Projektbeschreibung
Zentrales Anliegen des Projekts ist es, die betrieblichen Auswirkungen der sozial-ökologischen Transformation in der Bauwirtschaft sichtbar zu machen und daraus konkrete, praxisnahe Handlungsansätze für eine nachhaltige, mitarbeiterorientierte Arbeitsgestaltung zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie wirken sich Transformationsanforderungen – insbesondere Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel und wirtschaftlicher Druck – auf Arbeitsprozesse, Beschäftigte und Führungskulturen in Bauunternehmen aus? Und wie kann ein Wandel gelingen, der soziale, ökologische und ökonomische Zielsetzungen in Einklang bringt?
Der Unterstützungsbedarf ergibt sich aus einer deutlich spürbaren Lücke zwischen politischen Anforderungen und betrieblicher Realität: In vielen Betrieben fehlt es an belastbaren Strategien, um Nachhaltigkeit systematisch in die Arbeitsorganisation zu integrieren. Gleichzeitig führen steigende Anforderungen zu Überlastung, Fluktuation und kulturellen Konflikten – insbesondere zwischen Generationen oder in Bezug auf neue Rollenbilder (z. B. von Führung, Kommunikation, Teilhabe). Bestehende Konzepte der Personalentwicklung oder Weiterbildung greifen hier oft zu kurz, weil sie betriebliche Transformation nicht ganzheitlich denken. Beschäftigte, Ausbildende und Führungskräfte stehen daher vor komplexen Herausforderungen – ohne ausreichende Unterstützung.
Das Neue an „BauTransForm“ ist der interdisziplinäre Zugang und die konsequente Verbindung von arbeitssoziologischer Forschung, branchenspezifischem Know-how und partizipativem Transfer. Das Projekt betrachtet nicht nur technische oder organisatorische Veränderungen, sondern rückt die Arbeitswirklichkeit der Menschen in den Mittelpunkt: Ihre Erfahrungen, Belastungen, Handlungsspielräume – aber auch ihre Ideen und Beiträge zu einer besseren Arbeitswelt. Damit leistet das Vorhaben einen innovativen Beitrag zur Entwicklung von „guter Praxis“ in einem bisher unterbeleuchteten Sektor.
Ziel ist es, durch qualitative Forschung und partnerschaftliche Begleitung erste Impulse für betriebliche Veränderungsprozesse zu setzen, die systematisch auf Mitbestimmung, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit ausgerichtet sind. Die Ergebnisse sollen exemplarisch zeigen, wie Transformation in der Bauarbeitswelt sozial verträglich und beteiligungsorientiert gestaltet werden kann – und wie daraus Anknüpfungspunkte für langfristige Strukturveränderungen entstehen.
01.02.2026 bis 31.01.2027
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