38,5 Prozent der Arbeitnehmenden in Deutschland geben an, dass sich ihre Tätigkeit in den letzten zwölf Monaten verändert hat. Bei den befragten Arbeitnehmenden mit Führungsposition beobachten mehr als die Hälfte (52,9 Prozent) einen Wandel der eigenen Tätigkeit innerhalb des letzten Jahres. Das zeigt die repräsentative IU Studie.
Frage: Hat sich Ihre Tätigkeit in Ihrem Unternehmen in den letzten zwölf Monaten verändert (z. B. Arbeitsweisen, Aufgaben, Tools)?
Welche Faktoren verändern unsere heutige Arbeitswelt? Am häufigsten begründen Befragte, die eine Veränderung ihrer Tätigkeit wahrgenommen haben, diese mit neuen Aufgaben bzw. veränderten Rollen sowie mit fortschreitender Digitalisierung bzw. Automatisierung. Künstliche Intelligenz steht auf Platz 5 der Veränderungstreiber.
Interessant ist der Vergleich zwischen den befragten Arbeitnehmenden mit und ohne Führungsposition: Für die befragten Führungskräfte (40,4 Prozent) sorgt KI häufiger für einen spürbaren Wandel in der eigenen Tätigkeit als für Personen ohne Führungsposition (27,9 Prozent).
Frage: Wodurch hat sich Ihre Tätigkeit in Ihrem Unternehmen in den letzten zwölf Monaten verändert?
Nur Befragte, die eine Veränderung ihrer Tätigkeit wahrgenommen haben
Prof. Dr. Philipp Diebold
Professor für Wirtschaftsinformatik an der IU Internationalen Hochschule und Geschäftsführer eines Beratungsunternehmens
Ein zentraler Erfolgsfaktor im Change-Management ist die Einbindung von Mitarbeitenden (siehe Summary). Doch aus Sicht vieler Arbeitnehmender gelingt das aktuell nicht ausreichend: Weniger als die Hälfte stimmen der Aussage zu, dass Veränderungen in ihrem Unternehmen gemeinsam mit Mitarbeitenden entwickelt werden. Bei den befragten Führungskräften ist die Zustimmung mit 58,9 Prozent deutlich höher als bei denen ohne (43,9 Prozent).
Frage: Inwieweit stimmen Sie der folgenden Aussage zu? „Veränderungen werden in meinem Unternehmen gemeinsam mit Mitarbeitenden entwickelt.“
Auszug aus abgefragten Statements
Prof.ⁱⁿ Dr.ⁱⁿ Anne Gfrerer
Professorin für Wirtschaftsinformatik an der IU Internationalen Hochschule, Unternehmerin und Aufsichtsrätin

Schwerpunkt
Ein Blick nach vorne: Viele Arbeitnehmende haben trotz Transformation eine Vorstellung davon, wie ihre Tätigkeit in fünf Jahren aussehen könnte. Zwar rechnen die meisten damit, dass sich ihr Arbeitsumfeld weiter verändert, ein Verschwinden der eigenen Tätigkeit erwarten jedoch nur sehr wenige. Fast 3 von 4 blicken ihrer beruflichen Zukunft zuversichtlich entgegen.
67,7 Prozent der Arbeitnehmenden können sich vorstellen, wie ihre Tätigkeit in fünf Jahren aussehen wird. 14,8 Prozent haben sogar ein deutliches Bild von ihrer beruflichen Zukunft.
Frage: Können Sie sich vorstellen, wie Ihre Tätigkeit in Ihrem Unternehmen in fünf Jahren aussehen wird?
Wie sieht der Wandel der heutigen Arbeitswelt in Deutschland konkret aus? Am häufigsten erwarten die Befragten in den nächsten fünf Jahren eine Erweiterung ihres Tätigkeitsbereichs und mehr Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Weniger als 2 von 10 erwarten keine Veränderung ihrer Tätigkeit.
Frage: Wie wird sich Ihre Tätigkeit in den nächsten fünf Jahren Ihrer Meinung nach voraussichtlich verändern?
Top-10-Nennungen
Auszug aus abgefragten Statements; nur Antworten „Stimme ich voll und ganz zu“ und „Stimme ich eher zu“ auf 4er-Skala
Prof. Dr. Philipp Diebold
Professor für Wirtschaftsinformatik an der IU Internationalen Hochschule und Geschäftsführer eines Beratungsunternehmens
