IU Internationale Hochschule
Abstract visualization of glowing AI data streams – AI Research Institute at IU

Research Institute
KI-Forschungsinstitut der IU

Unsere These

KI ist nicht der Engpass. Der Mensch, der nicht weiß, wie er mit KI zusammenarbeiten soll, ist es. Das ist eine Kompetenzlücke und Kompetenzlücken lassen sich messen und schließen.

Über das Institut

Unsere Forschung

KI-Systeme verändern die Art und Weise, wie Menschen lernen, arbeiten und Entscheidungen treffen. Die entscheidenden Fragen beziehen sich jedoch auf die Menschen, die sie nutzen. Wie entscheidet z.B. eine Pflegekraft, ein Marketinganalyst oder ein Student, wann KI eingesetzt werden soll, inwieweit man ihren Ergebnissen vertrauen kann und wann man die Kontrolle wieder selbst übernehmen sollte? Wie entwickeln sich oder schwinden Expertenurteil, Problemlösungsfähigkeit und berufliche Identität, wenn der Einsatz von KI dauerhaft und routinemäßig wird?

Diese langfristige, praxisbezogene Dimension der Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI ist bislang noch unzureichend erforscht. Das KI-Forschungsinstitut an der IU wurde gegründet, um dies zu ändern.

Unsere Positionierung

Wir forschen an der Schnittstelle zwischen Mensch und KI gemeinsam mit denjenigen, die diese Technologie täglich anwenden.

Als Hochschule ist unser Ansatz bewusst so gestaltet: Unsere Forschung entsteht in realen Lern- und Arbeitsumgebungen, nicht unter kontrollierten Laborbedingungen. Was uns einzigartig macht, ist der direkte Zugang zu über 100.000 Studierenden, die bereits in einem von KI geprägten akademischen Umfeld aktiv sind. Dies ermöglicht etwas, was nur wenige Institute bieten können: eine Langzeitstudie zur Kompetenzentwicklung und zur Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI unter realen Bedingungen und liefert Erkenntnisse, die sowohl für die Bildung als auch für die berufliche Praxis relevant sind.

Unser Antrieb

Der entscheidende Faktor für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI ist nicht die Technologie, sondern die Fähigkeit des Menschen, situationsbezogen zu entscheiden, wann und wie KI einbezogen werden soll und wie diese Zusammenarbeit optimal gestaltet werden kann. Diese Fähigkeit lässt sich vermitteln, messen und weiterentwickeln. Das ist unser Forschungsauftrag.

Unsere Projekte

„KI Reflex“

Das Projekt untersucht den Einsatz eines selbst entwickelten KI-Chatbots zur Förderung der beruflichen Selbstreflexion bei Fernstudierenden der IU Internationalen Hochschule. Der Schwerpunkt liegt sowohl auf der wissenschaftlichen Analyse der Nutzererfahrung und der Interaktionsmuster mit dem Chatbot als auch auf der didaktischen Integration des Chatbots in den Lehr- und Lernprozess im Fernstudium auf universitärem Niveau. Das Projekt baut auf bestehenden Forschungsergebnissen zu KI im Hochschulbereich und zur Bedeutung selbstreflexiver Fähigkeiten für die berufliche pädagogische Entwicklung auf. Es sollen empirische Erkenntnisse gewonnen werden, um die Gestaltung von durch Chatbots unterstützten Reflexionsprozessen zu verbessern.

„Fairgrade“

Fairgrade untersucht, ob KI die Bewertung vollständiger wissenschaftlicher Abschlussarbeiten unterstützen kann. Dies ist typischerweise eine Aufgabe, die sich einer Automatisierung entzieht, da sie auf der Beurteilung vieler miteinander interagierender Aspekte beruht. Anstatt einzelne Merkmale zu bewerten, betrachtet das Projekt die Beurteilung von Abschlussarbeiten als eine ganzheitliche wissenschaftliche Beurteilung, die KI zwar expliziter und konsistenter gestalten, jedoch niemals ersetzen kann. Der Prüfer bleibt in jeder Phase die entscheidende Instanz; die Rolle des Systems besteht darin, Indizien aufzudecken, nicht aber Entscheidungen zu treffen.

„Adaptive Learning“

Dieses Projekt untersucht, wie individuelle Persönlichkeitsmerkmale die Interaktion mit KI-basierten Lernumgebungen beeinflussen und wie diese Erkenntnisse zur Verbesserung der Lernergebnisse genutzt werden können. Aufbauend auf dem „Big Five“-Persönlichkeitsmodell analysiert das Projekt systematisch, wie sich verschiedene Persönlichkeitsdimensionen auf das Engagement, die Zufriedenheit und den Lernerfolg bei der Interaktion mit LLM-basierten Systemen auswirken. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse untersucht das Projekt die Gestaltung von persönlichkeitsadaptiven Chatbot-Interaktionen, die sich dynamisch an den Interaktionsstil der Nutzer anpassen. Ziel ist es, personalisierte und effektivere KI-gestützte Lernerfahrungen zu entwickeln, die sowohl die Nutzererfahrung als auch die Lernergebnisse verbessern.

Forschungsmethoden

Wir verfolgen einen interdisziplinären Ansatz, der Pädagogik, Soziologie, Informatik, Wirtschaftswissenschaft und KI miteinander verbindet.

Unser Forschungsmethoden: Mixed-Methods-Ansätze, die quantitative Messungen mit qualitativen Erkenntnissen verbinden; experimentelle und quasi-experimentelle Studien in realen Umgebungen; Längsschnittstudien, die die Kompetenzentwicklung im Zeitverlauf verfolgen; partizipative Forschung mit Partnern aus Bildung und Wirtschaft.

Ethik und Datenschutz

Wir halten uns an die Anforderungen der DSGVO und des EU-KI-Gesetzes. Der transparente und ethische Umgang mit Daten von Studierenden und Mitarbeitern ist sowohl eine rechtliche als auch eine wissenschaftliche Verpflichtung.

Weitere Informationen

Auszeichnungen, Akkreditierungen und Zertifizierungen

WR Wissenschaftsrat
ZFU