
Drittmittelgeber und Förderlinie
Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration NRW
Aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans NRW
Eine empirische Untersuchung zu Leitbegriffen und Fortbildungsangeboten
Das Projekt „Kulturpädagogische Leitbegriffe in der postdigitalen Transformation?“ ist als Folge- und Ergänzungsstudie zur gleichnamigen empirischen Untersuchung angelegt, die im Zeitraum vom 1. September 2024 bis zum 31. August 2026 durchgeführt wurde und quantitative sowie qualitative Methoden miteinander verband. In der ersten Studie wurden sowohl explizite fachliche Deutungsmuster als auch implizite handlungsleitende Vorannahmen und habituelle Begründungsroutinen von Fachkräften an Jugendkunstschulen im Kontext (medien-)kultureller Angebote rekonstruiert. Auf dieser Grundlage konnten Typisierungen herausgearbeitet werden, die sich hinsichtlich der Bewertung, Nutzung und Einbindung digitaler Medien unterscheiden. Darüber hinaus wurden erste Ansätze für zielgruppenspezifische Fortbildungsangebote entwickelt.
Die Folge- und Ergänzungsstudie knüpft unmittelbar an diese Ergebnisse an. Zum einen wird die quantitative Fragebogenerhebung auf weitere Handlungsfelder und Einrichtungen der Kulturellen Bildung ausgeweitet, wobei sich die Untersuchung räumlich auf Nordrhein-Westfalen konzentriert. Dadurch soll geprüft werden, inwieweit sich die in Jugendkunstschulen identifizierten Deutungsmuster und Typisierungen auch in anderen Bereichen der Kulturellen Bildung wiederfinden, unterscheiden oder ergänzen lassen.
Zum anderen werden bestehende Fortbildungsangebote zum Umgang mit digitalen Medien für Fachkräfte der Kulturellen Bildung in Nordrhein-Westfalen systematisch erfasst und analysiert. Die inhaltliche Ausrichtung, die didaktische Gestaltung und die adressierten Zielgruppen dieser Angebote werden mit den Ergebnissen und Typisierungen der vorangegangenen Studie abgeglichen. Auf diese Weise sollen mögliche Leerstellen und Entwicklungsbedarfe in der bestehenden Fortbildungslandschaft identifiziert sowie Empfehlungen für differenzierte, bedarfsgerechte und typensensible Qualifizierungsangebote entwickelt werden.
vorheriges Projekt01.09.2026 bis 31.08.2028


Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration NRW
Aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans NRW
Rohde, Julia (2026): Kulturpädagogische Praxis im Spiegel von (Post-)Digitalität. In: Tom Braun, Jule Korte und Lisa Unterberg (Hg.): Katertage des Subjekts? Postdigitale Subjektivität und Bildungskonzeptionen. Weinheim: Beltz Juventa, S. 180–197.
Trupp, Johann; Korte, Jule; Braun, Tom (2026): Zwischen Atelier und Algorithmus. Was denken die Fachkräfte der Kultureller Bildung über digitale Medien. In: bjke, LKD (Hrsg.): Infodienst Das Magazin für Kulturelle Bildung (160). Unna: LKD-Verlag, S. 15–17.
Braun, Tom; Korte, Jule (2025): Kulturpädagogische Leitbegriffe im postdigitalen Wandel? Ein Forschungsprojekt mit Fachkräften der Jugendkulturarbeit. In: Brückerhoff, Björn (Hrsg.): Neue Gegenwart. Magazin für Medienjournalismus. Online verfügbar unter:https://www.neuegegenwart.de/teibegriffe.html, letzter Zugriff 21.07.2026.
Prof. Dr. Tom Braun, tom.braun@iu.org,
Professur Kultur- und Medienpädagogik, Mitglied im Leitungsteam IU Research Center Kulturelle Bildung und Digitalität
Tom Braun ist seit 2021 Professor für Kultur- und Medienpädagogik an der IU Internationale Hochschule. Zuvor verantwortete er als langjähriger Geschäftsführer der Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) bundesweite Maßnahmen zur Feldentwicklung der kultur- und medienpädagogischen Fachstrukturen sowie die Konzeption und Durchführung von Projekten zur Grundlagen- und Transferforschung. in den Bereichen Kooperationen von Jugend, Kultur und Schule, Kulturelle Schulentwicklung sowie Pädagogik der Anerkennung. Seine Arbeits- und Forschungsgebiete: Theorie und Praxis der Kulturellen Bildung, Kritische Kulturpädagogik, Kulturen postdigitaler Subjektivität, kulturelle Schulentwicklung sowie kinder- und jugendgerechte Ganztagsbildung. Tom Braun ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DgfE) sowie verschiedenster wissenschaftlicher Beiräte im nationalen und internationalen Kontext, z.B. der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online, des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung, des KinderKunstLabors St. Pölten, des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland u.a.
