
FachgebietGesundheit
Herzlich willkommen im Fachgebiet Gesundheit.

„Das Gesundheitswesen steht aktuell vor großen Herausforderungen: Der demografische Wandel, wachsende Ansprüche an Qualität und Wirtschaftlichkeit und der Personalmangel setzen das Gesundheitssystem zunehmend unter Druck. Gleichzeitig ermöglichen die Digitalisierung im Gesundheitswesen und die Anwendung von KI eine Beschleunigung des medizinisch-technischen Fortschritts und eine zunehmend vernetzte Versorgung.
Diese vielschichtigen Herausforderungen verlangen nach innovativen Denkansätzen, Verantwortungsbewusstsein und zunehmend interdisziplinär ausgerichteten Lösungen. Unser Ziel ist es, unsere Studierenden für ein breites Spektrum an Aufgaben im Gesundheitswesen zu qualifizieren."
Prof. Dr. Brit Schneider
Professorin für Gesundheitsökonomie
Fachgebietsleiterin Gesundheit
Aktuelles aus dem Fachgebiet Gesundheit
Wenn Familien den Weg zur Therapie selbst organisieren müssen: IU-Forscherinnen veröffentlichen Studie in PLOS ONE
Wie erleben Eltern den Weg von ersten Entwicklungsauffälligkeiten ihres Kindes bis zur therapeutischen Versorgung? Dieser Frage sind die Professorinnen Stephanie Rupp und Hanna Schwendemann von der IU Internationalen Hochschule im Forschungsprojekt „EGUBE – Eltern gut begleitet?“ nachgegangen. Die Ergebnisse ihrer qualitativen Studie wurden im September 2026 in der internationalen wissenschaftlichen Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht:
Rupp, S., & Schwendemann, H. (2026). Mothers’ experiences of care pathways for children with speech and developmental concerns in Germany: A qualitative study of navigation, transitions, and communication. PLOS ONE, 21(9), e0357294.
Von der Bachelorarbeit zum EXIST-geförderten Gründungsprojekt: Sprachspatz
Wie aus einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit ein innovatives Versorgungsangebot entstehen kann, zeigt das Beispiel der IU-Absolventin Josefin Krone. Im Rahmen ihrer von Professorin Stephanie Rupp betreuten Bachelorarbeit im Studiengang Logopädie beschäftigte sie sich mit Wartezeiten auf logopädische Therapieplätze und möglichen Unterstützungsangeboten für betroffene Familien. Aus dieser wissenschaftlichen Auseinandersetzung entwickelte sich die Idee zur App „Sprachspatz“. Josefin Krone erhielt 2024 den IU Alumni Award in der Kategorie „Entrepreneurship“. Das Gründungsvorhaben wurde zudem durch ein EXIST-Gründungsstipendium gefördert. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie wissenschaftliche Nachwuchsförderung, logopädische Versorgung und unternehmerischer Wissenstransfer ineinandergreifen können.
"Krank trotz Urlaub": Forschungsprojekt erhält große mediale Aufmerksamkeit
Professorin Stefanie André zeigt in ihrem Forschungsprojekt "Leisure Sickness: Erschöpft statt erholt" auf, dass ein Großteil der befragten Arbeitnehmer:innen an freien Tagen oder im Urlaub die sogenannte Leisure Sickness (deutsch: Freizeitkrankheit) mit Symptomen wie Müdigkeit bzw. Erschöpfung, Schlafproblemen, Reizbarkeit, Kopfschmerzen oder Erkältungssymptome erlebt. Hierfür erhält die Forscherin große mediale Aufmerksamkeit mit Interviews unter anderem in der Frankfurter Allgemeine Zeitung (faz), beim Mitteldeutschen Rundfunk (mdr), dem Deutschlandfunk, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland und der Frankfurter Rundschau.
Studierende und Professoren aus dem Fachgebiet gewinnen Publikationspreis
Die Studierende Vanessa Gorny und die Professor:innen Hanna Schwendemann und Holm Thieme erhalten den physioscience-Preis 2025. Ausgezeichnet werden sie für ihre Originalarbeit "Einstellung, Verhaltensweisen und Wissen bezüglich Krafttraining in der Physiotherapie: Eine Querschnittsstudie unter Fachkräften", die im März 2025 in der Thieme Fachzeitschrift „physioscience“ erschienen ist. Die Preisverleihung fand im Rahmen des 9. Forschungssymposiums Physiotherapie der Deutschen Gesellschaft für Physiotherapiewissenschaft (DGPTW) an der Hochschule Bremen statt.
Studierende aus dem Fachgebiet Gesundheit gewinnen IU Alumni Awards 2025
Die Studierenden Florina Christian Milder (B.Sc. Ernährungswissenschaft) und Melanie Fender (M.Sc. Public Health) gewinnen bei den IU Alumni Awards 2025 in den Kategorien Outstanding Personal Achievement (Herausragende persönliche Leistung) und Education for Everyone (Bildung für alle). Herzlichen Glückwunsch!
Die Köpfe hinter dem Studium: Unsere Studiengangsleiter:innen.

Prof. Dr. Thomas Krössin
Studiengangsleitung Bachelor Gesundheitsmanagement (Duales MyStudium)

Prof. Dr. Thomas Neunert
Studiengangsleitung Bachelor Gesundheitsmanagement (Duales Studium)
Zur Übersicht aller Lehrenden, die im Fachgebiet Gesundheit an der IU Internationalen Hochschule (IU) tätig sind.
Studiengänge im Fachgebiet Gesundheit.

Alumna Health Care Management
Monika Suryavanshi
Das Studium hat mir eine fundierte Basis gegeben - und gleichzeitig den Freiraum, eigene Schwerpunkte zu setzten. Besonders inspirierend fand ich die interdisziplinären Projekte mit realen Partnern.
Innovative Forschungsschwerpunkte: Gesundheit im Fokus.
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Digitalization – Innovation und Vernetzung im Gesundheitswesen
Im Forschungsschwerpunkt „Digitalization“ werden Innovationen rund um die Digitalisierung im Gesundheitswesen untersucht. Dazu gehören digitale Gesundheitsanwendungen, Health Technology Assessment, digitale Versorgungsnetzwerke und der Einsatz neuer Technologien wie Apps oder digitale Plattformen zur Optimierung von Prävention, Versorgung und Prozessen.
Clinical Research – Evidenzbasierte Versorgung und Patientennutzen
„Clinical Research“ beschäftigt sich mit der evidenzbasierten Untersuchung und Verbesserung medizinischer Versorgung. Fokusthemen reichen von Prävention und Krankheitsbewältigung in verschiedenen Lebenslagen über ernährungsbezogene Forschungsprojekte bis zu Themen der Patientensicherheit.
