Studie: Krisen verstärken Wunsch nach traditionellem Weihnachtsfest

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gemeinsame Zeit an Weihnachten durch die aktuellen Krisen sogar wichtiger als sonst.

  • Fast die Hälfte möchte 2022 an Weihnachten mehr Zeit mit Familie und Freund:innen verbringen.
  • Besonders ausgeprägt ist dieser Wunsch unter den 16- bis 25-Jährigen.
  • Trotz des Kriegs in der Ukraine und der anderen Krisen wollen sich die meisten zum Beispiel bei der Weihnachtsdekoration nicht zurückhalten.  
  • Mehr als die Hälfte, von denen, die sich einschränken, müssen auf das Geld achten und jede:r Sechste ist 2022 wegen Krieg und Krisen nicht in Feierlaune.


Erfurt, 15. Dezember 2022.
Mehr als drei Viertel der Befragten (76,8 Prozent) ist Weihnachten wichtig und bedeutet für 89,2 Prozent, Zeit mit Familie und Freund:innen zu verbringen.  Die aktuellen Krisen wie Corona, Inflation, Energiekrise oder der Krieg in der Ukraine ändern für viele also nichts an der Weihnachtstimmung.  Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Kurzstudie der IU Internationalen Hochschule (IU)Weihnachtsbarometer: Wie wird 2022 trotz Krisen gefeiert?“.

Für 31,2 Prozent der Befragten spielt das Weihnachtsfest in diesem Jahr sogar eine größere Rolle als sonst, und 46,7 Prozent der Befragten möchten dieses Jahr an Weihnachten mehr Zeit im Kreise der Liebsten verbringen.

Letzteres gilt vor allem für die Generation Z: Unter den Befragten in der Altersgruppe der 16- bis 25-Jährigen will mehr als die Hälfte (55,2 Prozent) Weihnachten vermehrt mit Familie und Freund:innen feiern. Ähnlich sieht es bei der Generation Y aus: Unter den 26- bis 40-Jährigen wollen dies 52,0 Prozent der Befragten verstärkt tun. Zum Vergleich: Von den Personen zwischen 41 und 55 Jahren (Generation X) bzw. 56 und 65 Jahren (Baby-Boomer) möchten das nur 40,9 bzw. 41,9 Prozent.

„Für viele Befragte ist Weihnachten in diesem Jahr aufgrund der Krisen noch wichtiger geworden. Dies lässt sich mit dem Reaktanzeffekt – einer ‚Jetzt erst recht‘-Reaktion – erklären: Den Menschen wurden während der Coronapandemie und aktuell aufgrund der hohen Inflation viele Freiheiten genommen. Diese Freiheiten wollen sie sich zurückerobern. Das äußert sich in unserer Umfrage dadurch, dass sich viele ihr Weihnachtsfest nicht nehmen lassen wollen und das Fest zum Teil noch intensiver feiern“, sagt Professorin Dr. Julia Pitters, Leiterin des Studiengangs Wirtschaftspsychologie an der IU Internationalen Hochschule (IU).


In einigen Bereichen wird wie üblich gefeiert, in anderen wird eingeschränkt.

Die ungebrochene oder sogar verstärkte Feierlaune macht sich zum Teil in Bereichen bemerkbar, die mit dem Weihnachtsfest zusammenhängen: So dekorieren 73,2 Prozent der Befragten ihr Heim zu Weihnachten so wie üblich, und 72,3 Prozent nehmen unverändert an Weihnachtsveranstaltungen mit Familie und Freund:innen teil.

Teilweise Zurückhaltung macht sich im Krisenjahr 2022 bei der Weihnachtsbeleuchtung bemerkbar: Mehr als ein Drittel (36,1 Prozent) der Befragten beleuchten weniger als üblich ihr Heim, Garten oder Balkon zu Weihnachten. 26,0 Prozent besuchen Weihnachtsmärkte weniger als üblich und 26,5 kaufen weniger Weihnachtsgeschenke.

Nachhaltigkeit spielt für einige ebenfalls eine Rolle: Fast jede:r Fünfte (18,8 Prozent) setzt zum diesjährigen Weihnachtsfest mehr als sonst auf selbst gemachte Weihnachtsgeschenke.


Jeder:jedem Sechsten ist 2022 nicht zum Feiern zumute.

Wenn sich eingeschränkt wird, geht es bei der Frage nach den Gründen hierfür für deutlich mehr als die Hälfte um die Finanzen. 58,4 Prozent müssen an Weihnachten auf das Geld achten. Etwas mehr als ein Drittel (34,4 Prozent) möchte außerdem Geld zurücklegen.

Weniger Konsum und mehr Nachhaltigkeit werden von einem Drittel (35,5 Prozent) bzw. einem Viertel (25,5 Prozent) als Gründe genannt, weshalb man sich einschränke.

Jeder:jedem sechsten Befragten (16,9) Prozent ist aufgrund der aktuellen Krisen und des Krieges nicht zu Feiern zumute.

 

Über die Kurzstudie

Für die Kurzstudie „Weihnachtsbarometer: Wie wird 2022 trotz Krisen gefeiert?“ der IU Internationalen Hochschule (IU) wurden im Zeitraum vom 11. bis 14. November 2022 insgesamt 1.204 Befragte zwischen 16 und 65 Jahren, repräsentativ nach Alter und Geschlecht befragt.

Das Factsheet zur Kurzstudie ist hier verfügbar.

Grafiken:

·      „Weihnachten verbindet“

·      „Wenn Einschränkungen an Weihnachten, dann warum?“

 

Bildmaterial der Sprecherin:

Professorin Dr. Julia Pitters, Leiterin des Studiengangs Wirtschaftspsychologie an der IU Internationalen Hochschule (IU).

 

 

ÜBER DIE IU INTERNATIONALE HOCHSCHULE 
Mit über 100.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU) die größte Hochschule in Deutschland. Die private, staatlich anerkannte Bildungseinrichtung mit Sitz in Erfurt versammelt unter ihrem Dach mehr als 200 Studienprogramme im Bachelor- und Masterbereich, die in deutscher oder englischer Sprache angeboten werden. Studierende können zwischen dualem Studium, Fernstudium und myStudium, das Online- und Präsenzveranstaltungen kombiniert, wählen und mithilfe einer digital gestützten Lernumgebung ihr Studium selbstbestimmt gestalten. Zudem ermöglicht die IU Weiterbildungen und fördert die Idee des lebenslangen Lernens. Ziel der Hochschule ist es, möglichst vielen Menschen weltweit Zugang zu personalisierter Bildung zu verschaffen. Im Jahr 2000 hat die IU ihren Betrieb aufgenommen, inzwischen ist sie in mehr als 30 deutschen Städten vertreten. Sie kooperiert mit über 10.000 Unternehmen und unterstützt sie aktiv bei der Entwicklung ihrer Mitarbeitenden. Zu den Partnern gehören unter anderem Motel One, VW Financial Services und die Deutsche Bahn. Weitere Informationen unter: www.iu.de 

 

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