Prof. Dr. phil. Claudia El Hawary
Professur für Soziale Arbeit
Kurzprofil
Claudia El Hawary ist Professorin für Soziale Arbeit im Dualen Studiengang der IU Internationale Hochschule. Ihre Arbeit verbindet Forschung, Lehre und Praxis mit einem klaren Fokus: Wie kann Soziale Arbeit rassismuskritisch, empowernd und postkolonial informiert gestaltet werden? Diese Frage prägt ihre Schwerpunkte in Rassismuskritik, Critical Whiteness, Postcolonial Studies sowie Sport und Bewegung als Medium Sozialer Arbeit. Nach ihrem Studium der Erziehungswissenschaft (Schwerpunkt Interkulturelle Kommunikation) promovierte sie als Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Dynamik des Narrativen – eine postkoloniale Analyse von Selbstnarrationen. Ihre wissenschaftliche Laufbahn führte sie u. a. als wissenschaftliche Mitarbeiterin ans Alexander von Humboldt Kolleg for Islamicate Intellectual History (Uni Bonn), wo sie zu islamischer Intellektualgeschichte forschte. Zuvor arbeitete sie in der Projektkoordination des deutsch-ägyptischen Forschungsprojekts „Censorship in Modern Egypt“ und als Projektassistentin am Annemarie Schimmel Kolleg (Mamluken-Forschung). In der Praxis leitete sie als Projektleiterin und Pädagogische Fachreferentin bei der RheinFlanke Köln Bildungsprogramme für Jugendliche mit Flucht- oder Migrationshintergrund (z. B. Hope Academy 2.0, Kick&Start) und baute die RheinFlanke Akademie auf. Hier entwickelte sie diversitätssensible Lehrformate – von gesetzlichen Grundlagen der Sozialen Arbeit bis zu Sport als Medium sozialer Teilhabe (football3).
Forschungsgebiete
Rassismuskritik & Critical Whiteness – Strukturelle Diskriminierung sichtbar machen und überwinden
Postcolonial Studies – Kolonialismuskritik in Sozialer Arbeit und Bildung
Sport und Bewegung – Bewegung als Werkzeug für Empowerment und
Integration Kinder- und Jugendhilfe – Niederschwellige Ansätze für benachteiligte junge Menschen
Publikationen und Vorträge
„In Bewegung zu Solidarität: Die transformative Kraft von Sport und Bewegung in der Pädagogik“. Vortrag auf der Tagung „Solidarität“ am 12.06.2025. 25. Internationale Migrationskonferenz, Olten.
“Soccer Convivial. The Project HOPE HUB and ESV Olympia as a functioning example for a convivial social field in Cologne” auf der Konferenz “Multicultural Conviviality” am 16.06.2022. 22. Internationale Migrationskonferenz, Dudelange, Luxemburg.
HOPE Academy 2.0. Gestärkt ins Berufsleben – Best Practice Modell am Beispiel der HOPE Academy 2.0. Erfahrungswerte als Handreichung für Pädagogische Fachkräfte und Multiplikator:innen, die mit Drittstaatler:innen im Bereich Bildungs- und Lebensweltorientierung arbeiten. RheinFlanke gGmbh Köln, 2022.
Dynamik des Narrativen – Eine postkoloniale Analyse am Beispiel von Selbstnarrationen aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive. EB-Verlag Berlin, 2016.
Gesamtliste Publikationen und Vorträge
Auszeichnungen
Promotionsstipendium Friedrich-Ebert-Stiftung
Mitgliedschaften
DGSA - Fachgruppe Bewegung, Sport und Körper
Ehemalige Friedrich-Ebert-Stiftung