Gesundheitsreform – Strukturen gestalten, Zukunft sichern
Im Schwerpunkt „Gesundheitsreform“ steht die Analyse und Mitgestaltung von Struktur- und Systemveränderungen im Gesundheitswesen im Mittelpunkt. In diesem Forschungsschwerpunkt werden aktuelle Entwicklungen und Reformvorhaben rund um die medizinische und pflegerische Versorgung sowie deren Auswirkungen auf soziale und räumliche Faktoren untersucht.
Gesellschaft – Soziale Dynamik und gesundheitliche Teilhabe
Der Bereich „Gesellschaft“ beleuchtet die sozialen, kulturellen und demografischen Faktoren, die Gesundheit beeinflussen. Die Forschung findet zu Themen wie Globalisierung, Ungleichheit, Migration und Gesundheit in verschiedenen Altersgruppen statt.
AI – Künstliche Intelligenz und intelligente Gesundheitssysteme
Im Schwerpunkt „AI (Artificial Intelligence)“ werden die Potenziale von künstlicher Intelligenz im Gesundheitsbereich erforscht. Dazu zählen der Einsatz von KI für Diagnostik, Therapie und Pflege, ethische Fragestellungen, KI-basierte Lehr- und Lernmethoden sowie innovative Anwendungsmöglichkeiten in Prävention und Versorgung.
Education – Zukunftsorientierte Gesundheitsbildung und Lerninnovationen
„Education“ widmet sich der Entwicklung und Erprobung neuer didaktischer Konzepte, digitaler Lehrformate und Methodenkompetenzen für die Gesundheitsberufe. Im Fokus stehen innovative Ansätze zur Kompetenzförderung, der Einsatz neuer Technologien in der Lehre und die Weiterentwicklung der Ausbildung.
Safety – Sicherheit und Qualität in der Gesundheitsversorgung
Im Forschungsschwerpunkt „Safety“ stehen die Verbesserung der Patientensicherheit, Risiko- und Qualitätsmanagement und sichere Versorgungsprozesse im Mittelpunkt. Es werden praxisnahe Lösungen zur Fehlerprävention, zur Förderung der Arzneimitteltherapie-Sicherheit und zur Entwicklung gesunder Arbeitsumgebungen erarbeitet.
Gesundheitskompetenz, Kommunikation und Partizipation – Verstehen fördern, Beteiligung ermöglichen
Im Forschungsfeld „Gesundheitskompetenz, Kommunikation und Partizipation“ wird untersucht, wie Menschen gesundheitsbezogene Informationen finden, verstehen, beurteilen und für Entscheidungen nutzen können und welche Rolle professionelle Kommunikation und institutionelle Rahmenbedingungen dabei spielen.
Aktuelle Forschungsprojekte aus dem Fachgebiet Gesundheit
| Titel | Beschreibung | Beteiligte Professor:innen | Publikationen |
|---|---|---|---|
| Lehrforschung | Evaluation von Lernfortschritten bei neuen Lehrmethoden zur PA-Patienten-Kommunikation, Entwicklung eines neuen Tools zur Erfassung von Kommunikationsfähigkeiten in einem OSCE, Kommunikationsübungen mit Online-Bots | Thomas Fischer, Frederik Mader, Daniela Becker, Christian Erker | |
| Infektionsdynamiken verstehen | Es handelt sich um die Entwicklung einer Browseranwendung zur Vermittlung der Grundlagen des SIR-Modells und seiner Erweiterungen (SIRD, SEIR, SIS, SIRV, SEIRDV). Diese Modelle dienen dazu, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten in der Bevölkerung anhand verschiedener Parameter zu simulieren. Die Anwendung soll Anfängern einen niedrigschwelligen Zugang zu solchen Modellen bieten und sie spielerisch erklären. | Andreas Heinz | |
| Zugangsbarrieren im Gesundheitssystem | Im Projekt werden Daten des International Social Survey Programme (ISSP) 2021 zum Thema Gesundheit und Gesundheitsversorgung analysiert. Bei ISSP 2021 handelt es sich um eine repräsentative Bevölkerungsbefragung, die in 30 Ländern durchgeführt wurde. Das Projekt analysiert, wie häufig die Befragten bestimmte Zugangsbarrieren zum Gesundheitssystem erlebt haben und welche Prädiktoren es dafür gibt. | Andreas Heinz | |
| Messinvarianz von Erhebungsinstrumenten & Geschlechtsidentität und Gesundheit | Das Forschungsprojekt befasst sich mit zwei zentralen Themen. Erstens untersucht es die Vergleichbarkeit von Erhebungsinstrumenten in internationalen Studien. Viele Konzepte, etwa das Wohlbefinden, werden mithilfe mehrerer Fragen gemessen und zu einem Gesamtwert zusammengefasst. Für internationale Vergleiche ist jedoch entscheidend, dass diese Fragen in verschiedenen Ländern und Sprachräumen dieselbe Bedeutung haben und gleich funktionieren. Die Prüfung der sogenannten Messinvarianz untersucht daher, ob die Fragen dieselbe Dimension erfassen und ob einzelne Fragen in bestimmten Ländern unterschiedlich interpretiert werden. Solche Unterschiede können beispielsweise durch Übersetzungsprobleme entstehen und dazu führen, dass beobachtete Länderunterschiede auf Messfehler statt auf tatsächliche Unterschiede zurückzuführen sind. Die Überprüfung der Messinvarianz ist daher eine wichtige Voraussetzung für valide internationale Vergleiche. Zweitens untersucht das Projekt gesundheitliche Unterschiede zwischen cisgeschlechtlichen Personen und Menschen, deren Geschlechtsidentität nicht mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt. In vielen Gesundheitsstudien wird Geschlecht lediglich binär erfasst, ohne zwischen biologischem Geschlecht und Geschlechtsidentität zu unterscheiden. Da es bislang keinen allgemein anerkannten Standard für deren getrennte Erhebung gibt, bleiben Unterschiede zwischen verschiedenen Geschlechtsidentitäten häufig unberücksichtigt. Dies kann problematisch sein, da bestimmte gesundheitliche Belastungen und Erkrankungen bei trans Personen häufiger auftreten können. Das Projekt trägt dazu bei, Wissenslücken in diesem Bereich zu schließen und eine differenziertere Erfassung von Geschlecht in der Gesundheitsforschung zu fördern. | Andreas Heinz | van Duin, C., Sischka, P., Heinz, A. & Willems, H. (2024). The relationship between problematic social media use and health behavior: An exploratory specification curve analysis of large-scale survey data. Applied Research Quality Life 20, 319–345, https://doi.org/10.1007/s11482-024-10412-y; Heinz, A., Költő, A., Taylor, A., Chan, A. (2023). “Are you a Boy or Girl?” – A missing Response Analysis, Children, 10(1695) https://doi.org/10.3390/children10101695; Geraets, A.F., Cosma, A., Fismen, A.S., Ojala, K., Pierannunzio, D., Kelly, C., Melkumova, M., Vassallo, C., Gudelj Rakic, J., Heinz, A. (2023). Cross-National Time Trends in Adolescent Body Weight Perception and the Explanatory Role of Overweight/Obesity Prevalence, Child and Adolescent Obesity 6 (1), https://doi.org/10.1080/2574254X.2023.2218148 ; Heinz, A., Catunda, C. & Willems, H. (2022, 1.-3. Dezember). Mental Health of gender-conforming and non-conforming Adolescents in Luxembourg [Konferenzbeitrag]. Excellence in Pediatrics, Amsterdam und Online https://doi.org/10.1080/27707571.2022.2138037; |
