Diese zehn digitalen Schlüsselkompetenzen sind in Zukunft entscheidend

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IUBH Studie: Kluft zwischen bestehenden und geforderten Digitalkompetenzen wächst


Erfurt, 21. Januar 2021 - „Arbeitsmarkt-Experten gehen davon aus, dass rund 30 Prozent der heutigen Jobs im Jahr 2030 nicht mehr existieren“, erläutert Prof. Kurt Jeschke, Professor und Prorektor Corporate an der IUBH Internationalen Hochschule. „Für Unternehmen steigt der Druck, ins Upskilling der eigenen Teams zu investieren, damit die Handlungsfähigkeit erhalten bleibt. Wir wollten deshalb wissen, welche digitalen Schlüsselkompetenzen zukünftig besonders gefragt sind“, erklärt der Autor der Studie.

Das Ergebnis: Vor allem bei den Grundlagen besteht Bedarf

Bei den digitalen Future Skills und den relevanten Aufgabenbereichen, die Mitarbeitende und Unternehmen benötigen, um in der Arbeitswelt 4.0 erfolgreich zu sein, geht die IUBH-Studie unter 546 HR-, Fach- und Führungskräften tief ins Detail. Insgesamt wurden 16 Bereiche und 108 verschiedene digitale Skills konkretisiert und bewertet. „Schon die Top 10 zeigen ein sehr heterogenes Bild mit Skills aus ganz verschiedenen Bereichen“, fasst Prof. Kurt Jeschke die Ergebnisse zusammen. „Ganz vorne stehen Grundlagenkompetenzen: Computernutzung auf Platz 1, Datensicherheit auf Platz 2 und auf Platz 3 bis 5 die Nutzung digitaler Tools: für die Kommunikation und Zusammenarbeit, die Erstellung digitaler Inhalte und für die Steigerung der Produktivität“, fasst er zusammen. Auf den Plätzen 6 bis 10 landen verschiedene Skills, von Kommunikation und PR über Cloud Computing, Uses Cases, Konsumentenverhalten bis hin zu IoT. „Das ist ein klares Zeichen dafür, dass derzeit in den unterschiedlichsten Fachgebieten Unsicherheiten und Schulungsbedarf bestehen“, so Jeschke. Das bestätigen auch die Ergebnisse zur Frage nach den Bereichen, in denen sich die Teilnehmenden Weiterbildungsoptionen wünschen: Hier führen die Bereiche Grundlagen digitaler Arbeit, Künstliche Intelligenz (KI), Management, Marketing und Informatik die Rangliste an.

Neben dem Fokus auf die wichtigsten Future Skills sollten Weiterbildungslösungen laut der Studie in Zukunft zudem so konzipiert sein, dass sie auf die individuellen Ziele der Teilnehmenden einzahlen und ihnen den Aufbau bzw. die Vertiefung einer oder mehrerer Kompetenz(en) in ihrer bestehenden Rolle ermöglichen. Im Fokus der Weitebildung sollte außerdem der persönliche Aspekt stehen. Denn wie die Ergebnisse verdeutlichen, entstehen Antrieb und Motivation für Bildung primär durch den Wunsch, sich und seine persönlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und zu optimieren. Im Mittelpunkt des Weiterbildungsangebots sollte also immer der Mitarbeitende selbst stehen.

Mehr digitales Know-how gefordert


Die Studie zeigt beim Thema berufliche Weiterbildung insgesamt einen klaren Handlungsbedarf auf. Zwar schätzten 35,4 Prozent der Befragten ihre digitalen Fähigkeiten für die Ausübung ihrer Tätigkeit als hoch oder sehr hoch ein, sie wünschen sich aber dennoch ihre digitalen Skills weiter auszubauen. Knapp 40 Prozent empfinden bei sich selbst einen hohen oder sehr hohen Weiterbildungsbedarf. Für ihre Mitarbeitenden sehen sogar rund 53 Prozent der Befragten die Notwendigkeit zum Upskilling. Jeschke: „Die Entwicklung ist aus unserer Sicht dramatisch, denn der Digital Skill Gap, also die Kluft zwischen bestehenden und geforderten digitalen Kompetenzen, wächst stetig. Gleichzeitig spitzt sich der War for Talents um die digitalen Talente weiter zu. Die Konsequenz: Unternehmen müssen dringend in die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden investieren, um sie für die Aufgaben der Zukunft zu qualifizieren.“

Studie mit Tipps: So gelingt die berufliche Weiterbildung

Der Future Digital Skills Report gibt Handlungs­empfehlungen, wie HR und Unternehmensführung die berufliche Weiterbildung gestalten sollten, damit die digitale Transformation gelingen kann. Jeschke: „Das Wissen um die erfolgskritischen digitalen Skills von Fach- und Führungskräften wird am Ende darüber entscheiden, ob ein Unternehmen produktiver, innovativer und damit langfristig wettbewerbsfähiger ist. Die gezielte Vermittlung digitaler Kompetenzen durch Upskilling sorgt gleichzeitig für mehr Arbeitsmotivation, höhere Zufriedenheit und dauerhafte Bindung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Also für alle eine klare Win-win-Situation.“

Mehr Information zur Studie finden Sie hier

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