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Welcher Lerntyp bin ich?

ArtikelLesezeit: 5 Min.|07. Feb 2023, verfasst von Anna
Darum geht es
  • Was sind Lerntypen? 
  • Welcher Lerntyp bist Du? 
  • Erfolgreich Lernen will tatsächlich gelernt sein 
  • Deinen Lerntypen optimal für Dich nutzen 

Was sind eigentlich Lerntypen?

Der Begriff Lerntypen bezeichnet die Einteilung aller Lernenden in unterschiedliche Kategorien hinsichtlich des Lernverhaltens über bevorzugte Wahrnehmungskanäle. Ursprünglich von Frederic Vester in vier Lerntypen unterteilt, wurden die unterschiedlichen Lernstile näher definiert, um die Lerneffektivität zu steigern. Dabei geht es darum, wie Lehrinhalte individuell am besten aufgenommen werden und wie man effektiv lernen noch besser in den Alltag integrieren kann. 

Apropos Integration – auch Blended Learning ist wichtiger Bestandteil modernen Lernens. Je besser Du weißt, als welcher Lerntyp Du effektiv lernst, desto besser lässt es sich arbeiten. Aber auch wie der Lehrstoff vermittelt wird, ist von Belang. Blended Learning, die Kombination aus Präsenz- und Onlinelernen, passt sich als Lernformat ideal an Dein Leben und Deine Lernbedürfnisse an. 

Bestimmt hast Du schon in Schulzeiten gemerkt, welche die von Dir präferierte Art, Lernstoff aufzunehmen, ist. Vielleicht hast Du auch schon eine Ahnung, welcher Typ Du bist. Aber auch, wenn Du Dich noch fragst „Welcher Lerntyp bin ich?” bist Du hier absolut an der richtigen Stelle.  

Die vier Lerntypen nach Vester sind

  • Auditive Lerntypen 
  • Visuelle Lerntypen 
  • Motorische Lerntypen 
  • Kommunikative Lerntypen  

 

Auditive Lerntypen…

...lernen am besten über Hören und akustische Wahrnehmung. Gehörte Informationen sind für diesen Lerntypen am einfachsten aufzunehmen, zu merken und auch wiederzugeben. Die mündliche Erklärung, z.B. eines Diagramms oder eines Schaubilds, ist ein Muss. Vorträge, eigenes Verbalisieren, Hörbücher oder Podcasts, Selbstgespräche beim Lernen oder lautes Vorlesen funktionieren in dieser Kategorie super. 

 

Visuelle Lerntypen...

...wollen den Lernstoff sehen. Die Aufnahme von Informationen funktioniert am besten, indem sie in Form von Grafiken, Bildern, Mindmaps oder Filmen veranschaulicht werden. Visuelle Lerntypen sollten in Seminaren oder Kursen möglichst mitschreiben, denn diesen Typen hilft es enorm, das Gelernte und Besprochene später nochmal in Ruhe durchzulesen. Zusammenhänge lassen sich leichter mit Bildern, Grafiken oder ähnlicher Veranschaulichung verstehen. 

 

Bei motorischen Lerntypen...

...handelt es sich um den typischen learning by doing Lernenden. Das Gelernte wird am besten verstanden, wenn es selbst durchgeführt wird oder die Durchführung von Abläufen möglichst beobachtbar ist. Motorische Lerntypen möchten am Lernprozess direkt beteiligt sind - quasi mittendrin statt nur dabei. Sie wollen Erfahrungen selbst sammeln und daraus eigenhändig Schlüsse ziehen. Gebasteltes Lehrmaterial, Rollenspiele, Scrabble-Steine für Vokabeln oder Grammatik lernen oder auch Bewegung beim Lernen selbst sind Gold für diese Typen wert. 

 

Kommunikative Lerntypen...

...lernen am erfolgreichsten im Dialog und Austausch mit anderen. Sie möchten Gelerntes sprachlich und in Kommunikation verordnen. Deswegen lernen sie auch nicht gut alleine, Gruppenarbeit ist hier das A und O. Auch Diskussionen mit Menschen, die anderer Meinung sind, sind für diese Typen extrem hilfreich. Kommunikative Lerntypen können ganz einfach mit Kommiliton:innen in Lerngruppen oder mit Unterstützung von Eltern, Freund:innen oder Geschwistern lernen. Auch Interviews sind eine tolle Form der Kommunikation, denn diese Typen möchten Fragen stellen und beantworten.  