| Incubator UNIQUE-DIA-PREVENT | UNIQUE-DIA-PREVENT - Risikobasierte Nachsorge zur Prävention von Typ-2-Diabetes nach Gestationsdiabetes und Analyse bedarfsgerechter Versorgungsangebote. | Claudia Miersch, Simone Jacobs, Brit Schneider, Dagmar Ittner | |
| Erkrankungen bei prähospitalen Rettungskräften in Deutschland | Untersuchung des Gesundheitsverhaltens, der Prävalenz ausgewählter Erkrankungen und subjektiv wahrgenommener Belastungen von Mitarbeitenden des deutschen Rettungsdienstes. | Simone Jacobs | Pecha S, Möckel L, Jacobs S. Health behaviour: Results of the Emergency Medical Services Health Study 2023. International Paramedic Practice 2025; 15(3): 66–76. doi: 10.12968/ippr.2025.0002; Pecha S, Hofmann T, Möckel L, Jacobs S. Subjektiv wahrgenommene Belastung von Mitarbeitenden des deutschen Rettungsdienstes. Zbl Arbeitsmed. 2025; doi: 10.1007/s40664-025-00573-4; Pecha S, Jacobs S, Möckel L. Prävalenz ausgewählter Erkrankungen bei prähospitalen Rettungskräften in Deutschland – Ergebnisse der EMS Health Studie 2023. Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin. 2024; 59: 524-532. doi: 10.17147/asu-1-378125 |
| Ernährungsindizes und chronische Erkrankungen in Kohortenstudien | Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Ernährungsindizes sowie eines Lebensstilrisikofaktorenindex und chronischen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes bzw. metabolischen Syndrom in Kohortenstudien wie der NAKO-Gesundheitsstudie und der US-amerikanischen Multiethnischen Kohorte | Simone Jacobs | Jacobs, S, Klapp, R, Shvetsov, YB, Kristal, BS, Setiawan, VW, Le Marchand, L, Maskarinec, G. Prospective association of a Lifestyle Risk Factor Index with type 2 diabetes in the Multiethnic Cohort. Eur J Nutr 2025; 64: 222. doi: 10.1007/s00394-025-03721-x |
| KOMPASS - Innovationswerkstatt Pflege – Aktivierung von Forschungspotenzialen und Etablierung praxisnaher, partizipativer Pflegeforschung in Einrichtungen der Langzeitpflege | Das Projekt KOMPASS (KOMPetenz-ASSessment und Stärkung partizipativer Pflegeforschung in der Langzeitpflege) adressiert eine paradoxe Situation im deutschen Pflegesystem: Während akademisch qualifizierte Pflegekräfte dringend benötigt werden, bleiben vorhandene akademische Kompetenzen in Langzeitpflegeeinrichtungen systematisch ungenutzt („Brain Waste“). Trotz der beschriebenen Problemlage fehlen bislang evaluierte, skalierbare Werkstatt-Formate zur Aktivierung akademischer und verborgener Kompetenzen speziell in der Langzeitpflege. Vorhandene internationale Studien sind entweder auf den Klinikbereich fokussiert oder verfolgen keine partizipativen Ansätze mit transferfähigen Outputs. Zentrale Forschungsfrage: „Wie können in Langzeitpflegeeinrichtungen vorhandene, aber bisher ungenutzte (akademische) Kompetenzen des Pflegepersonals systematisch identifiziert, sichtbar gemacht und nachhaltig an partizipative, praxisnahe Pflegeforschung angebunden werden? Und inwieweit trägt diese Kompetenzaktivierung zur Reduktion von Bildungshemmnissen und zur Erhöhung der Forschungs- und Studienmotivation bei den Teilnehmenden bei?" Im Rahmen eines Mixed-Methods-Designs mit explorativ-partizipativem Charakter werden in Kooperation mit Praxiseinrichtungen der SenVital GmbH „Innovationswerkstätten Pflege“ durchgeführt: sechsteilige Workshop-Reihen, in denen Pflegefachkräfte als Co-Forschende eigene Forschungsfragen entwickeln, Daten erheben und Ergebnisse in die Praxis transferieren. Ergänzend kommen standardisierte Befragungen und leitfadengestützte Interviews zum Einsatz. | Patrick Fehling, Melissa Henne, Abdulillah Polat, Katharina Rädel-Ablass, Klaus Schliz, Maya Stagge | |
| Konzept für die Evaluation des Modellprojekts „Pflegestrukturplanung Thüringen“ | Das Modellvorhaben „Pflegestrukturplanung Thüringen" (§ 123 SGB XI) unterstützt drei Modellkommunen beim Aufbau einer datenbasierten und partizipativen Pflegestrukturplanung. Die Prozessmoderation liegt beim Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) in Kooperation mit dem TMSGAF und dem Spitzenverband der Pflegekassen Thüringen. | Theresa Hilse-Carstensen, Katharina Rädel-Ablass | |
| Fremdeinschätzung durch Pflegefachpersonal vs. Selbsteinschätzung bei Pflegebedürftigen Menschen im ambulanten Setting in Baden-Württemberg | Vergleich von Lebensqualitätskategorien mit WHOQL-BREF und WHO-OLD Fragebögen bei Pflegebedürftigen Menschen im ambulanten Setting in Baden-Württemberg | Klaus Schliz | |
| FREDA - Frühe Ernährungsevaluierung bei Demenz - Unterstützung für Angehörige | Das Projekt ermittelt die Erreichbarkeit von Betroffenen und ihren Angehörigen, erfasst den Ernährungszustand der Erkrankten, identifiziert Ursachen möglicher Mangelernährung und untersucht die Kompetenzen sowie Bedürfnisse der pflegenden Angehörigen. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse werden präzise Empfehlungen zur Unterstützung pflegender Angehöriger entwickelt, um Mangelernährung bei Menschen mit früher Demenz präventiv zu begegnen. | Sandra Pahr-Hosbach, Natalie Bäcker | |
