Studieren mit
Beeinträchtigung

In Deutschland waren elf Prozent der Studierenden im Sommersemester 2016 durch eine oder mehrere gesundheitliche Beeinträchtigungen in ihrem Studium eingeschränkt. Das sollte Dich aber nicht davon abhalten, Deinen Zukunftstraum zu verwirklichen. Hier findest Du nützliche Tipps für Dein Studium mit Beeinträchtigung. 


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WUSSTEST DU ...

Im Hochschulrahmengesetz ist verankert, dass Hochschulen dafür Sorge tragen müssen, dass Studierende mit einer Beeinträchtigung in ihrem Studium nicht benachteiligt werden und die Angebote der Hochschule möglichst ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen können (Kapitel 1, Paragraph 2, Absatz 4, Satz 2). In den einzelnen Bundesländern wurden die Regelungen aus dem Hochschulrahmengesetz übernommen. Teilweise wurden Ergänzungen in den Landeshochschulgesetzen vorgenommen, beispielsweise zum Erlass von Langzeitstudiengebühren.

Gehöre ich dazu? Studierende mit Beeinträchtigung.

Es gibt verschiedene körperliche und gesundheitliche Beeinträchtigungen, die Dein Studium erschweren können. Darunter auch viele, die für Außenstehende nicht sofort wahrnehmbar sind.

Laut einer Studie des DSW bleiben etwa zwei Drittel der Behinderungen an deutschen Hochschulen unbemerkt, wenn Studierende sie nicht selbst thematisieren.

Folgende Gruppen der Beeinträchtigungen gibt es:

  • Mobilitätsbeeinträchtigung
  • Seh-, Hör- oder Sprechbeeinträchtigung
  • Teilleistungsstörungen wie Legasthenie oder Dyskalkulie
  • Chronische Erkrankungen wie Rheuma, Morbus Crohn oder Diabetes
  • Psychische Erkrankungen wie Depressionen


Statistiken zum Studium mit Beeinträchtigung

Das Studentenwerk publizierte im Jahr 2011 eine ausführliche Datenerhebung zum Thema „beeinträchtigt studieren“: Rund 16.000 Studierende mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten haben sich an der Umfrage beteiligt und Auskunft darüber gegeben, wie sich ihre Beeinträchtigungen bei der Finanzierung und Organisation des Studiums auswirken. Hier findest Du die zentralen Ergebnisse der Befragung:

Angaben zur Beeinträchtigung

45 Prozent der Befragten gaben an, dass sie durch psychische Erkrankungen wie Angststörungen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen oder Depressionen am stärksten beim Studieren beeinträchtigt werden. Bei 20 Prozent der Befragten erschwert eine chronische Krankheit das Studium. Etwa sechs Prozent gaben eine Teilleistungsstörung als Beeinträchtigung an – es handelte sich dabei überwiegend um Legasthenie, Dyskalkulie oder Dyslexie.

Unter den Betroffenen sind weitere fünf Prozent durch Sehbeeinträchtigungen, vier Prozent durch Mobilitätseinschränkung und drei Prozent durch eine Hör- oder Sprechbeeinträchtigung in ihrem Studium benachteiligt. 22 Prozent der Studierenden mit Bewegungsbeeinträchtigung litten zudem öfter unter chronischen Schmerzen.


Lediglich acht Prozent der Studierenden verfügen über einen Schwerbehindertenausweis – in den meisten Fällen Studierende mit einer eingeschränkten Mobilität sowie einer Seh- oder Hörbeeinträchtigung. Befragten mit psychischen Beeinträchtigungen oder Teilleistungsstörungen liegt nur in den seltensten Fällen ein Schwerbehindertenausweis vor.

Angaben zum Beratungsangebot

Nur 25 Prozent der Studierenden mit Beeinträchtigung gingen auf Beratungsangebote zu beeinträchtigungsspezifischen Fragen ein, obwohl 60 Prozent unter starken oder sehr starken Einschränkungen und Erschwernissen im Studium litten. Sie nutzten dabei Beratungsangebote

  • der Hochschulen (sechs Prozent),
  • der Studentenwerke (drei Prozent) oder
  • der studentischen Selbstverwaltung (zwei Prozent).

Am häufigsten gingen Studierende mit Beeinträchtigung auf die psychologischen Beratungsstellen der Hochschulen und Studentenwerke zu. Studierende mit Sinnes- oder Mobilitätseinschränkungen wendeten sich zur Beratung überdurchschnittlich oft an den Behindertenbeauftragten der Hochschule. Studierende mit psychischen Erkrankungen suchten dagegen am meisten – und fast ausschließlich – psychosoziale Beratungsstellen auf. Themenschwerpunkte der Beratung von Betroffenen durch Behindertenbeauftragte sind:

  • Umgang mit der eigenen Beeinträchtigung
  • Gestaltung und Durchsetzung von Nachteilsausgleichen
  • Organisation des Studiums

Als Grund für die Nichtnutzung von Beratungsangeboten gab ein Drittel der Befragten an, keinen Bedarf zu haben. Darüber hinaus fühlte sich ein weiteres Drittel der Studierenden mit Beeinträchtigung von vorhandenen Beratungsangeboten nicht angesprochen. Fast 50 Prozent der Betroffenen verzichtete auf die Nutzung von Beratungsangeboten, um das Bekanntwerden der Beeinträchtigung zu verhindern. Und nahezu zwei Drittel der Studierenden mit psychischen Beeinträchtigungen verzichteten aus diesem Grund auf die persönliche Beratung.

Durchschnittlich verlängert sich die Studienzeit von Studierenden mit Beeinträchtigung um einige Monate: Bei der Erstzulassung sind die Betroffenen im Durchschnitt drei Monate jünger als ihre Kommilitonen, absolvieren das Studium aber deutlich später. Zum Zeitpunkt der Befragung waren die Betroffenen im Mittel bereits neun Monate älter als der Durchschnitt aller Studierenden. Bei uns bekommen alle die Chance, sich ihrer Bildung und ihrem individuellen Weg dahin auf ihre ganz eigene Weise zu nähern. Wir helfen Dir sofort und immer dann, wenn Du uns brauchst. Dein Erfolg ist unser Ziel. Egal, wer Du bist oder woher Du kommst – an der IU Hochschule werden alle dabei unterstützt, ihre ganz persönlichen Ziele und Karriereträume zu erreichen. Denn hier gibt’s Bildung auf Deine Art.

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