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MINT-Studiengänge: Wie wird MINT gelebt, studiert und bezahlt?

ArtikelLesezeit: 7 Min.|21. Dez 2022, verfasst von Kristin
Darum geht es

MINT-Studiengänge werden unterschätzt. Zu Unrecht! Denn sie bieten nicht nur eine spannende berufliche Perspektive, sondern helfen im Diskurs, Diversität neu zu denken. Welche MINT-Fächer beliebt sind und wie sich die IU für MINT einsetzt, erfährst Du in nur wenigen Leseminuten. 

Dass MINT-Absolvent:innen sehr gefragt sind, ist sicher keine so große Überraschung. Deutschland, als eine der größten Exportnationen der Welt, braucht schließlich qualifizierten Nachwuchs. Daher richtet sich der Fokus besonders auf technische und naturwissenschaftliche Studiengänge. Schade ist nur, dass sich im Vergleich zu anderen Studiengängen weniger für den MINT-Schwerpunkt entscheiden. Woran liegt das? 

MINT & Bedeutung: Was hat Sozialisation damit zu tun?

Per Definition ist MINT in Uni- und Arbeitswelt der Bereich, der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik abdeckt. Physik, Chemie und Biologie zählen demnach auch dazu. Warum es im Vergleich weniger MINT-Studierende gibt, liegt zum einen an der Hürde, ein vermeintlich komplexes Studium aufzunehmen. Zum anderen herrscht hier ein noch immer zu großes Gender-Gap, was eine interne Studie zur MINT-Bildung belegt.  

Schuld daran sind nicht zuletzt die Folgen unserer Sozialisation: Jungs fälle der Umgang mit Zahlen und Technik leichter als Mädchen, da diese ihre Stärken eher in musischen Disziplinen hätten. Bereits die frühkindliche Erziehung kann hier wichtige Weichen stellen, indem man ein vielfältiges und vor allem gleichberechtigtes Angebot schafft und Interessen bewusst fördert, statt sie zu oft zu hinterfragen.  

MINT & Vorurteile: Warum so eindimensional?

Schade ist auch, dass die MINT-Bedeutung unterschätzt wird und ein sehr einseitiges Berufsbildbild herrscht. Dabei steckt bereits laut Definition sehr viel mehr hinter dem Begriff MINT und dessen naturwissenschaftlichen Studiengängen. Doch viele assoziieren mit MINT eine bestimmte Personengruppe: Zahlenfreaks, Techniknerds oder IT-Geeks füllen die Schubläden vieler Scheuklappenträger. Die falsche Auffassung habe auch mit Vorteilen zu tun, die bereits im Studium auftauchen, weiß Sibylle Kunz, Professorin für Medieninformatik an der IU Internationalen Hochschule (IU):  

Ein typisches Vorurteil ist, dass wir in MINT-Berufen ständig programmieren und unsere Mathe-Kompetenzen unter Beweis stellen müssen. Doch die eigentliche MINT-Bedeutung und die Naturwissenschaften umfassen so viel mehr.

Bereits bei der Wahl eines MINT-Studiums zeigt sich, dass es weitaus mehr als fünf MINT-Studiengänge gibt. Die IU bietet zahlreiche Studiengänge im MINT-Bereich und arbeitet ständig daran, bestehende zu optimieren bzw. neue zu etablieren. Grund dafür ist nicht zuletzt die steigende Nachfrage nach MINT-Expert:innen am Arbeitsmarkt, national und international.   

Leider wurde in der Vergangenheit nur wenig getan, um der MINT-Welt und den Naturwissenschaften die Faszination und Vielfältigkeit zuzusprechen, die sie bereits in Studium und Lehre verdient hat. Neueste Trends, vielversprechende Entwicklungen und Nobel-preisgekrönte Innovationen begeistern schließlich nicht nur Wissenschaft und Forschung. Aktuell gibt es über 200 verschiedene Fachrichtungen in den MINT-Disziplinen. Eindimensional sind MINT-Studiengänge demnach definitiv nicht. 

MINT & Möglichkeiten: Welche Studiengänge gibt es?