| PAIK - People and AI in Knowledge | Das Forschungsprojekt PAIK (People and Artificial Intelligence in Knowledge) untersucht die Entwicklung interprofessioneller Kompetenz in soziotechnischen Human AI Teams im Gesundheitswesen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Künstliche Intelligenz als zusätzlicher Akteur in digitale und simulationsbasierte Lehr Lern Settings integriert werden kann. Hierzu wird ein konzeptioneller Bezugsrahmen entwickelt, der bestehende Modelle interprofessioneller Zusammenarbeit um Kompetenzen für die Interaktion mit KI erweitert. Berücksichtigt werden insbesondere Rollen und Verantwortungsklärung, hybride Kommunikation, algorithmische Urteilskompetenz und soziotechnische Reflexionsfähigkeit. Ziel ist es, Grundlagen für die Weiterentwicklung von Curricula, Ausbildung und Versorgungspraxis in den Gesundheitsberufen zu schaffen. | Sandra Pahr-Hosbach, Marion Roddewig, Marian Benner-Wickner | |
| Gesundheitsapps (DiGA) in rehamedizinischen Praxen und Kliniken | Der digitale Transformationsprozess im Gesundheitswesen verändert grundlegend die Bereitstellung rehabilitativer Dienstleistungen. Die vorliegende empirische Studie untersucht, wie Rehabilitationseinrichtungen strategisch auf diesen Wandel reagieren können und inwiefern digitale Anwendungen – insbesondere Reha-Apps – zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung beitragen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den praxisbezogenen Herausforderungen, die mit der Implementierung digitaler Technologien in rehabilitative Versorgungskonzepte einhergehen. Die Datenerhebung basiert auf einer systematischen Literaturrecherche sowie leitfadengestützten Experteninterviews. Die qualitativen Daten wurden über die inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Integration von Reha-Apps sowohl die Effektivität therapeutischer Maßnahmen als auch die Zufriedenheit der Template Forschungsprojekte Gesundheit - website Patient:innen steigern kann. Dabei ersetzen digitale Anwendungen nicht die fachliche Anleitung durch Therapeut:innen, sondern fungieren als unterstützende Instrumente im Rehabilitationsprozess. Einrichtungen, die frühzeitig digitale Innovationen adaptieren und sich an die veränderten Marktbedingungen anpassen, sind besser positioniert, um sich langfristig erfolgreich zu etablieren. Die digitale Weiterentwicklung rehabilitativer Dienstleistungen birgt das Potenzial, die Versorgungslandschaft nachhaltig zu transformieren. | Sonja Funcke | Funcke, S. (2026). Rasanter digitaler Wandel im Gesundheitsmarkt – Nutzung von Gesundheitsapps (DiGA) zur strategischen Ausrichtung in rehamedizinischen Praxen und Kliniken. In: Digitales Empowerment im Gesundheitswesen. Hrsg.: Schwendemann, H.; Rupp, S.; Thiede, M.; Kreuzenbeck, C., Springer Verlag |
| KI-Patient IPL: anamnesis interview trainings with virtual patients | In diesem Projekt geht es darum, Künstliche Intelligenz (KI)-basierte Patient:innenmodelle zu entwickeln, die im Rahmen des interprofessionellen Lernens von Studierenden und Lehrenden der Gesundheitsberufe genutzt werden können. Diese KI-Modelle sollen im Rahmen von Lehrveranstaltungen an der IU eingesetzt werden, bei denen die Studierenden trainieren, Anamnese-Gespräche sowohl auf fachspezifischer als auch interprofessioneller Ebene zu führen und anschließend gemeinsam Versorgungskonzepte zu entwickeln. Die KI-Modelle simulieren dabei eine:n Patient:in, die:der während der Anamnese-Gespräche Fragen zum Krankheitsbild und den Beschwerden beantwortet. Weiterführung des Incubator-Projektes: https://www.iu.de/forschung/projekte/ki-patient-ipl/ | Claudia Miersch, Cornelia Schlick, Katharina Rädel-Ablass, Klaus Schliz | Rädel-Ablass, K., Schliz, K., Schlick, C., Meindl, B., Pahr-Hosbach, S., Schwendemann, H., Rupp, S., Roddewig, M., & Miersch, C. (2025). Teaching opportunities for anamnesis interviews through AI based teaching role plays: A survey with online learning students from health study programs. BMC Medical Education, 25, 259. DOI: 10.1186/s12909-025-06756-0.; Schliz, K. et al. (2026). „Hallo, ich bin Patient Karl von Hausen“ – Entwicklung von KI-basierten Patientenmodellen für das interprofessionelle und digitale Lernen in den Gesundheitsstudiengängen. In H. Schwendemann, S. Rupp, M. Thiede & C. Kreuzenbeck (Hrsg.), Digitales Empowerment im Gesundheitswesen. Springer. DOI: 10.1007/978-3-662-72469-9_21.; Schliz, K. (2024). Interprofessionelles Lernen in den Gesundheitsstudiengängen mit KI-basierten Patient:innenmodellen. 2. IU Symposium Gesundheit. 24. April 2024. IU Internationale Hochschule, Deutschland.; Schwerk, A. (2024). Medical AI applications and Natural Language Processing. Keynote. The International Student Congress Of (bio)Medical Sciences - ISCOMS, 4. Juni 2024 Groningen. Netherlands.; Miersch, C. (2024). „Hallo, ich bin Patient Karl von Hausen“ - Entwicklung von KI-basierten Patientenmodellen für das interprofessionelle Lernen in den Gesundheitsstudiengängen. Online-Teilnahme an der 19. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf), 25. September 2024, FernUniversität in Hagen. Deutschland. |
| Gesundheitsrelevante Faktoren in der Ernährung, Lebensmittelsicherheit und Ernährungssicherung | Roland Poms | Qi, Fanghao; Li, Qian; Xiao, Hongying; Zhang, Yiming; Liu, Yuyang; Poms, Roland Ernest; Wang, Jianhua (2026): Integrated transcriptomic and metabolomic analyses reveal TPS1 as a key regulator linking cell wall integrity to aflatoxin production in Aspergillus flavus. International Journal of Food Microbiology, 460 (2026), pages 1-16, https://doi.org/10.1016/j.ijfoodmicro.2026.111956M; Yiming Zhang; Hongying Xiao; Renyong Zhao; Roland Ernest Poms, Qian Li (2025): Antifungal activity and potential mechanism of paeonol against Fusarium graminearum and the application on wheat grains and steamed bread. Grain & Oil Science and Technology, 8 (2025), pages 109-117 https://doi.org/10.1016/j.gaost.2025.02.001 | |
