BEWERBEN WÄHREND DER ARBEITSLOSIGKEIT.

Bewerbungstrainings für Arbeitsuchende. Was läuft gut? Was kann verbessert werden?

iu.de

Darum geht es in der Studie:

WÄHREND DER ARBEITSLOSIGKEIT AN DEN BEWERBUNGSSKILLS FEILEN? MACHT SINN.

SICH DAS X-TE MAL FÜR EINEN JOB BEWERBEN UND EINE ABSAGE BEKOMMEN KANN ZERMÜRBEND SEIN. SPÄTESTENS NACH DER ZIGSTEN ABSAGE KOMMEN DIE SELBSTZWEIFEL UND MEIST VÖLLIG UNBEGRÜNDETE ÄNGSTE AUF. GUT, WENN MAN DESHALB AUF DEN BEWERBUNGSPROZESS PERFEKT VORBEREITET IST. DOCH GENAU HIER GIBT ES LAUT DEN ERGEBNISSEN DER AKTUELLEN STUDIE DER IU INTERNATIONALEN HOCHSCHULE (IU) NOCH HANDLUNGSBEDARF.

 Die Wichtigkeit von Bewerbungstrainings wird von vielen erkannt. Obwohl sich die Mehrheit dabei als gut vorbereitet für den Bewerbungsprozess einstuft, wird das Bewerbungstraining selbst als wichtig angesehen. Knapp 63 Prozent sind grundsätzlich motiviert, an einem solchen Training teilzunehmen. Und das, obwohl 83,4 Prozent angeben, dass ihre Bewerbungsunterlagen bereits sehr gut ausgearbeitet sind. Das zeigt, dass viele Arbeitsuchende bereit sind, an ihren Skills und ihrer Bewerbung zu feilen.

Fast alle Befragten, die bereits ein Bewerbungstraining absolviert haben, gaben an, dass während des Trainings die Überarbeitung des Lebenslaufs an erster Stelle steht. Wenn es jedoch um die persönlichen Bedürfnisse geht, ist die gezielte Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch viel wichtiger für ein erfolgreiches Bewerbungstraining als die Überarbeitung des Lebenslaufs und des Anschreibens. Und auch die Vorbereitung auf Gehaltsverhandlungen wird häufiger gewünscht als dann in der Realität bei Bewerbungstrainings umgesetzt.

Wenn es darum geht, welchen Mehrwert ein Bewerbungstraining bieten soll, dann wünschen sich die Arbeitsuchenden insbesondere mehr Sicherheit und Selbstvertrauen. Erst danach werden die eigentliche Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch sowie die Aussicht auf eine konkrete Anstellung beziehungsweise Arbeitsplatzvermittlung genannt.

Viele der Bewerbungstrainings sind jedoch nicht individuell genug. Nur jede:r zehnte Befragte ist mit dem bereits absolvierten Bewerbungstraining sehr zufrieden. 46,6 Prozent sind eher bis sehr unzufrieden. Fast die Hälfte konnte das Gelernte nicht anwenden. Dies liegt unter anderem an den bestehenden Diskrepanzen zwischen den benötigten Inhalten und den tatsächlich im Bewerbungstraining besprochenen Inhalten.

Unser Fazit: Damit ein Bewerbungstraining als erfolgreich bewertet wird, muss es vor allem mehr Sicherheit und Selbstvertrauen vermitteln und auf die konkrete Bewerbungssituation vorbereiten. Im direkten Vergleich ist die Optimierung der Bewerbungsunterlagen weniger wichtig als das Stärken der Soft Skills. Bewerbungstrainings sollten daher eher in Richtung individuelles Coaching als allgemeines Training gehen.

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Die vier wichtigsten Erkenntnisse:

  • VIELE SIND BEREIT FÜR DEN BEWERBUNGSPROZESS. 78,3 % fühlen sich grundsätzlich gut vorbereitet, wenn es um die Bewerbung geht.
  • DIE MOTIVATION FÜR EIN BEWERBUNGSTRAINING? IST GRUNDSÄTZLICH VORHANDEN. 62,6 % sind sehr bis eher motiviert, wenn es um Bewerbungstrainings geht.
  • JEDE:R ZWEITE HAT BEREITS AN EINEM BEWERBUNGSTRAINING TEILGENOMMEN. 53,5 % haben bereits ein Bewerbungstraining absolviert beziehungsweise sind gerade dabei.
  • NUR DIE HÄLFTE IST TATSÄCHLICH ZUFRIEDEN. 53,5 % sind eher bis sehr zufrieden mit dem bereits absolvierten Bewerbungstraining.

Über diese Studie:

  • Veröffentlichung am 21.12.2022
  • 1.026 befragte Arbeitsuchende in Deutschland
  • Zeitraum der Befragung: 17.05.2022 – 30.05.2022


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