Wer sich für ein MINT-Studium interessiert, kann aus einer sehr großen Anzahl an MINT-Studiengängen wählen. Während klassischere Studiengänge wie Informatik, Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik, Elektrotechnik oder Softwareentwicklung nach wie vor beliebt sind, wissen nur wenige, was MINT noch alles umfasst. Zur Auswahl stehen demnach auch weniger bekannte Studiengänge wie 

  • Umweltingenieurwesen Bachelor
  • Medizintechnik Bachelor
  • Mechatronik Bachelor
  • Business Intelligence Bachelor
  • Digital Health Bachelor
  • Digital Business Bachelor | Digital Business MBA


Eine komplette Übersicht aller MINT-Studiengänge findet Ihr hier: Bachelor im MINT-Bereich & Master im MINT-Bereich.

Neben den sozialen Studiengängen gehören MINT-Studiengänge weiterhin zu den beliebtesten Studiengängen an der IU Internationalen Hochschule (IU). Das lässt sich vor allem an der großen Modulauswahl erklären, die es Studierenden ermöglicht, sich ganz individuell auf einen bestimmten Bereich zu fokussieren. Dazu kommt eine Vielzahl an spannenden und abwechslungsreichen Stellenportfolios.  

MINT & Studium: Wie kann es ablaufen?

Zu Beginn eines MINT-Studiums werden die wichtigsten Grundlagen erlernt. Quereinsteiger haben so die Möglichkeit, neues Wissen vor allem in den Naturwissenschaften zeitnah aufzuholen. Um Inhalte schnell und verständlich aufzunehmen, helfen zudem Tutorien oder organisierte Lerngruppen. Im IU Studium kann darüber hinaus in verschiedenen Studienformaten studiert werden. Egal ob dual, am Campus oder digital – das Wie wird ganz individuell und auf die unterschiedlichsten Lebenssituationen angepasst. Dank zahlreicher Tools und Gadgets sowie maximalem Support findet jeder Lerntyp seine optimale Study-Life-Balance.   

Sobald der theoretische Teil sitzt, gehen die meisten MINT-Studiengänge in einen sehr spannenden und zeitbezogenen Anwendungsbereich über. Im weiteren Verlauf wird es vor allem in den naturwissenschaftlichen Studiengängen darum gehen, eigenständig zu forschen, zu analysieren und zu experimentieren. Darüber hinaus wird vermittelt, wie Ideen, Produkte und Dienstleistungen entstehen und welche Abläufe bei deren Umsetzung entscheidend sind. Generell wird im Bereich Studium und Lehre ein umfangreiches MINT-Portfolio geboten. 

Gut zu wissen

Wenn die Entscheidung zu einem MINT-Studiengang noch Zeit braucht, ist es möglich, das IU Studium vorab zu testen, vier Wochen lang, ganz unverbindlich und kostenfrei.  

MINT & Grundlagen: Welche Voraussetzungen gibt es?

Die Voraussetzungen für MINT-Studiengänge, vor allem in den Bereichen Physik, Biologie und Chemie, sind ganz unterschiedlich. Man sollte sich daher nicht von dem Gedanken leiten lassen, im Studium ein herausragendes Zahlenverständnis mitbringen zu müssen. Viel entscheidender ist, sich für einen oder mehrere Themenschwerpunkte in naturwissenschaftlichen Studiengängen begeistern zu können.  

Daher sei geraten, sich bereits ganz am Anfang mit dem Ergebnis seiner neuen Expertise auseinanderzusetzen. Heißt: ‚In welcher Branche möchte und werde ich arbeiten, bzw. welchen Beruf möchte und werde ich ausüben?‘ Natürlich gehört auch die Motivation und der Wille dazu, fehlendes Know-how aufzuholen. Die Fähigkeit analytisch zu denken, sollte im MINT-Bereich zudem nicht unterschätzt werden. Denn: MINT-Inhalte sind durchaus differenziert, jedoch nicht unerreichbar. Wer die Begeisterung mitbringt, sich wissenschaftlich mit herausfordernden Themen auseinanderzusetzen, um aktiv an der Gestaltung unserer Zukunft mitzuwirken, ist im MINT-Kosmos gut aufgehoben. 

MINT & Gender: Was können Stipendien & Co. bewirken?

Um vor allem Frauen den Weg in die MINT-Welt und damit auch zu einem MINT-Studium zu ebnen, setzt sich die IU Internationale Hochschule (IU) für zielgerichtete Programme, Aufklärung und Studienfinanzierung ein. So wurde beispielsweise die Eventserie ‚Yes she can – Girls in IT‘ ins Leben gerufen. Die im Oktober und November von acht MINT-Professorinnen der IU abgehaltenen Workshops ermöglichten interessierten Schülerinnen ab der 10. Klasse, sich kostenfrei ein Bild zu machen, fernab eventueller Gegenstimmen, auch der eigenen.  