| Chat Assistant for Learning Interaction and Education (CHARLIE) | https://vrcharlie.app/ Avatar zur Erhebung des Glasgow Coma Scores | Daniela Becker, Armin Grasnick | Grasnick, A., Becker, D., Bleser-Taetz, G., Taetz, B., Drejer, J., Khan, A. M., Koch, S., & Dodiya, J. (2026). CHARLIE, can you touch your nose? IEEE ICVR 2026, Cardiff. IEEE Xplore. — Full Paper, angenommen 02.06.2026, vorgetragen 28.–30.07.2026.; Grasnick, A., Khan, A. M., Becker, D., Drejer, J., Nuss… VR CHARLIE: Chat Assistant for Digital OSCE Examination; Becker, D., Koch, S., Khan, A. M., Drejer, J., Nuss, J., Grasnick, A. (2026). Chat Assistant for Learning Interaction and Education (CHARLIE) – An Objective Structured Clinical Examination (OSCE) in the digital space: Initial Experience. 7th International Conference on Medical Education, Health Sciences and Patient Care. Paris, France. |
| Physician Assistants im deutschen Gesundheitssystem | Scoping Review | Daniela Becker | |
| Digitalisierung im Gesundheitswesen | Susanna Minder | ||
| PP-COM-Health (Positive Psychology-informed Communication in Healthcare) | Eine gelingende Kommunikation zwischen Gesundheitsfachkräften und Patient:innen sowie eine gute therapeutische Beziehung spielen eine zentrale Rolle für den Behandlungserfolg. Sie wirken sich auf die Behandlungsergebnisse, die Adhärenz therapeutischer Empfehlungen und auf die Patient:innensicherheit aus. Auch Selbstwirksamkeit und Motivation der Patient:innen sind entscheidende, aber oft unterschätzte Faktoren für den Therapieerfolg. | Cornelia Schlick, Nicole Röttele | |
| Spaceglucose | in Teilprojekt dieses Förderprogramms ist Teil eines Internationalen Projektes namens 'Vascular Calcium'. Im Rahmen des Projekts werden Experimente zu Veränderungen der Glucosetoleranz und deren Beziehung zu vaskulären und kardiovaskulären Änderungen der Astronauten in bis zu einjährigen Missionen. Globales Ziel der Projekte ist es, die Gesunderhaltung der Astronauten während ihres Aufenthaltes im All bei Langzeitmissionen zu gewährleisten. Focus ist hier der Kohlenhydrat- und Knochenstoffwechsel sowie das kardiovaskuläre System. Eine Kurzbeschreibung zu diesem Projekt der 'Vascular' Serie findet sich hier https://www.asc-csa.gc.ca/eng/sciences/vascular.asp. Ein weiteres Teilprojekt dieses Förderprogramms ist ebenfalls Teil eines Internationalen Projektes namens B-complex. Dieses hat als Ziel mithilfe der täglichen Supplementation von B-Vitaminen den als „Spaceflight-Associated Neuro-ocular Syndrome“ (SANS) bezeichneten Veränderungen an Augen und Gehirn entgegenzuwirken, die bei einigen Astronauten während Weltraummissionen auftreten. Mehr Informationen dazu finden sich hier https://www.nasa.gov/reference/b-complex/. | Martina Heer | |
| Oligosaccharide der Muttermilch (HMOs) und Darmmikrobiota sowie das Immunsystem in der Antarktis (PreGlu) | Oligosaccharide der Muttermilch (HMOs) sind der dritthäufigste Bestandteil der Muttermilch und stellen einen wichtigen präbiotischen Faktor für die Entwicklung der Darmmikrobiota von Säuglingen dar, da sie das Wachstum bestimmter nützlicher Bakterienstämme fördern und Schutz vor vielen bakteriellen und viralen Infektionen bieten. HMOs üben eine immunmodulatorische Wirkung aus, indem sie die Populationen und Funktionen von Immunzellen beeinflussen. In einem Simulator des mikrobiellen Ökosystems des menschlichen Darms bei Erwachsenen führte die Fermentation von HMOs zu einer Zunahme von Bifidobakterien, parallel zu einem Anstieg kurzkettiger Fettsäuren sowie einer Verringerung von Entzündungsmarkern, was das Potenzial von HMOs untermauert, auch bei Erwachsenen gesundheitliche Vorteile zu bieten. Ein längerer Aufenthalt in der Mikrogravitation löst zahlreiche physiologische Reaktionen aus, darunter eine verminderte Immunfunktion und eine beeinträchtigte Glukosetoleranz, was zu recht schwerwiegenden Folgen führen kann. Ebenso wirken sich hypoxische Bedingungen, wie sie in der Concordia-Station herrschen, auf das Immunsystem aus und können zu einer beeinträchtigten Glukosetoleranz und Insulinresistenz führen. Die Hypothese lautet, dass HMOs als präbiotische Nahrungsergänzung Veränderungen der Immunfunktion, der Glukosetoleranz, der Lipidhomöostase und der Neurotransmitterproduktion abmildern werden. Mehr Informationen findet man hier https://clinicaltrials.gov/study/NCT06133530 | Martina Heer | |
| Geschmacks- und Geruchswahrnehmung und gastrointestinale Funktionen unter Weltraum-Analogbedingungen (GoGastro) | Daten aus jahrzehntelanger Raumfahrt zeigen, dass die Energiezufuhr von Astronauten häufig unzureichend ist, was zu einer Gewichtsreduktion während der Raumfahrtmissionen führt. Die geringe Energiezufuhr geht naturgemäß mit einer unzureichenden Zufuhr von Makro- und Mikronährstoffen einher, die für die Aufrechterhaltung der psychologischen und physiologischen Funktionen und als Grundlage für optimale Leistungsfähigkeit notwendig sind. Verschiedene potenzielle Faktoren könnten für das Energiedefizit verantwortlich sein. Erkenntnisse zur Beeinträchtigung der Strukturen und deren Ursachen, die für eine verringerte Energie- und Nährstoffaufnahme im Weltraum verantwortlich sind, sind notwendig, um geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Bislang gibt es keine statistisch gut abgesicherten mittel- bis längerfristigen Studien zur Geschmacks- und Geruchswahrnehmung, zur Hunger- und Sättigungskontrolle sowie zu Magen-Darm-Trakt-Funktionen im Weltraum oder in Analogstudien wie bei Bettruhe in 6° Kopftieflage. Im Rahmen einer 60-tägigen Bettruhestudie in 6° Kopftieflage bei 48 Teilnehmenden sollen die oben genannten Aspekte näher zu untersuchen. Das primäre Ziel des genannten Projekts ist es, ein tieferes Verständnis für die Veränderungen in der Nahrungsaufnahme und Verdauung unter Schwerelosigkeit durch Analogstudien zu gewinnen. Basierend darauf sollen Ernährungsstrategien entwickelt werden, die darauf abzielen, die Verfügbarkeit von Energie und Nährstoffen zu optimieren, um die Leistungsfähigkeit unter extremen Bedingungen zu sichern. Dabei fokussiert dieses Teilvorhaben auf die Analyse von Insulin und Leptin, sowie der advanced glycation end products. | Martina Heer | |
