07
Mai
2026
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08:55
Europe/Amsterdam

IU Internationale Hochschule verleiht KI-Sonderpreis bei Jugend forscht

Zusammenfassung

IU und Jugend forscht vergeben Nachwuchstalenten KI-Sonderpreis beim Bundeswettbewerb am 28.-31. Mai 2026 in Herzogenaurach.

  • IU und Jugend forscht vergeben Nachwuchstalenten KI-Sonderpreis beim Bundeswettbewerb am 28.-31. Mai 2026 in Herzogenaurach
  • 16 KI-Projekte bei Landeswettbewerben ausgezeichnet
  • Preisträger:innen entwickelten unter anderem KI-Sprachmodell zur Unterstützung bei Lernschwierigkeiten (Magnus Schlinsog, 18 Jahre) sowie zur Identifikation von Fake News (Elena Reinhold, 18 Jahre und Fiona Feike, 17 Jahre)


Erfurt, 7. Mai 2026. Die IU Internationale Hochschule stiftet 2026 den „Sonderpreis Künstliche Intelligenz“ beim renommierten Schüler- und Jugendwettbewerb Jugend forscht, der dieses Jahr zum ersten Mal vergeben wird. Mit dem Sonderpreis ruft sie damit eine Auszeichnung für herausragende Projekte zu Künstlicher Intelligenz ins Leben. In den Landeswettbewerben von Jugend forscht wurden bereits 16 Projekte mit einem KI-Sonderpreis ausgezeichnet. Vom 28. - 31. Mai 2026 nehmen die Landessieger:innen, unter denen sich auch Preisträger:innen des Sonderpreises „Künstliche Intelligenz“ befinden, am 61. Bundesfinale bei der Schaeffler AG in Herzogenaurach teil. 

Prof. Dr. Kamal Bhattacharya

„Junge Talente, die den positiven und verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz erforschen, sollten besonders gefördert werden. Sie sind die Zukunft für Deutschland als Forschungs- und Innovationsstandort“, sagt Dr. Kamal Bhattacharya, Pro-Rektor für Forschung und Transfer und Professor für Informatik an der IU und Schirmherr der Hochschule für den KI-Sonderpreis bei Jugend forscht. „Wir bei der IU freuen uns, einen Beitrag dazu zu leisten, indem wir zusammen mit Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb einen KI-Sonderpreis initiiert haben.“ 

Als größte Hochschule Deutschlands versteht sich die IU als Vorreiterin bei der Integration von Künstlicher Intelligenz in Studium und Lehre. So setzt die IU bereits seit 2023 auf den KI-gestützten Learning Companion Syntea, der über 90.000 Fernstudierende begleitet und den professionellen Umgang mit KI trainiert. Mit dem Job Readiness Framework hat die IU zudem kürzlich einen Rahmen für die Lehre geschaffen, der Studierende gezielt auf einen KI-geprägten Arbeitsmarkt vorbereitet. 

Ausgezeichnete KI-Projekte mit Mehrwert für Forschung und Gesellschaft 

Mit der Stiftung der KI-Sonderpreise bei Jugend forscht fördert die IU insbesondere junge Talente, die KI mit ihren Projekten als fachübergreifende Schlüsselkompetenz begreifen und einen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Bereits 16 Projekte aus den Fachgebieten Technik, Mathematik/Informatik, Geo- und Raumwissenschaften, Arbeitswelt, Biologie und Chemie haben diese Kriterien in den Landeswettbewerben erfüllt. 

Ein Beispiel ist das Projekt „Jacob“ von Magnus Schlinsog (18) vom Humboldt-Gymnasium Potsdam. Er entwickelte ein KI-Sprachmodell, das die Regeln der „Leichten Sprache“ beherrscht und damit Menschen mit Lernschwierigkeiten den Zugang zu KI Anwendungen erleichtert. Das Projekt ist ein starkes Beispiel für digitale Teilhabe und Bildung für alle, ein zentrales Anliegen der IU. Magnus wurde mit dem 1. Preis im Fachgebiet Mathematik/Informatik in Brandenburg sowie einem Sonderpreis für Künstliche Intelligenz ausgezeichnet. 

