DrittmittelprojektEvaluation INKLUSIVE JUGENDHILFE
Evaluation des Modellprojekts INKLUSIVE JUGENDHIFE ZÜRICHER STRASSE der Johanniter-Unfall-Hilfe
Projektbeschreibung
Das Forschungsprojekt im Auftrag des Landesverband Niedersachsen-Bremen der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. untersucht die Wirksamkeit eines innovativen, rechtskreisübergreifenden stationären Angebots für Kinder und Jugendliche mit komplexem Hilfebedarf im Raum Bremen.
Die dreijährige wissenschaftliche Begleitung fokussiert Kinder und Jugendliche, die als sogenannte Grenzgänger:innen zwischen den Systemen der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII) und der Eingliederungshilfe (SGB IX) gelten und bislang oft durch Versorgungs- und Zuständigkeitslücken fallen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Gelingensbedingungen eine bedarfsdeckende inklusive Jugendhilfe in einem multiprofessionell aufgestellten Kompetenzzentrum mit 13 Plätzen und enger Vernetzung u. a. Jugendamt, Schule, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Sozialraumpartnern kennzeichnen.
Konzeptionell orientiert sich die Evaluation an den Qualitätsdimensionen Struktur‑, Prozess‑ und Ergebnisqualität und vertieft drei Schwerpunkte: Multiprofessionalität, die Bedeutung der räumlichen Gestaltung sowie Erfolgskriterien in der Arbeit mit sogenannten Grenzgänger:innen. Methodisch ist das Projekt als Mixed‑Methods‑Studie angelegt und verbindet explorativ-qualitative Methoden mit quantitativen Auswertungen.
Ziel ist es, empirisch fundierte Erkenntnisse zur Wirksamkeit rechtskreisübergreifender inklusiver Jugendhilfe zu generieren, Qualitätsstandards und Qualifizierungsbedarfe für das Betreuungspersonal herauszuarbeiten und Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Modellprojekts sowie zur Übertragbarkeit auf andere Kommunen und Regionen für die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. abzuleiten.
Dauer des Projekts
01.05.26 bis 30.04.2029
Weitere Informationen
Landesverband Niedersachsen-Bremen der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Prof. Dr. Jakob Tetens (jakob.tetens@iu.org)
Professur für Soziale Arbeit
Prof. Dr. Jakob Tetens lehrt Soziale Arbeit am Campus Bremen der IU Internationale Hochschule. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Kinder- und Jugendhilfe, Ansätze systemischer Gewaltprävention sowie das Management sozialer Organisationen. Er verfügt über langjährige Praxis- und Leitungserfahrung in verschiedenen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe. Neben Lehre und Forschung ist er als Fortbildner, Supervisor und Organisationsberater tätig.
Prof. Dr. Julia Hoffmann (julia.hoffmann@iu.org)
Professur für Soziale Arbeit
Prof. Dr. Julia Hoffmann lehrt Soziale Arbeit am Campus Bremen der IU Internationale Hochschule. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind die Kinder- und Jugend(berufs-)hilfe, Beratung und Kommunikation sowie Selbsthilfe und Resilienz. Sie verfügt über langjährige Praxis- und Leitungserfahrung in verschiedenen Bereichen der Erwachsenenbildung, Kinder- und Jugend(berufs-)hilfe und in der Sozialen Arbeit mit Mädchen und Frauen.