| LEISURE SICKNESS: Erschöpft statt erholt | Das Forschungsprojekt „Leisure Sickness: Erschöpft statt erholt“ untersucht Leisure Sickness als arbeitsbezogenes Stress- und Erholungsphänomen, bei dem Erschöpfung und Krankheitssymptome insbesondere in Phasen nachlassender beruflicher Beanspruchung, etwa an Wochenenden oder im Urlaub auftreten. Grundlage ist eine repräsentative Befragung von 2.004 Arbeitnehmer:innen in Deutschland. Untersucht werden insbesondere Zusammenhänge zwischen Arbeitsbelastung, Überstunden, beruflicher Erreichbarkeit, psychologischer Distanzierung von der Arbeit und Regeneration. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Verbreitung: 71,9 % der Befragten berichten, Leisure Sickness bereits erlebt zu haben. Das Projekt richtet den Blick über individuelle Stressbewältigung hinaus auf arbeitsbezogene und organisationale Bedingungen von Erholung und leitet daraus Ansatzpunkte für eine gesundheitsförderliche Arbeits- und Erholungskultur ab. | Stefanie André | André, S. & Kortsch, T. (2026): Always-on-Studie: Digitale Daueraktivierung, mentale Gesundheit und Regeneration in der Arbeitswelt. Forschungsbericht, IU Internationale Hochschule.; Projektseite der IU Internationalen Hochschule: „Always-on: Digitaler Stress in Deutschland“; Expert:inneninterviews und Transferbeiträge zur Studie mit Prof. Dr. Stefanie André und Prof. Dr. Timo Kortsch.; Podcast/Interview im TechTalk | Voice of Digital von COMPUTERWOCHE & CIO zur Studie „Always-on – digitaler Stress in Deutschland“.; |
| Always On - Digitaler Stress in Deutschland | Das Forschungsprojekt „Always-on: Digitaler Stress, Dauererreichbarkeit und Regeneration“ untersucht digitale Daueraktivierung als arbeits- und gesundheitsbezogenes Phänomen moderner Lebens- und Arbeitswelten. Grundlage ist eine repräsentative Befragung von 2.000 Personen zwischen 16 und 65 Jahren in Deutschland. Im Fokus stehen digitale Nutzungs- und Erreichbarkeitsmuster, Multitasking und mentale Daueraktivierung sowie deren Zusammenhänge mit Stress, Erschöpfung und Regeneration. Ein besonderes Erkenntnisinteresse gilt der Frage, inwieweit digitale Belastungen nicht allein aus individuellem Nutzungsverhalten, sondern aus sozialen und organisationalen Erwartungen an Verfügbarkeit und Responsivität entstehen. Ziel ist es, Ansatzpunkte für digitale Resilienz, gesundheitsförderliche Führung und eine Arbeitskultur zu entwickeln, die bewusste Nicht-Erreichbarkeit und Regeneration ermöglicht. | Stefanie André, Timo Kortsch | |
| KIM: KI und Mentale Gesundheit in der Versicherungs- und Finanzbranche | Das Forschungsprojekt „KIM – Künstliche Intelligenz und Mentale Gesundheit“ untersucht die psychosozialen Auswirkungen KI-induzierter Transformationsprozesse mit besonderem Fokus auf die Versicherungsbranche und angrenzende Bereiche der Finanzwirtschaft. Im Zentrum steht die Frage, unter welchen organisationalen und individuellen Bedingungen Künstliche Intelligenz als Ressource oder als psychische Belastung erlebt wird. Untersucht werden unter anderem Technostress, kognitive Überforderung, Rollenunsicherheit und Kontrollverlust sowie Selbstwirksamkeit, psychologische Sicherheit und organisationale Ressourcen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Transformation von Führung und der Frage, wie gesundheitsförderliche und menschenzentrierte Führung unter den Bedingungen des KI-Wandels gestaltet werden kann. Das Projekt verbindet empirische Forschung mit Wissenschaft-Praxis-Transfer und entwickelt auf dieser Grundlage Ansätze für eine gesundheitsförderliche Gestaltung der KI-Transformation. | Stefanie André, Magdalena Bathen Gabriel | André, S. & Bathen-Gabriel, M. (2025): KIM – Künstliche Intelligenz und mentale Gesundheit: Ergebnisse einer qualitativen Studie in der Versicherungsbranche. In: Smarter Workplaces: The Role of AI in Promoting Occupational Safety and Health, Bd. 2.; André, S. & Bathen-Gabriel, M. (2026): Führung im digitalen Wandel: KI und mentale Gesundheit. In: Finance Evolution – Interdisziplinäre Impulse für Banken, Versicherungen und digitale Finanzakteure für eine erfolgreiche Transformation. Springer Gabler, im Druck.; André, S. (2026): Die Rolle der Salutogenese in einer von KI geprägten Arbeitswelt. In: Moser, Herrmann & André (Hrsg.): Roboter werden oder Mensch bleiben? Springer Nature, im Druck.; André, S. & Bathen-Gabriel, M. (2026/2027): KIM-Coaching – Ein systemisch-salutogener Coachingansatz für Führungskräfte im KI-Zeitalter. Beitrag zum Sammelband Methoden Systemischer Beratungspraxis – Ansätze für Coaches zur Begleitung von Umbruchsituationen, UTB, in Vorbereitung.; Wissenschafts- und Praxistransfer der Projektergebnisse im Rahmen der KI-Werkstatt der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie in Workshops und Fachveranstaltungen des VGA.; Im Forschungsprojekt entstandene Masterarbeit: „Führung im digitalen Wandel: Mentale Gesundheit als Leitprinzip in Zeiten von Künstlicher Intelligenz – Eine qualitative Analyse aus der Versicherungsbranche“, Katharina Oben, IU Internationale Hochschule, 2025; ausgezeichnet mit dem Best Thesis Award; |
| Roboter werden oder Mensch bleiben? – Mentale Gesundheit in einer KI-geprägten Arbeitswelt | Das interdisziplinäre Buchprojekt „Roboter werden oder Mensch bleiben?“ beschäftigt sich mit den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz und digitaler Transformation auf Arbeit, mentale Gesundheit und menschliches Erleben. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie technologische Innovation so gestaltet werden kann, dass Gesundheit, Autonomie, Sinn und Menschlichkeit in einer zunehmend KI-geprägten Arbeitswelt erhalten und gestärkt werden. Der Sammelband verbindet unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven auf die Chancen und Belastungen des technologischen Wandels und entwickelt Impulse für eine gesundheitsförderliche und verantwortungsvolle Gestaltung der Arbeitswelt. | Michaela Moser, Stefanie André, Anastasia Hermann | Moser, M., André, S. & Hermann, A. (Hrsg.) (2026): Roboter werden oder Mensch bleiben? Springer, im Druck.; André, S. (2026). Die Rolle der Salutogenese in einer von KI geprägten Arbeitswelt. In M. Moser, S. André & A. Hermann (Hrsg.), Roboter werden oder Mensch bleiben? Springer. Im Druck.; André, S. (2026). Ethik im Spannungsfeld von KI und mentaler Gesundheit. In M. Moser, S. André & A. Hermann (Hrsg.), Roboter werden oder Mensch bleiben? Springer. Im Druck; |