Elena Reinhold (18) und Fiona Feike (17) des Eichsfeld-Gymnasiums in Duderstadt forschten an dem Projekt „Echt, KI oder Lüge? Künstliche Intelligenz und ihre Rolle bei Fake News“, wie gut Menschen zwischen echten Nachrichten, KI-generierten Texten und Fake News unterscheiden können. Ein Thema, das auch bei der IU zuletzt erforscht wurde: Laut einer repräsentativen IU-Studie aus 2025 betrachten mittlerweile 90 Prozent der Befragten Fake News als ernsthafte Bedrohung für Demokratie und Freiheit. Der Ausbau von Medienkompetenz und der korrekte Umgang mit Desinformation sind deshalb ein wichtiges Anliegen für die IU. Elena und Fiona erhielten den 2. Preis im Fachgebiet Arbeitswelt in Niedersachsen, den Sonderpreis für Künstliche Intelligenz und den Sonderpreis des niedersächsischen Kultusministeriums. Diese Auszeichnungen unterstreichen die hohe gesellschaftliche Relevanz des Projekts. 

„Im Namen der IU gratuliere ich allen Landessieger:innen von Jugend forscht herzlich! Es ist beeindruckend, mit welch tiefgreifendem Fachwissen Jugendliche bereits heute KI untersuchen und mit ihren Projekten gezeigt haben, dass ihre Forschung wissenschaftliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme lösen kann“, sagt Dr. Bhattacharya. „Ich bin gespannt, welches der zahlreichen Projekte mit KI-Bezug den Bundessieg nach Hause holt – die Bandbreite ist riesig. Ich wünsche allen Teilnehmenden viel Erfolg!“ 

Insgesamt haben sich über 11.000 Forscher:innen mit mehr als 6.000 Projekten für Jugend forscht 2026 angemeldet. Die IU dotiert den KI-Sonderpreis beim Bundesfinale mit 1.000 Euro, für das sich alle Landessieger:innen in den jeweiligen Fachgebieten qualifiziert haben.

Übersicht: KI-Sonderpreisträger:innen bei den Landeswettbewerben von Jugend forscht 2026

 

BundeslandProjektTeilnehmende:rFachgebiet
Baden-WürttembergSortiMate - Automatisierte Mülltrennung mit KIJustin FaltusTechnik
BayernPeptid-Doppelgänger: Grenzen von AlphaFold3 bei der Vorhersage von Spiegelbild-WirkstoffenViyona Singh; Aarav SinghBiologie
BerlinMultiMol: Perspektiv-Kontextualisierte neuronale Netzwerke für Molekül-EnsemblesNora BaiersdorfMathematik/Informatik
BrandenburgJacob - die KI in Leichter SpracheMagnus SchlinsogMathematik/Informatik
BremenUnser Schulhof - aber inklusivLucy Wedemeyer; Lina PohlmannArbeitswelt
HamburgKI-Molekülgenerierung mit experimenteller Validierung organischer HalbleiterLuka Ugrekhelidze; Panagiotis MitakoudisChemie
HessenACOLOC - Advanced Climate Ocean simulation using Deep Learning for Ocean CurrentsLilly SchwarzGeo- und Raumwissenschaften
Mecklenburg-VorpommernAutonomes Fliegen mit Machine Learning und LiDARGeorg Prudlo; Felix KrögerTechnik
NiedersachsenEcht, KI oder Lüge? Künstliche Intelligenz und ihre Rolle bei Fake NewsElena Reinhold; Fiona FeikeArbeitswelt
Nordrhein-WestfalenVisioncapCarlos Moreno Eidam; Ramón Gómez Flores; Alexander Echave BärTechnik
Rheinland-PfalzSPOON – System for Personal Optimized Organisation and NutritionJohanna Kellermann; Jonathan WestphalArbeitswelt
SaarlandSimulation neuronaler Modelle mit kleinen Neuronalen NetzwerkenKiru SpeicherMathematik/Informatik
SachsenGROVER-fly: Ein Sprachmodell für das Genom von Drosophila melanogasterKenny LöfflerMathematik/Informatik
Sachsen-AnhaltBilderklassifizierung LRO AlgorithmusDaniel LikoMathematik/Informatik
Schleswig-HolsteinLaserVision - Optische UAV-Erkennung und -MarkierungMatti Lüth; Mina WilkenTechnik
ThüringenSchneller, besser, effizienter - Entwicklung eines eigenen File ExplorersNino Fischer; Jessica Nolle; Magnus SchultheisMathematik/Informatik