Prof. Dr. Jule Korte, jule.korte@iu.org,
Professur Kultur- und Medienpädagogik
Studiengangsleitung BA Kultur- und Medienpädagogik, Mitglied im Leitungsteam IU Research Center Kulturelle Bildung und Digitalität
Jule Korte ist seit 2020 Professorin für Kultur- und Medienpädagogik an der IU Internationale Hochschule und leitet den gleichnamigen Studiengang. Promoviert hat sie mit einer empirischen Arbeit zu Fernsehen und Fernsehwahrnehmung, insb. vor dem Hintergrund von Labels wie dem des “Unterschichtenfernsehens”. Seitdem hat sie in verschiedenen Forschungsprojekten mitgewirkt, u.a. als PostDoc im BMBF-geförderten Projekt „Transkulturelle Bildungspraktiken im postmigrantischen Theater und in der Schule – Method Mixing als Transmission“ (Projektleitung Prof. Dr. Birgit Althans) und als assoziiertes Mitglied im Nachfolgeprojekt „Waste Land? Ländlicher Raum als Affektraum und kulturelle Bildung als Pädagogik der Verortung“ (Projektleitung Prof. Dr. Birgit Althans). Mit medienpädagogischen Fragestellungen befasst sie sich vor allem im Kontext des Fernsehens und der Sozialen Medien, darüber hinaus interessiert sie der Zusammenhang zwischen Medien und ästhetischer Erfahrung sowie Forschungsperspektiven im Dialog zwischen Medienpädagogik und Kultureller Bildung. Sie ist Mitglied in der kulturwissenschaftlichen Gesellschaft, der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) sowie des Koordinierungskreises des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung.
Johann Trupp, johann.trupp@iu.org , Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Johann Trupp ist seit 2026 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der IU Internationale Hochschule im Forschungsprojekt „Kulturpädagogische Leitbegriffe in der postdigitalen Transformation?“ Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Fachgruppe „Digitale Bildung in der Schule“ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sowie Doktorand am Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut in der Abteilung „Mediale Transformationen“. Dort arbeitete er im DFG-geförderten Forschungsprojekt „Bildungsmedien 4.0? Eine Analyse zu den Veränderungen von Produktion und Vermittlungswissen im Feld der Bildungsmedien“ (Projektleitung: Prof. Dr. Felicitas Macgilchrist).
In seiner Dissertation untersucht er die Transformation ökonomischen Vermittlungswissens in Schulbüchern und analysiert Bildungsmedien als Teil eines Dispositivs aus bildungspolitischen, ökonomischen und medialen Strukturen. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der medienwissenschaftlich orientierten Schulbuchforschung, der Diskursanalyse von Bildungsmedien sowie der Untersuchung von Subjektivierungsprozessen in schulischen Wissensmedien. Johann Trupp ist Mitglied der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM), der AG Medienkultur und Bildung sowie des Netzwerks „Kritische Digitalitätsforschung im Kontext Schule“.
Julia Catharina Wrede, julia-catharina.wrede@iu.org, Wissenschaftliche Hilfskraft
Julia Catharina Wrede ist seit 2025 als Werkstudentin im Forschungsreferat sowie im kulturpädagogischen Projekt „Kulturpädagogische Leitbegriffe in der postdigitalen Transformation?” der IU Internationale Hochschule tätig. Gleichzeitig verfolgt sie ein Masterstudium im Bereich der Bildungswissenschaft mit dem Schwerpunkt digitale Medien. Zuvor absolvierte sie den Bachelorabschluss in Psychologie. Sie war im Lehrgebiet Bildungstheorie und Medienpädagogik der FernUniversität in Hagen tätig, wirkte am Forschungsprojekt ,,KI-Campus 2.0” (Projektleitung: Prof. Dr. Claudia de Witt) sowie an einer psychophysiologischen Studie zur Handlungsemulation mit und konnte bereits theoretische und praktische Erfahrungen im Bildungs- und Erziehungsbereich sammeln. Der Schwerpunkt ihrer Forschungsinteressen liegt auf digitaler Ungleichheit (Digital Divide) und den Bedingungen chancengerechter Teilhabe in digitalisierten Bildungskontexten.