| Spiegeltherapie nach Schlaganfall | Aktualisierung eines Cochrane Reviews (https://doi.org/10.1002/14651858.CD008449.pub3) | Holm Thieme | Thieme H, Morkisch N, Mehrholz J, Pohl M, Behrens J, Borgetto B & Dohle C. (2026). Mirror therapy for improving motor function after stroke. Cochrane Database Syst Rev. in Review; Thieme H, Morkisch N, Peterwinkler C, Behrens J & Dohle C. (2026). Die Spiegeltherapie zur Steigerung der motorischen Funktion nach Schlaganfall – Update eines Cochrane Reviews. Vortrag DGiNR Kongress Dresden, 2.-4.12.2026, angenommen; Peterwinkler C, Morkisch N, Diermayr G , Behrens J, Thieme H & Dohle C. (2026). Zielkriterien in neurologischen Rehabilitationsstudien nach Schlaganfall – Am Beispiel der Spiegeltherapie. Vortrag DGiNR Kongress Dresden, 2.-4.12.2026, angenommen; |
| Projekt VR Sono | Das Hauptproblem für Neulinge in der Ultraschalldiagnostik ist das Erlernen einer Hand-Augen-Koordination, um mit der Bewegung des Ultraschall-Transducers in sechs Freiheitsgraden genau das zweidimensionale Schnittbild zu erzeugen, was diagnostisch oder interventionell erwünscht ist. Eine Virtual-Reality (VR)-Umgebung böte hierfür ideale Voraussetzungen. In diesem Projekt wird erforscht, a) wie aufgezeichnete Ultraschalluntersuchungen in ein dreidimensionales Modell überführt werden können und hieraus neue, frei wählbare 2D-Schnittbilder generiert werden können, b) wie eine sich realistisch anfühlende Ultraschalluntersuchung in VR nachgebildet werden kann, und c) ob in einem solchen VR-System auch Interventionen simulierbar werden. https://www.iu.de/forschung/projekte/project-vr-sono/ | Christian Erker, Armin Grasnick, Ali Mahmood Khan, Sheikh Radiah Radim | |
| NextLevelAIActors | Gespräche mit virtuellen Gesprächspartnern (Bot), die durch künstliche Intelligenz simuliert werden, sind räumlich und zeitlich jederzeit verfügbar. Neue Entwicklungen ermöglichen auch Gruppengespräche. In diesem Projekt soll die nächste Ebene von KI-simulierten Schauspielenden erforscht werden: 1. das Potential von Bots in der hochschulischen Lehre für die Initiierung von interprofessionellem Austausch in Gruppengesprächen 2. die Zuverlässigkeit des Antwortverhaltens, auch für Prüfungsszenarien 3. die Weiterentwicklung von AI-Bots zu Live-Gesprächspartnern mit lippensynchronem Ton und Live-Video | Christian Erker | |
| Innovative Lehr-/Lernmethoden | Erforscht wird der Praxiseinsatz von verschiedenen, innovativen Lehr-/Lernmethoden. Beispiele sind Weiterentwicklungen von OSCE-Prüfungen, EscapeRoom als didaktische Methode, Gruppengespräche mit virtuellen Personen und interprofessionelle Problem-Basierte Trainings | Christian Erker | |
| Research Center Public, Planetary and Digital Health (P²D) | Vision: Unsere Vision ist ein vernetztes, widerstandsfähiges Gesundheitssystem, in dem Digitalisierung, praxisorientierte Präventionsangebote und Umweltverantwortung eng miteinander verzahnt sind und Menschen in allen Lebensbereichen befähigen, gesundheitsbewusste Entscheidungen zu treffen. Mission: Die Mission des IU-Forschungszentrums und seiner Kooperationspartner besteht darin, die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Umwelt zu erforschen und die öffentliche Gesundheit zu stärken. Wir nutzen hierfür wissenschaftliche Standards der Evidenzgewinnugn und die Innovationskraft der digitalen Gesundheit, um praktische Lösungen für ein nachhaltiges Gesundheitssystem zu entwickeln. https://www.iu.de/forschung/projekte/p2d/ | Sebastian Völker, Brit Schneider, Simone Jacobs, Andreas Heinz, Anne Schwerk | |
| Gesunde-Orte-Index (GO-IX) – ein WebGIS-Tool zur Planung gesunder Lebensräume und Förderung der öffentlichen Gesundheit | Das Forschungsprojekt „Gesunde-Orte-Index (GO-IX)“ verfolgt das Ziel, ein innovatives, webbasiertes GIS Tool zu entwickeln, das gesundheitsrelevante Qualitäten von Orten datenbasiert erfasst und für die Stadt und Raumplanung nutzbar macht. Im Mittelpunkt steht die Verknüpfung gesundheitlicher, räumlicher und sozialer Daten, um fundierte und nachvollziehbare Entscheidungsgrundlagen zur Förderung der öffentlichen Gesundheit bereitzustellen. https://www.iu.de/forschung/projekte/go-ix | Sebastian Völker | |
| Media Health | Sebastian Völker, Lisa Wolter | ||
| Health Data Science: right care, right place, right time: using social determinants of health and machine learning for human-centric dental public health interventions | Sebastian Völker | ||
| Entwicklung einer wissenschaftlichen Grundlage für ein Bewertungs- / Analysetool für die Umsetzung der PHD 2.0 im Speisenangebot gastronomischer Einrichtungen | Natalie Bäcker, Margit Bölts, Elmar Alexander Voigt | ||
| DigiHealthJourney65+ | Im Forschungsvorhaben „DigiHealthJourney65+“ wird exploriert, wie Menschen ab 65 Jahren ihre Digital Health Journey subjektiv wahrnehmen und rekonstruieren und inwiefern Digital Health Literacy sowie Digital Ageism ihre Nutzung und Bewertung digitaler Gesundheitsangebote beeinflussen. (in Kooperation mit der Hochschule Worms) | Maya Stagge-Bothe, Brit Schneider | |
| Gestationsdiabetes und Typ-2-Diabetes | Ziel des Projekts ist es, besser zu verstehen, wie das Glukoseprofil während der Schwangerschaft gemeinsam mit weiteren Risikofaktoren mit dem Risiko für einen postpartalen Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes zusammenhängt. Dabei sollen routinemäßig erhobene Schwangerschaftsdaten genutzt werden, um relevante Einflussfaktoren und mögliche Zusammenhänge mit postpartalen Stoffwechselstörungen zu identifizieren. Darüber hinaus untersucht das Projekt die Versorgungssituation von Frauen mit Gestationsdiabetes in der Schwangerschaft als auch in der Nachsorgesituation. So sollen Versorgungslücken sichtbar gemacht und konkrete Handlungsempfehlungen für die Prävention und Nachsorge entwickelt werden. | Dagmar Ittner, Claudia Miersch, Simone Jacobs, Brit Schneider | |