Über die Studie

Die Studie „Fakt oder Fake? Medienkompetenz in Deutschland” der IU Internationalen Hochschule befasst sich mit dem Vertrauen der Menschen in die Medien, der Rolle der sozialen Medien sowie mit Fake News und Deepfakes und deren Auswirkungen. Für die IU-Studie wurden 1.999 Menschen in Deutschland im Alter von 16 bis 65 Jahren befragt, repräsentativ nach Alter und Geschlecht. Die Befragung fand vom 14. bis 25. April 2025 statt. 

Die vollständige Studie ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.iu.de/forschung/studien/medienkompetenz/

Über die Stiftung Jugend forscht e. V. 

Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb und eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, stern, Wirtschaft, Wissenschaft und Schulen. Bundesweit führt Jugend forscht jedes Jahr 130 Wettbewerbe durch, um junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu begeistern, Talente frühzeitig zu entdecken und sie gezielt zu fördern. Jugend forscht richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer suchen sich selbst eine Fragestellung, die sie mit naturwissenschaftlichen, technischen oder mathematischen Methoden bearbeiten. Pro Wettbewerbsrunde werden Geld- und Sachpreise im Wert von mehr als einer Million Euro vergeben. Das Jugend forscht Netzwerk mit rund 250 Partnern ist die größte öffentlich-private Partnerschaft ihrer Art in Deutschland. Mehr als 5 000 Lehrkräfte unterstützen Jugend forscht ehrenamtlich als Projektbetreuende und Wettbewerbsleitungen, über 3 000 Fach- und Hochschullehrkräfte sowie Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft engagieren sich in den Jurys.

Mehr Informationen zu Jugend forscht unter: Jugend-forscht.de

ÜBER DIE IU INTERNATIONALE HOCHSCHULE

Mit rund 130.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) Deutschlands größte Hochschule. Die private, staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Sitz in Erfurt nahm im Jahr 2000 ihren Lehrbetrieb auf und ist heute an 37 Standorten vertreten. Die IU steht für maximale Flexibilität im Studium: ob dual, im Fernstudium oder am Campus – Studierende aus über 160 Nationen gestalten ihren Bildungsweg individuell je nach persönlicher Lebenssituation. Mit mehr als 200 Studienprogrammen im Bachelor-, Master- und MBA-Bereich vermittelt die IU praxisnahe Kompetenzen. Innovative Lernkonzepte fördern gezielte Zukunftsfähigkeiten für eine zunehmend KI-geprägte Arbeitswelt. Eine moderne, digital gestützte Lernumgebung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichen effektives, personalisiertes Lernen. Als Vorreiterin in diesem Bereich hat die IU mit „Syntea“ einen eigenen digitalen Lernbegleiter entwickelt, der seit 2023 im Einsatz ist. Ein Netzwerk von über 15.000 Unternehmen – darunter Motel One, Vodafone, die AWO und die Deutsche Bahn – macht die IU zu einem starken Partner in der Ausbildung von Fachkräften und verbindet akademische Lehre konsequent mit der Praxis. Weitere Informationen unter: iu.de. 

 

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