Meinen Kolleginnen und mir war es besonders wichtig, erste Einblicke authentisch, faszinierend und wertfrei zu gestalten.

So erinnert sich Alexandra Wuttig, IU Professorin für Entrepreneurship und Innovation. Dass Diversität im MINT-Bereich essentiell ist, erklärt Prof. Wuttig unter anderem im Interview Innovation, Diversity, MINT. Im Diskurs zum Thema ist zudem denkbar, dem MINT-Begriff eine erweiterte Definition bzw. Interpretation zuzusprechen, um dem Gender-Gap gezielt entgegenzuwirken.  

Auch neben der Eventserie versucht die Hochschule mehr Frauen für MINT-Studienfächer zu werben. Mit dem Stipendium soll es Interessentinnen ermöglicht werden, ein Studienfach ihrer MINT-Wahl zu guten Konditionen zu absolvieren. Und sollte der Schritt zum Studium noch zu groß sein, geben Professor:innen und IU-Expert:innen in regelmäßig stattfindenden Infoveranstaltungen erste wichtige Einblicke ins Campus-Leben, natürlich unverbindlich und kostenfrei. Angebote wie Women in Tech und Yes She Can sollen um weitere anwachsen. „Nicht nur die junge Zielgruppe spielt hier eine wichtige Rolle. Auch junge Frauen, Mütter und sogar Großmütter sollen ihre MINT-Plattform finden”, so Prof. Kunz weiter im Gespräch zum Thema.   

MINT & Karriere: Welche Perspektiven gibt es?

Die MINT-Wissenschaften gehören zu den innovativsten wirtschaftlichen Bereichen. Grund dafür: Am Arbeitsmarkt gibt es eine starke Nachfrage nach Student:innen, die vor allem einen akademischen Abschluss in den Bereichen Technik- und Ingenieurwissenschaften sowie Informatik vorweisen können.   

Wer ein MINT-Fach studiert hat, hat später zahlreiche Möglichkeiten. Zum Beispiel können MINT-ler:innen nicht nur Synthese, sondern auch Analytik, so Expert:innen der Branche. Oder: Absolvent:innen können in Banken und bei Versicherungen als Risikoanalyst:innen oder Kryptolog:innen arbeiten. Auch Unternehmensberatungen suchen MINT-Expert:innen, wie in den Bereichen digitale Transformation, Digital Business Building oder Software Strategie. Forschungsbereiche wie Künstliche Intelligenz und Softwareentwicklung sind heute förmlich am Explodieren. Egal, ob im wissenschaftlichen Kotext oder in der Wirtschaft: Die Aussichten sind sehr gut.  

MINT & Gehalt: Was verdienen Absolvent:innen?

Naturwissenschaften machen einen großen Teil unserer Lebens- und Arbeitswelt aus: Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie und Physik begegnen und täglich. Aber auch Big Data und KI gehören zu innovativen Studiengängen mit Zukunft. Interessant für MINT-Absolvent:innen sind daher auch die Gehaltsperspektiven. Die können sehr unterschiedlich ausfallen: Als Elektroingenieur:in liegt das durchschnittliche Jahresgehalt bei knapp 60.000 Euro brutto (vgl. Gehaltsreport Stepstone). Projektmanager:innen erhalten im Schnitt etwa 62.000 Euro und Electrical Engineers circa 55.000 Euro brutto. Und wo liegt der Lohnschnitt in den IT-Berufen? Softwareentwickler:innen verdienen durchschnittlich rund 60.000 Euro brutto im Jahr. UX-Designer:innen können mit etwa 48.000 Euro rechnen.   

Mein Beruf ist das Schreiben und das tue ich im Fernstudium der IU. Als Redakteurin und Texterin bin ich hier Teil eines tollen Teams im Marketing. Meine ersten Schritte als Copywriter machte ich in einer großen Werbeagentur – und das eher zufällig. Studiert habe ich Germanistik. Heute ist mir wichtig, mit Worten etwas zu bewegen. Und wenn es nur der rechte Mundwinkel ist.

Kristin
IU Redakteurin
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