| Digitale Gesundheitsangebote zur Prävention und Gesundheitsförderung | Nutzung von Apps und Wearables zur Verbesserung der eigenen Gesundheit sowie zur Förderung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens. Erforschung von Nutzungs- und Motivationsfaktoren sowie Handlungszielen. | Brit Schneider | |
| Digitale Therapien: Nutzerakzeptanz und Adhärenzfaktoren | Welche Faktoren fördern die Nutzung von digitalen Therapien und wo sind Hürden zu überwinden? Wie lässt sich Adhärenz messen? | Brit Schneider | |
| Digitalität in der Interdiszplinären Kommunikation der Leistungserbringer | Veränderungen der Art und Weise, wie Gesundheitsleistungen durch die Digitalisierung erbracht, organisiert und genutzt werden und die ökonomischen, sozialen und organisationalen Folgen für Leistungserbringer, Patienten und das Gesundheitssystem. | Cordula Kreuzenbeck, Sebastian Völker | Kreuzenbeck et al. (2024). Rapid review on the incentives of digital health apps for physicians and psychotherapists: 10.1177/20552076241242781; Gerhardt & Kreuzenbeck (2026). Strategies to improve treatment adherence of digital health applications: 10.1007/s00146-026-03264-7; Kreuzenbeck & Angerer (2026), How Online Scheduling Platforms Affect Insurance-Based Disparities...: 10.2196/82452 |
| Digitalität in der Arztpraxis anhand eines Digitalisierungsscores/-Index | Veränderungen der Art und Weise, wie Gesundheitsleistungen durch die Digitalisierung erbracht, organisiert und genutzt werden und die ökonomischen, sozialen und organisationalen Folgen für Leistungserbringer, Patienten und das Gesundheitssystem. | Cordula Kreuzenbeck, Jürgen Herbes, Thomas Fischer, Frederik Mader | Kreuzenbeck et al. (2024), Rapid review on the incentives of digital health apps for physicians and psychotherapists: 10.1177/20552076241242781 |
| Bildungskonzepte zur Aktivierung der ePA bei älteren Patienten | Cordula Kreuzenbeck | ||
| Professionelle Gesundheitskompetenz in Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie (ELPpGK) | Bundesweite Befragung zur Selbsteinschätzung professioneller Gesundheitskompetenz | Hanna Schwendemann, Stephanie Rupp | Wieser, H., Tappeiner, W., Glässel, A., Höhne, F., Ley, C., Maierhofer, B., Rupp, S., Rüeger, J., & Schwendemann, H. E. (2026). Perspectives on professional health literacy in occupational, physio- and speech- and language therapy across four European countries. Discover Public Health, 23, 302. DOI: 10.1186/s12982-026-01653-3.; Schwendemann, H. E., & Rupp, S. (2026). Präventives Handeln initiieren – Professionelle Gesundheitskompetenz. ergopraxis, 19(06), 11–15. DOI: 10.1055/a-2834-4609.; Rupp, S., & Schwendemann, H. (2024). Gesundheitskompetenz – Impulse für die Logopädie. Logos, 32(3), 174–183. DOI: 10.5281/zenodo.17907967. |
| EGUBE – Eltern gut begleitet? | Elterliche Erfahrungen auf dem Weg zur logopädischen und ergotherapeutischen Versorgung ihrer Kinder | Stephanie Rupp, Hanna Schwendemann | Rupp, S., & Schwendemann, H. (2026). Mothers’ experiences of care pathways for children with speech and developmental concerns in Germany: A qualitative study of navigation, transitions, and communication. PLOS ONE, 21(9), e0357294. DOI: 10.1371/journal.pone.0357294.; Rupp, S., & Schwendemann, H. (2025). Protocol EGUBE: Exploring parental barriers and experiences in accessing child therapy services in Germany: A mixed-methods protocol. IU Discussion Papers Gesundheit. DOI: 10.56250/4046.; Schwendemann, H. E., & Rupp, S. (2024). Das Projekt „Eltern gut begleitet?“ (EGUBE). Ergotherapie und Rehabilitation, 63(3), 18–22.; Rupp, S., & Schwendemann, H. (2023). Pilotprojekt EGUBE – „Eltern gut begleitet?“: Wie Eltern den Weg zur therapeutischen Versorgung ihrer Kinder erleben. Forum Logopädie, 37(5), 12–18. |
| Wortlernen, semantisch-lexikalische Entwicklung und Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern | Die Forschungslinie untersucht die semantisch-lexikalische Entwicklung und die zugrunde liegenden psycholinguistischen Mechanismen des kindlichen Wortlernens. Im Mittelpunkt stehen individuelle Unterschiede im Erwerb und in der Verarbeitung von Wortformen und Wortbedeutungen sowie deren Bedeutung für die Diagnostik und Therapie lexikalischer Auffälligkeiten und Sprachentwicklungsstörungen. Aufbauend auf langjährigen theoretischen und empirischen Vorarbeiten werden insbesondere modellgeleitete diagnostische Ansätze und evidenzbasierte Interventionsverfahren untersucht und weiterentwickelt. In einer aktuellen empirischen Interventionsstudie mit acht Kindern wurden semantische und phonologische Unterstützungsmaßnahmen sowie eine Kontrollbedingung miteinander verglichen. Die Ergebnisse liefern Hinweise auf die Bedeutung unterschiedlicher Lernbedingungen und individueller Lernvoraussetzungen für den Worterwerb. Perspektivisch liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Identifikation unterschiedlicher Profile lexikalischer Auffälligkeiten und der Entwicklung differenzierter, an individuellen Lernvoraussetzungen orientierter diagnostischer und therapeutischer Ansätze. | Stephanie Rupp | Rupp, S., & Ehl, B. (2025). Praxiswissen Logopädie: Semantisch-lexikalische Störungen bei Kindern. Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-71060-9; Rupp, S. (accepted). Wortschatzintervention im frühen sukzessiven Deutscherwerb: Vergleich semantischer und phonologischer Interventionsfoki. Logos. [Original article, Peer reviewed] |
IU Research Center for Public, Planetary and Digital Health
IU Incubator "UNIQUE-DIA-PREVENT"
Gestationsdiabetes und das Risiko für späteren Typ-2-Diabetes
IU Incubator "PAIK"
Interprofessionelle Lehre neu gedacht – Partizipative Analyse und Weiterentwicklung KI-gestützter Bot-Lösungen im Hochschulsetting
Forschung an der IU
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