Motivation und Zufriedenheit im Job.
NACHHALTIGE ARBEITSMOTIVATION.

Was spornt Mitarbeitende an? Was bindet nachhaltig ans Unternehmen?

iu.de

Darum geht es in der Studie

Nachhaltige Arbeitsmotivation schaffen. Welche Rolle spielt das Gehalt dabei tatsächlich? Und welche Faktoren haben außerdem Einfluss auf Motivation und Zufriedenheit?

Mitarbeitende ans Unternehmen binden. Und das langfristig. Eine Herausforderung, der sich jedes Unternehmen stellen muss, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und nachhaltig am Markt erfolgreich zu sein. Genau darum geht es in dieser Studie.

Wer zufrieden und motiviert ist, möchte länger im Unternehmen bleiben und zeigt mehr Einsatzbereitschaft. Doch was macht wirklich zufrieden und motiviert bei der Arbeit? Wenig überraschend: Das Gehalt wirkt sich auf die Zufriedenheit und Motivation von Arbeitnehmenden aus.

Laut Prof. Dr. Martina Lütkewitte ist das Gehalt zwar ein wichtiger Faktor, bei dem sich der Motivationseffekt jedoch über Zeit und mit der Höhe abnutzt. Arbeitgeber:innen sollten das Gehalt vielmehr als Hygienefaktor betrachten: Wenn die Bezahlung nicht als angemessen empfunden wird, laufen andere Motivationsmaßnahmen ins Leere. Zunächst muss also das Einkommen stimmen, bevor andere Faktoren nachhaltig motivieren und zufrieden machen können.

Doch welche Faktoren motivieren nachhaltig? Und machen zufrieden? Unter anderem diejenigen, die das direkte Arbeitsumfeld betreffen. Die größten signifikanten Einflüsse auf die Zufriedenheit haben die Arbeitsatmosphäre und das Verhältnis zu Vorgesetzten inklusive ihres Vertrauens sowie die Anerkennung. Die Motivation ist höher, je interessanter das Aufgabengebiet, je besser die Arbeitsatmosphäre und je größer das Vertrauen von Vorgesetzten ist. Das Interesse am Aufgabengebiet wird mit zunehmendem Alter als Motivator immer wichtiger, wohingegen die Relevanz eines hohen Grundgehalts sinkt.

Und was ist mit Sinnstiftung im Job? Auch dies ist für jede:n Vierte:n motivierend und ein signifikanter Einflussfaktor auf die Motivation von Mitarbeitenden. Besonders die Generation X wird durch eine sinnstiftende Tätigkeit positiv beeinflusst.

Interessante und sinnvolle Aufgaben, Vertrauen seitens der Führungskraft und Raum für eigenständiges Arbeiten, Entwicklungsmöglichkeiten, Anerkennung und Wertschätzung. Hier liegt der Schlüssel für langfristige Motivation, Zufriedenheit und Bindung von mitarbeitenden.“ Prof.ⁱⁿ Dr.ⁱⁿ Martina Lütkewitte, Professorin für International Management & Fachgebietsleiterin „Wirtschaft & Management“ an der IU Internationalen Hochschule

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Das Wichtigste vorab.

  • Motivationsfaktor 1 – Gehalt: Das Gehalt? Muss passen. Ein höheres Gehalt? Macht auch zufriedener. Und motivierter. Für knapp die Hälfte der Befragten führt Gehalt zu Motivation. Und auch, wenn es um den Traumjob geht, ist ein hohes Grundgehalt mit Abstand am wichtigsten (69,3 %). Kein Wunder: Befragt wurden in dieser Studie vor allem „Normalverdiener“. Rund die Hälfte der Befragten haben ein Bruttogehalt bis zu 40.000 Euro angegeben.
  • Motivationsfaktor 2 – Wohlfühlen & Wertschätzung: Das direkte Arbeitsumfeld zählt. Wer nachhaltig Mitarbeitende an sich binden möchte, sollte vor allem auf Motivationsfaktoren achten, die im direkten Arbeitsumfeld relevant sind. Zum Beispiel: Verhalten/Wertschätzung von Vorgesetzten, angenehme Arbeitsatmosphäre, starker Zusammenhalt im Team, Freiraum in der Arbeitszeitgestaltung oder auch der Arbeitsstandort selbst.
  • Motivationsfaktor 3 – Interesse & Sinnstiftung: Ein guter Job? Muss Sinn machen. Ein interessantes Aufgabengebiet erhöht die Motivation zusehends. Gleichzeitig ist das Gefühl, etwas Sinnvolles zu machen, für 26,5 % der Befragten ein Motivationsfaktor. Je älter die Befragten, desto sinnstiftender und wertschätzender sollte der Job sein.

Über diese Studie:

  • Veröffentlichung am 10.05.2022
  • 2.034 Befragte aus Deutschland im Alter von 18 bis 65 Jahren, die bei einem:einer Arbeitgeber:in angestellt sind
  • Repräsentativ nach Alter und Geschlecht
  • Zeitraum der Befragung: 14.07.2021 – 23.07.2021

Auszeichnungen, Akkreditierungen und Zertifizierungen