Welcher Lerntyp bist Du?

Vielleicht konntest Du Dich schon wiederfinden in den oben beschriebenen Lerntypen. Falls Du Dich aber immer noch fragst „Welcher Lerntyp bin ich?”, dann überlege Dir selbst, welche der folgenden Aussagen auf Dich zutreffen. 


  • Du kannst Vorträgen ohne Probleme für längere Zeit und mit präziser Konzentration folgen 
  • Du kannst Dir Gelesenes nicht ganz so gut merken und hast ein viel besseres Auffassungsvermögen bei Podcasts oder Hörbüchern 
  • Du brauchst nur wenige Notizen, um Dir Inhalte gut einzuprägen 

 Falls der Großteil dieser Aussagen auf Dich zutrifft, dann gehörst Du wahrscheinlich zu den auditiven Lerntypen

 

  • Du möchtest über neu Gelerntes mit Kommiliton:innen Rücksprache halten und im Austausch sein 
  • Es hilft Dir, Stoff nochmal durchzusprechen mit Deinem Gegenüber 
  • Teamarbeit ist genau Dein Ding 
  • Du bringst Dich aktiv in Vorlesungen und Seminaren ein mit Wortbeiträgen oder eigenen Präsentationen 

Falls der Großteil dieser Aussagen auf Dich zutrifft, dann gehörst Du wahrscheinlich zu den kommunikativen Lerntypen

 

  • Du möchtest Erklärtes sehen und kannst am besten darüber nachdenken, wenn ein Vortrag in Form von Bildern, Grafiken oder Fotos begleitet wird  
  • Darstellungen jeglicher Form helfen Dir, Informationen aufzunehmen 
  • In Deinen Notizen finden sich häufig Skizzen, Diagramme und Gemaltes, die die verschriftlichten Aussagen unterstützen  

Falls der Großteil dieser Aussagen auf Dich zutrifft, dann gehörst Du wahrscheinlich zu den visuellen Lerntypen

 

  • Du brauchst konkrete Beispiele, um Informationen verarbeiten zu können 
  • Am liebsten überprüfst und probierst Du Gelerntes auf Deine eigene Art und Weise selbst  
  • Um etwas vollumfänglich verstehen zu können, experimentierst Du selbst gerne, indem Du z. B. kleine Modelle baust 
  • Lernstoff muss „anfassbar” sein für dich  

 Falls der Großteil dieser Aussagen auf Dich zutrifft, dann gehörst Du wahrscheinlich zu den motorischen Lerntypen

Und nun? Erfolgreich Lernen will gelernt sein

Falls Du Dich nicht wiederfindest oder nur teils in unterschiedlichen Lerntypen und Dich jetzt panisch fragst „Aber was bin ich denn jetzt für ein Lerntyp?” - keine Sorge! Es gibt keine empirischen Belege oder eine lernpsychologische Verankerung der Lerntypen. Wissenschaftlich ist also nicht abschließend geklärt, inwiefern das Modell in der Realität eindeutig anwendbar ist. Es geht einfach nur darum, Dir einen Anstoß und Inspiration zu geben, um darüber nachzudenken, wie Du eigentlich am besten lernen kannst. Vielleicht findest Du Dich auch in zwei der vorgestellten Typen wieder – dann kombiniere einfach die Lern-Strategien.  

Nutze genau das beim Lernen für Dich, was Dich optimal unterstützt. Du weißt selbst am besten, was Dir hilft. Und jede:r ist individuell. Ein Glück kannst Du im Fernstudium Deine Kurse und Zeit selbst einteilen und z. B. auch Deine Prüfungen nachts schreiben, falls Du zu den berüchtigten Nachteulen gehörst.  

 Noch mehr Tipps zum Studium findest Du auch hier im IU Magazin.

Seitdem ich für die IU schreibe, bestimmt lebenslanges Lernen auch privat meinen Alltag. Es gibt überall etwas zu entdecken, das kleinste Detail die Eröffnung einer völlig neuen Welt. Diese Welten gilt es immer wieder aufs Neue zu betreten. Via Text, in meinen Gedanken oder gemeinsam mit den Menschen um mich herum. Als Copywriterin ist es mein Job, genau diese Welten sichtbar zu machen.

Anna
IU Redakteurin
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