof. Dr. Ulrike Lichtinger mit den Forschungsschwerpunkten Wohlbefinden in der Schule und Positive Bildung.
Austausch zwischen Forschung und Praxis
Im Rahmen des Kick-offs stellten die beteiligten Wissenschaftler:innen ihre aktuellen Forschungsprojekte vor und diskutierten mit den Teilnehmenden Perspektiven für die gesellschaftsrelevante Bildungsforschung.
„Gesellschaftliche Spannungen zeigen, wie wichtig Bildung für demokratischen Zusammenhalt und kritisches Denken ist“, sagt Prof. Dr. Stefanie Kessler. „Forschungseinrichtungen wie das REGE können wichtige Impulse liefern, um Bildungsangebote stärker an gesellschaftlichen Herausforderungen auszurichten“, so Kessler weiter.
Strategische Weiterentwicklung der Bildungsforschung
Bereits seit August 2025 forschten die am Institut beteiligten Wissenschaftler:innen gemeinsam im Rahmen des REsearch Center GEsellschaftsrelevante Bildung (REGE). Mit der offiziellen Gründung des Instituts erhalten die bisherigen Forschungsaktivitäten einen langfristigen institutionellen Rahmen. Gleichzeitig unterstreicht die IU Internationale Hochschule ihr strategisches Engagement in diesem Forschungsfeld.
„Mit dem neuen Research Institute schaffen wir eine dauerhafte Struktur für gesellschaftsrelevante Bildungsforschung an der IU“, erklärt Prof. Dr. Kamal Bhattacharya, Prorektor für Forschung und Transfer an der IU Internationalen Hochschule. „Unser Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in Bildungspraxis, Organisationen und gesellschaftliche Debatten zu übertragen.“
Das REGE wird künftig Forschungsprojekte zu zentralen Bildungsfragen an der IU bündeln und weiterentwickeln. Die Schwerpunkte liegen unter anderem auf Bildungsgerechtigkeit und den Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen auf Bildung.
Weitere Informationen:
Website des Research Institute für gesellschaftsrelevante Bildung mit Informationen zur Kick-off-Veranstaltung: https://www.iu.de/forschung/projekte/forschungsinstitut-rege/
Website des REsearch Center „GEsellschaftsrelevante Bildung“: https://www.iu.de/forschung/projekte/rege/
Forschungsprojekte an der IU: https://www.iu.de/forschung
Mit rund 130.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) Deutschlands größte Hochschule. Die private, staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Sitz in Erfurt nahm im Jahr 2000 ihren Lehrbetrieb auf und ist heute an 37 Standorten vertreten. Die IU steht für maximale Flexibilität im Studium: ob dual, im Fernstudium oder am Campus – Studierende aus über 160 Nationen gestalten ihren Bildungsweg individuell je nach persönlicher Lebenssituation. Mit mehr als 200 Studienprogrammen im Bachelor-, Master- und MBA-Bereich vermittelt die IU praxisnahe Kompetenzen. Innovative Lernkonzepte fördern gezielte Zukunftsfähigkeiten für eine zunehmend KI-geprägte Arbeitswelt. Eine moderne, digital gestützte Lernumgebung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichen effektives, personalisiertes Lernen. Als Vorreiterin in diesem Bereich hat die IU mit „Syntea“ einen eigenen digitalen Lernbegleiter entwickelt, der seit 2023 im Einsatz ist. Ein Netzwerk von über 15.000 Unternehmen – darunter Motel One, Vodafone, die AWO und die Deutsche Bahn – macht die IU zu einem starken Partner in der Ausbildung von Fachkräften und verbindet akademische Lehre konsequent mit der Praxis. Weitere Informationen unter: iu.de.
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